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EXKLUSIVINTERVIEW » Premiumheizen mit Holz «

Klare Botschaft: Bei Windhager steht der Installateur und Heizungsbauer im Mittelpunkt! Wie genau das zu verstehen ist und welche Unterstützung das Handwerk dabei im Besonderen erfährt, darüber sprach die Si-Redaktion mit dem Eigentümer und Geschäftsführer der Windhager-Gruppe Gernot Windhager ­sowie dem weiteren Geschäftsführer der Windhager-Gruppe Manfred Faustmann.

Si: Herr Windhager, 2021 feiert Ihr Unternehmen das 100-jährige Bestehen. Was verbinden Sie persönlich mit diesem Jubiläum und was bedeutet es, für so einen traditionsreichen Betrieb Verantwortung zu tragen?

Gernot Windhager: In unserer fast 100-jährigen Unternehmensgeschichte gehörten, vereinfacht gesprochen, die ersten 50 Jahre den luftgeführten Herden und Öfen – und die zweiten 50 Jahre den wassergeführten Heizkesseln. Mein Groß­vater Anton Windhager hat 1921 mit einer Ein-Mann-Kessel-Reparatur begonnen und bereits sechs Jahre nach der Unter-nehmensgründung im Jahr 1927 die Serienfertigung der ­Küchenherde gestartet. Vor kurzem haben wir einen Herd aus dieser ersten Serienfertigung wiederentdeckt, der viele Fachleute begeistert: Die Qualität des Materials und die Ausführung sind – auch mit heutigem Maßstab gemessen – sehr hoch.

Mein Vater Werner Windhager hat die Geschäftsführung im Jahr 1969 übernommen. Kurz davor hat unser damaliger Schweißereimeister für seinen eigenen Bedarf in einen 36 cm breiten Zusatzherd einen Wasserwärmetauscher eingebaut. So wurde der Schamotteeinsatz für Holz und Kohle durch ­einen Wasserwärmetauscher und einen Hebe-Rost ersetzt. Die Leistung konnte noch nicht gemessen werden, es gab zu der Zeit ja noch keinen Prüfstand. Aber der Meister der Schweißerei konnte Rohre in seiner Wohnung verlegen und in fünf Räumen Radiatoren sowie ein damals noch offenes Ausdehnungsgefäß montieren. Eine Heizungspumpe war noch nicht dabei, die Heizung funktionierte mit „Schwerkraft“. Das war die Geburtsstunde der Windhager Heizkessel-Geschichte. Damals arbeiteten wir im Vertrieb noch nicht mit Heizungsbauern oder Installateuren, sondern nur mit Großhändlern, die gelegentlich größere Küchenherde gekauft haben. Schnell war klar, dass mit dem Wechsel vom Ofen zum Kessel die Großhändler-Vertriebs-Schiene nicht mehr unser Weg war. Es fehlte schlicht und ergreifend das Fachwissen. Schon nach ­einem Jahr galt dem Heizungsbauer unsere volle Aufmerksamkeit. Das Netzwerk mit fachlich kompetenten Installateuren und Heizungsbauern wurde sehr zügig ausgebaut. Darauf konzentrierte sich vor 50 Jahren das gesamte Unternehmen. Diese fundamentale Vertriebs-Umstellung ist so gut und rasch gelungen, dass bereits nach drei Jahren einige hundert dieser Etagenheizungen verkauft werden konnten. In den siebziger Jahren erreichten die Stückzahlen rasch die 1.000er-Marke und die Windhager-Etagenheizung war in aller Munde. Zu dieser Zeit kam der nächste Schritt: Wir bauten Heizkessel für den Keller.

Si: Wofür steht die Marke Windhager heute?

Windhager: Heute, knapp 100 Jahre nach der Unternehmensgründung und 50 Jahre nach dem ersten Windhager-Kessel, zählen wir in puncto Sortiment und Qualität zu den führenden Anbietern für das heute sehr vielfältige Zentralheizen mit Holz. Eine Marke braucht Herkunft und Tradition. Hier stand bei Windhager von Anbeginn an das „Feuer“ im Mittelpunkt: nur ein Wort, aber was für ein Gefühl! Vom ersten Tag an unverändert geblieben ist auch unser unbedingter Premium-Anspruch für unsere Produkte und Dienstleistungen. Dafür produzieren wir im eigenen Werk in Seekirchen bei Salzburg mit einer der höchsten Fertigungstiefen in unserer Branche. Mit dieser Qualität und mit dem täglichen Einsatz des gesamten Windhager-Teams …

Das ist meine und unsere Verantwortung. Der zufriedene Windhager-Kunde war und ist der beste Verkäufer. Daran hat sich seit fast 100 Jahren nichts geändert.

Si: Ihr Unternehmen hat in seiner langen Geschichte also einen großen Wandel durchlaufen. Wo sehen Sie die Meilensteine auf der Produktseite?

Windhager: Seit der Unternehmensgründung 1921 ist es uns immer wieder gelungen, eine Vorreiterrolle in der Branche einzunehmen. So war mein Großvater bereits Ende der 20er-Jahre mit seinen ersten selbst entwickelten Holzherden sehr erfolgreich. Von da an ging es mit Windhager bergauf. Selbst die schwierigen Kriegsjahre hat Windhager gut überstanden. Schon 1939 begann das Geschäft so richtig zu florieren. Anton Windhager beschäftigte in diesem Jahr 17 Mitarbeiter, mit denen er 1.406 Geräte fertigte. 1955 hatte das Unternehmen bereits 77 Mitarbeiter. Ganz entgegen dem damaligen Zeitgeist der Branche hat Anton Windhager früh erkannt, dass eine erfolgreiche Marke auch Bekanntheit braucht. Anfang der 60er-Jahre wurden daher die ersten großen Werbeaktivitäten gesetzt. Damals war Werbung noch eher die Ausnahme als die Regel. Mit Fernseh- und Plakat-kampagnen wurde die Marke Windhager schnell öster-reichweit bekannt. In den 80er-Jahren eroberte Windhager mit einem Baukastensystem für Öl- und Festbrennstoffkessel sowie Warmwasserboilern die Marktführerschaft in Österreich. Die Besonderheit an dieser Heizlösung war, dass erstmals zwei Kessel sowohl rauchgasseitig als auch hydraulisch verbunden wurden. Dies war die Geburtsstunde der Windhager-Systemtechnik, die auch heute noch einzigartig effiziente und funktionssichere Heizungskombinationen ermöglicht.

Maßstäbe setzten wir auch Ende der 90er mit unserem ersten selbst entwickelten Pelletskessel, dem PMX. Seine ­innovative Technik sorgte für Bedienkomfort und Sicherheit. Revolutionär war vor allem die patentierte vollautomatische Saugzuführung, mit der die Pellets besonders flexibel und schonend vom Lager zum Kessel transportiert wurden. Diese Art der Pelletszuführung ist auch heute noch Stand der Technik.

Nach der Jahrtausendwende waren wir mit unserer Pelletsheizlösung so erfolgreich, dass die Produktionsstätten erweitert werden mussten. 2003 wurde am Firmensitz in Seekirchen eine der größten und modernsten Biomassekessel-fertigungen Österreichs eröffnet.

Bestärkt durch den Erfolg des PMX und den wachsenden Trend zu erneuerbaren Energien haben wir uns seither bei Windhager wieder schwerpunktmäßig auf die Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Biomasse-Heizlösungen konzentriert. Das ist unser Schwerpunkt. Das ist Windhager.

Wobei mir persönlich die Wortwahl „Heizen mit Holz“ als Überbegriff besser gefällt als die Bezeichnung „Biomasse“ – meine Meinung: „Heizen mit Holz“ ist einfach direkter, hat mehr Feuer und mehr Emotion.

Si: Herr Faustmann, Ihre neueste Entwicklung ist der PuroWIN, mit dem Sie vor drei Jahren den Markt aufhorchen haben lassen. Was zeichnet dieses Produkt aus und welche Besonderheiten sind hervorzuheben?

Manfred Faustmann: Der PuroWIN ist ein eindrucksvoller ­Beweis für die vorhin angesprochene Vorreiterrolle der Marke Windhager. Begonnen hat es in diesem Fall mit einer klaren mittelfristigen Zielsetzung: nämlich Hackgut fast emissionsfrei zu verbrennen. Das klang einfach, war aber nicht leicht. Gab es doch dafür noch kein bestehendes System, was geeignet war, durch Optimierung und Weiterentwicklung diesen Anspruch zu erfüllen. Es erforderte einen völlig neuen Lösungsansatz. In der Folge hat Windhager gemeinsam mit den namhaftesten Forschungsexperten aus der Branche einen völlig neuartigen Brenner entwickelt, der auf dem Prinzip der Gegenstromvergasung basiert. Nach der Zündung des Hackguts entsteht im untersten Bereich des Brennraums ein Glutbett. Darüber verkohlt das Hackgut und bildet eine Art Aktivkohleschicht. Die aus dem Glutbett aufsteigenden Holzgase werden von der Kohleschicht und dem darüber liegenden, frischen Hackgut gefiltert, bevor sie verbrannt werden. Die Verbrennung erfolgt dadurch so sauber, dass der PuroWIN ­ohne den Einsatz eines Staubabscheiders kaum mehr messbare Staubwerte erreicht. Selbst die strengsten gesetzlichen Emissionsvorgaben werden dabei um mehr als das Zehnfache unterschritten. Damit ist es uns gelungen, das Hackgutheizen im wahrsten Sinne des Wortes zu revolutionieren.

Eine weitere Besonderheit des PuroWIN ist das patentierte Entaschungs­system. Dazu verfügt der Kessel über zwei geschlossene Ent­aschungsplatten, die den klassischen Rost ­ersetzen. Das Ent­aschungssystem ist unempfindlich gegenüber Fremdkörpern und hat den Vorteil, dass der Heiz-betrieb beim Entaschungsvorgang nicht unterbrochen wer-den muss. Auch die Leistung muss nicht reduziert werden.

Der Hackguttransport erfolgt über einen asymmetrischen ­Sicherheitsschneckenkanal mit Seitenschubtechnologie. Das Transportsystem ist dadurch unempfindlich gegen größere Holzstücke oder Fremdkörper, äußerst robust und sehr leise. Alle Antriebe laufen leichtgängig und sind daher ebenso verschleißarm, leise und vor allem stromsparend. Für den kompletten Brennstofftransport braucht der PuroWIN im Schnitt nur 120 Watt. Alle Kesselmodelle bis 103 kW benötigen zudem keinen Starkstromanschluss, sondern können mit 230 Volt ­betrieben werden.

Neben der Schneckenförderung lässt sich der Kessel auch mit einem flexiblen Hackgutsaugsystem verbinden. Dieses transportiert den Brennstoff selbst über kurvige Strecken mit bis zu 25 Metern Länge und bis zu sieben Metern Höhe.

Windhager wurde für den PuroWIN mit dem Energy-Globe, dem deutschen Bundespreis Ecodesign sowie dem PlusX-Award und vielen weiteren Prämierungen ausgezeichnet.

Si: Mit welchen Produkt-Highlights kann das Windhager-Angebot sonst noch aufwarten?

Faustmann: Mehr als 1 Milliarde Pellets-Betriebsstunden ­sowie das Know-how aus zwei Jahrzehnten und vier Pellets­kessel-Generationen sind in unserem Pelletskessel BioWIN2 Touch gebündelt. Er ist der Klassiker im Pellets-Premium-­Segment mit vollautomatischem Reinigungsmechanismus und einer effizienten und rückstandsarmen Pelletsverbrennung. Der umweltfreundliche LowDust-Brenner arbeitet so wirksam und sauber, dass der Betreiber die Aschebox nur noch ein- bis zweimal jährlich leeren muss. Die hohe Zuverlässigkeit wirkt sich auch auf die Wartungsintervalle aus: So ist der BioWIN2 Touch der erste Pelletskessel, der nur mehr alle zwei Jahre bzw. nach 16 Tonnen Pelletsverbrauch gewartet werden muss. Heizungsbauer und Heizungsbetreiber gleichermaßen schätzen seine kompakte Bauweise: Inklusive aller Mindestabstände braucht er nur 1,5 Quadratmeter Platz.

Seit Herbst letzten Jahres bieten wir den BioWIN2 Touch auch als effizientes Brennwertgerät an. Der neue BioWIN2Plus nutzt auch die in den Abgasen enthaltene Energie und ist dadurch um bis zu 15 Prozent sparsamer als konventionelle Pellets-Heizwertkessel. Dieses Extraplus an Energie liefert ein kompakter, kondensatbeständiger Wärmetauscher aus hochwertigem Edelstahl, der an die Rückseite des BioWIN2 Touch angedockt wurde. Die Reinigung der Nachheizflächen erfolgt über eine intelligente Spülfunktion, die aus zwei voneinander unabhängigen Spülkreisläufen besteht. Diese werden laufend überwacht und sind nur dann aktiv, wenn es die Betriebsweise des Kessels erfordert. Gemeinsam mit dem integrierten Mengensensor wird eine besonders wassersparende und zuver­lässige Reinigung sichergestellt.

Ein spannendes Thema ist auch die wachsende Anzahl jener Heizungsbauer, die die zentrale Wärmequelle für das ganze Haus immer öfter im Wohnraum als im Keller installieren. Viele Heizungsbauer sehen hier eine gute Möglichkeit, sich vom regionalen Handwerk abzuheben. Hier kommt dann unser FireWIN, der vollautomatische Pelletsheizkessel mit Sicht­fenster für den Wohnraum zum Einsatz. Unlängst hat ein ­Heizungsbauer aus NRW den FireWIN für seinen Schauraum als optisch sehr ansprechende varianten-flexible Einbaulösung umgesetzt. Die Wärme wird dann wie in der Jahrtausende bewährten Tradition wieder dort produziert wo sie gebraucht wird – mitten unter den Menschen. Und man kann behaglich dem Feuer zusehen, wie das ganze Haus mit Wärme und ­warmem Wasser versorgt wird.

Stückholz mit Komfort zu kombinieren ist ein weiteres Markenzeichen der Windhager Gruppe. Als besonders komfortable Scheitholzlösung für den Keller ist der Holzvergaser LogWIN Premium Touch konzipiert. Der Kessel verfügt über einen hochwertigen, besonders robusten Füllraum aus Edelstahl. Dieser bietet einen dauerhaften Schutz gegen die bei der Vergasung von Holz entstehenden Säuren und zählt zu den größten seiner Klasse. Seine effiziente Verbrennungstechnik mit patentierter Brennkammer ermöglicht ein besonders sparsames und sauberes Heizen mit Holz. Besonders praktisch ist der Speicher-Ladeassistent. Die balkenförmige LED-Anzeige am Kessel signalisiert dem Betreiber schon von der Ferne, ob ausreichend Wärme im Puffer vorhanden ist oder ob nachgeheizt werden muss.

Abgerundet wird unser Holz- und Pellets-Sortiment mit dem Kombigerät DuoWIN, der Holzvergaser und vollautomatischer Pelletskessel in einem ist. Durch seine intelligente Hybridtechnologie ist er bis zu 25 Prozent effizienter im Pelletsbetrieb als andere Kombigeräte.

Sie sehen also, der Schwerpunkt unseres Produkt-Sortiments liegt eindeutig beim „Heizen mit Holz und den erneuerbaren Energien“. Als Sortimentsabrundung passen hier auch noch eine Brauchwasserwärmepumpe oder künftig eine Pellets-Wärmepumpen-Hybrid-Lösung dazu.

Si: Vor zwei Jahren startete Windhager mit seinen Doppelpass-­Expertenrunden. Welche Idee steckt dahinter und was wird dem Heizungsbauer dabei speziell geboten?

Faustmann: Insgesamt 142 Firmen aus Deutschland, Österreich, Südtirol und Italien haben bisher daran teilgenommen, acht Expertenrunden gab es schon, immer bis auf den letzten Platz ausverkauft – und das, obwohl die Investition für die Teilnahme pro Firma bei 450 Euro liegt. Dieser Erfolg auf der ganzen Linie hat uns echt überrascht. Vielleicht hängt es ja mit der kompromisslosen Ausrichtung des Veranstaltungs­formats zusammen: Produkt-, hersteller- und marken-neutrale Methoden und Erfolgs-Rezepte für HSK-Unternehmer werden von Branchen-Kollegen untereinander ganz offen wie bei ­einem „Buffet“ präsentiert und jeder nimmt sich davon genau das, was ihm schmeckt.

Dabei geht es z. B. um die folgenden Fragen: Wie sorge ich aus eigener Kraft für die Kunden und Aufträge, die ich für mein tägliches Geschäft brauche? Wie gelingt es mir, dauerhaft eine 90-prozentige Trefferquote vom Angebot zum Auftrag zu realisieren? Wie schaffe ich es, eine Biomasseanlage im Wert von 60.000 Euro ohne Rabatt zu verkaufen? Wie komme ich zu neuen, qualifizierten Mitarbeitern? Wie verschaffe ich mir mehr Zeit und Lebensqualität? Und vieles mehr. Der Bezug zum Fußball ist dabei Programm: Hängt doch der Erfolg in einem Gebiet maßgeblich davon ab, welche Spieler (= Heizungs­bauer) am Feld stehen und wie die Verwertung der Chancen zum Tor (= Auftrag) gelingt. Für Fußball und die Heizungsbranche gilt gleichermaßen: Erfolgreich ist man nur im Team.

Die nächste Expertenrunde ist übrigens für Donnerstag den 19. September 2019 in Passau geplant – Anmeldungen werden bereits unter expertenrunde@windhager.com entgegenge­nommen.

Si: Mit Ende des Vorjahres haben Sie eine neue Vertriebsstruktur für Deutschland eingeführt. Warum dieser Schritt und was versprechen Sie sich davon?

Faustmann: In Deutschland sehen wir uns mit zwei ganz unterschiedlichen Marktsituationen konfrontiert. Während wir in vielen Regionen gemeinsam mit unseren Fachpartnern bereits einen sehr guten Marktzugang haben, so gibt es immer noch Gebiete, in denen noch Aufholbedarf besteht. Um beide Zielgruppen noch wirkungsvoller bedienen zu können, haben wir unsere Vertriebsstruktur angepasst. Anstelle der bisherigen regionalen Teilung gibt es künftig zwei bundesweite Verantwortlichkeiten: Herr Frank Geißer als Vertriebsleiter Deutschland mit der Verantwortung für den gesamten Vertrieb inkl. Marketing und Schulung. Und Joachim Oppold als Geschäftsleiter Kundenentwicklung, der sich gemeinsam mit seinem Team um die ganz spezifischen Interessen und Anliegen der zukünftigen und neuen Geschäftspartner kümmert.

Die Vertriebsorganisation mit den beiden Schwerpunkten „Vertriebsleitung Deutschland“ und „Geschäftsleitung Kunden-Entwicklung“ ist völlig neu in der Branche. Damit werden wir uns zukünftig noch intensiver um die Betreuung unserer bestehenden Kunden und um die spezifischen An­liegen von neuen Partnern kümmern können.

Si: Herr Windhager, wo geht die Reise in der Zukunft hin?

Windhager: Ich denke, die Autoindustrie zeigt es vor. In absehbarer Zeit wird Öl als Energieträger und Basis für den Treibstoff dort nicht mehr zeitgemäß sein. Dieses Konsum­verhalten wird dann auch sehr rasch auf die Heizungsbranche abfärben. Gleichzeitig wird der Wunsch nach echter und ehr­licher Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden weiter zunehmen. Genau in dieser Behaglichkeits-Disziplin ist Holz seit Jahrtausenden unerreicht. Deswegen bin ich für Windhager und das Segment „Heizen mit Holz und erneuerbaren ­Energieträgern“ für die Raumwärme mehr als optimistisch.

Wenn Sie nach den langfristigen Zielen und Strategien der Windhager-Gruppe fragen, so kann ich Ihnen hier drei Schwerpunkte nennen: 1. Wir wollen die saubersten Biomasseheizungen anbieten, die möglichst ohne nachgeschalteten Filter ­erstklassige Verbrennungsergebnisse liefern. Unser Hackgutvergaser PuroWIN ist bereits ein eindrucksvoller Vertreter für diesen Anspruch. 2. Wir wollen die robustesten und lang­lebigsten Heizsysteme anbieten: Der Pelletkessel BioWIN2 Touch, mit seiner seit 1 Milliarden Betriebsstunden bewährten Technologie (inkl. der Vorgängermodelle) ist ein starker Beweis für diesen Anspruch. 3. Wir wollen die führende Marke in puncto Einbau- und Bedienerfreundlichkeit sein, denn das sorgt für langfristige Kundenzufriedenheit und freut die Heizungsbauer und die Heizungsbetreiber gleichermaßen.

Wir fördern den Heizungsbauer als eigenständigen und unabhängigen Spezialisten und unterstützen ihn dabei, sein Geschäft unabhängig von Markt- und Rahmenbedingungen erfolgreich zu entwickeln. Wir sehen uns dabei nicht nur als Partner, sondern auch als Erfolgscoach für den Fachpartner. Er nimmt sich neben den Windhager-Produkten aus unserem Unterstützungsangebot wie von einem Buffet das, was er für seine persönliche erfolgreiche Geschäftsentwicklung am besten brauchen kann. Damit bekennen wir uns gleichzeitig auch ganz eindeutig zum zweistufigen Vertrieb und zum Heizungsbauer als eigenständige Marke in der Region! (md)

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