Sanitär -

Aus barrierefrei wird B´free

Bei der Sanierung oder dem Neubau eines Badezimmers sollte an eine altersgerechte Sanierung gedacht werden. Doch bei barrierefreien Bädern denken viele immer noch an Toilettensitzerhöhung und Plastikklappstühle in der Dusche - dieses Bild ist veraltet.

„Es geht auch anders“, sagt Badexperte Rainer Clayton aus Bielefeld: „Barrierefreie Sanitärbereiche (die auch Nullbarriere-Bäder genannt werden) sind richtig schick. Sie sollten inzwischen gerade für junge Bauherren selbstverständlich sein, doch das Gegenteil ist der Fall.“

Barrieren im Kopf

Barrieren entstehen immer zuerst im Kopf. Und hat sich ein negativ besetzter Begriff erst einmal etabliert, ist zielführendes Marketing nahezu unmöglich. Das ist auch bei der Badplanung so. Wie aber lässt sich Abhilfe schaffen? Nur mit einer neuen Bezeichnung, doch genau daran scheitert die Sanitärbranche seit Jahren. Zahlreichen Experten und Branchenkennern ist es bislang nicht gelungen, einen adäquaten Ersatz für das oft verwendete Wort Barrierefreiheit zu entwickeln. Beschreibungen wie „behindertengerecht“, „altengerecht“ oder „best ager“ sind zwar möglich, aber ungeeignet. Denn gerade junge Bauherren sollen davon überzeugt werden, ihr Bad vorzeitig barrierefrei zu gestalten.

Für Clayton zeichnet sich eine ordentliche Badplanung dadurch aus, dass man früher an später denkt. Mit entsprechender Selbstverständlichkeit informiert er alle Altersgruppen über bodengleiche Duschen und rutschhemmende Fliesen. Was ebenfalls dazu gehört ist ein Dusch-WC oder zumindest die Vorbereitung entsprechender Anschlüsse. Außerdem sollte jedes Gäste-WC im Erdgeschoss so geplant werden, dass es im Bedarfsfall möglichst einfach in ein funktionsfähiges Bad umgewandelt werden könne. Solche und weitere Maßnahmen fasst Clayton unter dem Begriff „B´free“ zusammen und genau das ist spannend! „Wer junge Leute fragt, ob sie Interesse an einem „B´free“ Bad hätten, rennt offene Türen ein“, schwärmt Clayton, denn: „B´free“ mache neugierig und die Altersvorsorge im eigenen Bad endlich salonfähig. Darüber hinaus vermeide „B´free“ einen erneuten Bad-Umbau im Alter beziehungsweise minimiert dann Umbaukosten extrem. Genau das schätzen auch jüngere Kunden. Sie erkennen, dass vorausschauende Badplanung bares Geld spare.“

Von seinen eigenen Verkaufserfolgen motiviert, möchte Clayton jetzt die Sanitärbranche von „B´free“ überzeugen. „Wenn Endverbraucher den Begriff „B´free“ vorurteilslos annehmen, könne sowohl das Fachhandwerk als auch die Industriebetriebe hohe Umsätze mit „B´free“-Produkten generieren“, ist er sich sicher. Unterstützt wird er dabei von seiner Ehefrau, Gabriele Clayton. Gemeinsam setzten sie sich dafür ein, dass zukünftig verstärkt über „B´free“ berichtet wird. Eigens dazu hat das Paar eine bundesweite Werbekampagne entwickelt und getestet.

www.cleobadtra.de.

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