Solarbranche setzt Regierung Ultimatum

Aktueller Förderstopp dominiert den Auftakt des 20. Symposium Thermische Solarenergie in Kloster Banz/Staffelstein. Auszug aus einer Pressemitteilung der DGS.

Die Solarbranche ist über den Förderstopp entsetzt. Sie hatte sich von den Bundestagsbeschlüssen des vergangenen Jahres weniger Schwankungen in Sachen Förderung erhofft. BSW und BDH sind sich einig, dass damit der Branche weiterer Schaden entsteht. Aussagen vom Umweltminister selbst, dass man das MAP wahrscheinlich nicht abschaffen, sondern lediglich für dieses Jahr aussetzen werde, betrachten sie als äußerst kontraproduktiv. Die Solarwärmebranche rechnet damit, dass der Förderstopp bis zu 10.000 Arbeitsplätze kostet.

Die Verbändevertreter wollen die kommende Sitzung des Haushaltsausschusses am 19. Mai abwarten. Sollte dort eine Entscheidung über den Fortbestand des Förderprogramms wieder hinausgeschoben werden, wollen sie es lieber ganz abgeschafft sehen. Auch wenn diese Entscheidung alles andere als leicht fiel: besser kein MAP als ein ewiges Warten auf die Fortführung des Förderprogramms. BDH-Vertreter Carsten Kuhlmann formulierte es so: „Das ist zwar nicht schön, aber es herrschen dann wenigstens stabile Verhältnisse“.