Fälscher verdienen mehr als Drogenhändler

Produktpiraterie ist lukrativer als Drogenhandel und kostet die Markenindustrie jedes Jahr Milliarden. Auch in der SHK-Branche sind Täter und Opfer auf allen drei Vertriebsstufen zu finden.

Professor Rido Busse zeichnet besonders dreiste Nachahmungen mit dem Negativpreis Plagiarius aus. Bei der Preisverleihung während der Konsumgütermesse Ambiente war Folgendes zu hören:

Der Fokus darf nicht nur auf die Fälscher gerichtet werden, sondern auch auf diejenigen, die Plagiate in Auftrag geben, beziehungsweise billig ein- und teuer weiterverkaufen. Groß- und Einzelhändler aus aller Welt profitieren vom Handel mit Plagiaten. Fälschungen sind gesellschaftsfähig geworden. Argumentiert wird häufig mit dem günstigen Preis. Erstaunlicherweise schrecken weder das Wissen über die teils menschenunwürdigen Herstellungsbedingungen, noch die Gefährdung der eigenen Gesundheit die Konsumenten vom Kauf ab.

Wie kann das Geschäft mit Fälschungen gestoppt werden? Sind höhere Strafen für Hersteller und Händler eine Lösung oder soll mehr in Verbraucheraufklärung investiert werden?