Internethändler über dreistufigen Vertrieb beliefert

Wenn sich Industrie und Großhändler fetzen, darf das Handwerk nicht auf der Strecke bleiben. Mit einer Fachhandelsvereinbarung räumt Dornbracht Großhändlern für besondere Leistungen besondere Vergütungen ein. Eine solche Leistung ist zum Beispiel die Präsentation von Produkten in der Großhandels-Ausstellung. Nun verkauft Reisser innerhalb des dreistufigen Vertriebs auch an die Gottfried Stiller GmbH in Köln. Stiller betreibt die Internetplattform www.megabad.com. Dort können Endkunden unter anderem Markenarmaturen zu günstigen Preisen kaufen. Dornbracht sieht durch Internethandel seine Marke beschädigt. Reisser sagt, er handle streng dreistufig, und was sein Kunde mit der Ware macht, gehe ihn nichts mehr an. Nun hat Dornbracht Reisser die Konditionen verändert, weil Reisser für einen Teil seines Umsatzes (siehe zum Beispiel mit Stiller) keine, der in der Fachhandelsvereinbarung erwähnten, besonderen Leistungen erbringe. Daraufhin hat Reisser Dornbracht ausgelistet und zeigt Alternativen zu Dornbracht-Produkten auf.

Wie ist Ihre Meinung? Was kann Dornbracht tun, um den Internetverkauf seiner Produkte zu verhindern? Ist seine Fachhandelsvereinbarung der richtige Weg?

Hat Helmut Reisser Recht, wenn er Dornbracht auslistet, weil der ihm die Konditionen verändert hat?

Aber vor allem: Droht dem Handwerk Schaden durch Lieferengpässe und durch Endkunden, die mit Internetvergleichen die Preise drücken wollen?