Heizung -

Austausch älterer Feuerstätten läuft stockend

Umsetzung der Bundesimmissionsschutzverordnung

Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. bemängelt den schleppenden Austausch älterer Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen. Laut der ersten Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) müssen alle Geräte, die vor 1975 zugelassen wurden und die Grenzwerte für Altanlagen nicht einhalten, stillgelegt, nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Nur bei einem konsequenten Vollzug der Regelung können Emissionen durch Altanlagen nachhaltig reduziert werden.Die Umsetzung der Verordnung obliegt den Bundesländern. Doch Umwelt- und Verbraucherschutzämter bzw. Immissionsschutzbehörden handeln nach Meinung des HKI nicht konsequent genug.

„Da eine moderne Feuerstätte bis zu 85 % weniger Emissionen freisetzt, könnten bei einer konsequenten Umsetzung Fortschritte bei der Luftreinhaltung erzielt werden“, so Christiane ­Wodtke, Präsidentin des HKI. „Außerdem ist der Wirkungsgrad eines modernen Gerätes höher und der Brennstoffverbrauch niedriger – Stichwort Energie-Effizienz. Es ist daher an der Zeit, dass die zuständigen Behörden ­zügig handeln.“

Von den mehr als zehn Millionen in Deutschland betriebenen Feuerstätten sind rund eine Million 40 Jahre und älter. Die Mehrzahl hätte ausgetauscht werden müssen. Doch das ist nach Erhebungen des HKI bis jetzt nur bei jedem fünften Altgerät geschehen. So-mit wurden rund 800.000 Altanlagen nicht stillgelegt, nachgerüstet oder ­ausgetauscht.

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