Editorial -

1,76 Mrd. Euro mehr Umsatz

Chefredakteur Maximilian Döller

Mitte Juli legte das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. den aktualisierten Branchendatenreport für die Haus- und Gebäudetechnik vor. Wie nicht anders zu erwarten, geht daraus hervor, dass auch das Jahr 2017 von steigenden Umsatz- und Beschäftigungszahlen geprägt war. Demnach erwirtschaftete die Branche in den Bereichen Sanitär, Heizung, Lüftung und Klima (SHK) gegenüber 2016 ein Gesamtumsatzplus von 3,2 %, was für das Vorjahr eine Steigerung von 1,76 Mrd. Euro (alle Angaben immer ohne Mehrwertsteuer) bedeutet. Der kumulierte Gesamtumsatz liegt für das Geschäftsjahr 2017 damit bei 57,1 Mrd. Euro (2016: 55,3 Mrd. Euro und 2012: 50,4 Mrd. Euro). Initialisiert wurde die Untersuchung durch die ISH – Water. Energy. Life., die VDS – Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft, den BDH – Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie und das VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik.

Wirft man einen Blick auf den Inlandsumsatz der Haus- und Gebäudetechnik, dann ist dieser mit 46,5 Mrd. Euro (2016: 45,4 Mrd. Euro) – bzw. 17 % – Bestandteil des Hochbauvolumens, welches sich aus öffentlichem Hochbau, Wirtschaftsbau und Wohnungsbau zusammensetzt. Gleichzeitig erreichte im Jahr 2016 nach Schätzungen des ifo Instituts das Ausbauvolumen im Hochbau (gesamtes Hochbauvolumen abzüglich des Rohbauvolumens und übriger Bereiche im Hochbau) 137 Mrd. Euro, woran der Inlandsumsatz der Haus- und ­Gebäudetechnik einen Anteil von 34 % hatte.

Als Gründe für das neuerliche Wachstum im Vorjahr wurden die gestiegenen realen Hochbauinvestitionen um 2,3 % genannt. Zudem nahmen die Ausgaben in der Sparte gewerb­licher Hochbau um 1,4 % sowie in der Sparte Wohnungsbau um 2,8 % zu. Lediglich die öffentlichen Hochbauinvestitionen gingen 2017 um 0,7 % zurück.

Des Weiteren ist der aktuellen Studie des ifo Instituts zu entnehmen, dass die Industrieproduktion vom Wohnungsbau sowie der Auslandsnachfrage gestützt wurde. Vor allem der Großhandel und die installierenden Unternehmen gehen als die Profiteure des Binnenmarktes hervor. Gestärkt wurde die Nachfrage ebenfalls durch Modernisierungen im Badbereich, speziell dem Wunsch altersgerechter Wohnraumschaffung. Aber auch in der Heizungswirtschaft gab es, mitunterstützt durch staatliche Fördermaßnahmen, Wachstumsraten zu verzeichnen. Im Bereich der Sanierungen stehen hier die Segmente Brennwerttechnik, thermische Solaranlagen, Wärmepumpen und Holzzentralheizungskessel im Vordergrund.

Wie sieht es bei den Unternehmenszahlen der SHK-Branche aus? Im Jahr 2017 waren 508.000 Menschen (Handwerk/installierende Betriebe: 358.000, Industrie: 103.000 und Großhandel: 47.000) in 50.568 Unternehmen (Handwerk: 49.600, Sanitärindustrie mit sonstigen technischen Gebäudearmaturen: 230, Heizungs-/Klimaindustrie: 463 und Großhandel: 275) beschäftigt – dazu im Vergleich lagen die Zahlen für 2016 bei 502.000 Beschäftigten in 50.776 Unternehmen.

Und auch der Ausblick auf das aktuelle Geschäftsjahr 2018 bleibt laut ifo Institut weiter positiv, das einen Umsatzanstieg um 2,7 % auf rund 59 Mrd. Euro im Bereich der Haustechnikwirtschaft erwartet.

Ihr

Maximilian Döller

maximilian.doeller@at-fachverlag.de

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