Studien & Umfragen -

Bau-Webshops als Alternative?

91 % aller befragten Bauakteure kaufen ihr Material traditionell ein, also nicht über einen Webshop, sondern bei Fachhändlern oder Direktlieferanten. Aber: Die Bindung zum traditionellen Einkauf im Fachhandel wird vor allem pragmatisch gesehen. Preisvorteile bieten dem Vertriebsweg Webshop neue Chancen.

Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von BauInfoConsult zu den Einkaufsvorlieben im Bauhandwerk. In der telefonischen BauInfoConsult-Befragung unter Bauunternehmern, Malern, Trockenbauern, SHK-Installateuren und Dachdeckern wurden die Webshop-abstinenten Handwerker nach den Gründen für ihre Vorliebe für die althergebrachten Einkaufswege gefragt. Die a m häufigsten genannte Begründung war die Loyalität zu den Geschäftspartnern im Fachhandel – und der hochwertigen Beratung in den Fachhandelsfilialen, die im Webshop fehlt.

Pragmatismus begünstigt traditionellen Vertrieb

Dennoch sollten sich die traditionellen Vertriebler nicht zu sehr auf ihren Lorbeeren ausruhen: Auf genauere Nachfrage nach den konkreten Vorteilen des Einkaufs per Telefon oder in der Fachhandelsfiliale gaben sich die Branchenakteure nämlich vor allem pragmatisch: Einkaufen auf traditionelle Art hat für die Webshop-Muffel unter den Handwerkern den Vorzug der Gewohnheit (28 %), sodass der Einkauf als wenig umständlich erlebt werden kann (34 %). An dritter Stelle stehen schon Preisvorteile und Rabatte (20 %).

Genau hier tun sich für die Webshop-Anbieter Chancen auf: Denn bei der Frage nach den möglichen Gründen, die sie vielleicht doch dazu bringen könnten, im Internet Material zu bestellen, nannten 40 % der Online-Verweigerer Preisvorteile. Jeder vierte Profi (23 %) könnte auch durch Zeitersparnis umgestimmt werden, die zum Beispiel durch die Unabhängigkeit der Online-Geschäfte von Ladenöffnungszeiten gewährleistet werden könnte (14 %).

Chance für Webshops durch handfeste Vorteile

Es zeigt sich also: So loyal die Profis auch zu ihren langjährigen Partnern aus Handel und Industrie sein mögen – durch handfeste Vorteile könnten sie sich durchaus vorstellen, etwas Neues auszuprobieren (und sei es so ein banaler Vorteil wie attraktive Preisgestaltung). Mit Preisnachlässen allein kann der Onlineshop die eingespielten Distributionsabläufe in der Branche aber kaum ernsthaft übertrumpfen: Webshops können am Bau vor allem als Ergänzung zum Fachhandel punkten, wie die Studienergebnisse ebenfalls zeigen. In diesem Punkt müssen sich Webshop-Betreiber also deutlich mehr einfallen lassen.

Das betrifft einmal das subjektive Einkaufserlebnis. Der Online-Einkauf muss ebenso unkompliziert wirken wie der gewohnte Einkauf per Telefon oder im Ladenlokal. Aber auch inhaltlich muss das Angebot im Webshop mit dem stationären Fachhandel mithalten können: Bietet der Shop die aus dem Einkauf im Fachhandel gewohnten Vorteile? Findet man dort ebenfalls die Sortimentstiefe oder -breite, die man gewohnt ist? Und werden dort ausreichende technische Informationen geboten?

Über die Studie

Diese und weitere Informationen zum Einkaufsverhalten bei insgesamt 501 Bauunternehmern, Malern/Trockenbauern, SHK-Installateuren und Dachdeckern stammen aus dem Monitor „Zukunftsmarkt: Online-Handel am Bau“. Dabei werden u. a. behandelt:

  • Relevante Distributions- und Bestellwege für verschiedene Produktgruppen.
  • Häufig bestellte Bauprodukte in Webshops.
  • Bedeutung der verschiedenen Webshop-Typen (Fachhandel-/Hersteller-/DIY-/allgemeine und reine Bau-Webshops).
  • Brand Funnel für die wichtigsten branchenrelevanten Online-Verkaufsplattformen (Bekanntheit? Verwendung? Präferenz?).
  • Vor- und Nachteile sowie Einstiegsschwellen von Webshops aus Sicht der Verarbeiter.
  • Bedeutungswandel von Webshops am Bau in der Zukunft.
 

Der Monitor „Zukunftsmarkt: Online-Handel am Bau“ kann zum Preis von 1.799 Euro zzgl. MwSt. bei BauInfoConsult bezogen werden. Mehr Informationen erhalten Interessierte von Alexander Faust und Christian Packwitz unter 0211 301 559-10 oder per E-Mail an info@bauinfoconsult.de

www.bauinfoconsult.de

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