Mehr Farbe ins Bad

Der Pfiffikus kann sich noch gut daran erinnern: Als seine Schwester vor über 30 Jahren ihr Auto verkaufen wollte, hat ein Interessent sie am Telefon gefragt, was denn das für ein Auto sei. Da hat sie geantwortet: „Ein rotes.“

Das war eine klare Ansage in einer Zeit, als auch im Bad so schöne Farben wie Moosgrün oder Sorrentoblau modern waren. War herrlich, diese Zeit. Damals haben sich der Pfiffikus und sein Darling nackt im englischen Garten in München gesonnt. Die jungen Frauen und Männer haben an öffentlichen Plätzen Alkohol und andere Dinge genossen. Das Leben war freier und farbiger.

Doch dann kamen die Architekten in ihren schwarzen Rollkragenpullovern und die Designer in ihren weißen und haben den Farben den Garaus gemacht. Seitdem werden Autos nur noch silbern oder schwarz lackiert und Bäder nur noch in Weiß gebaut. Nur kein Risiko eingehen. So lautet das Motto der Gestalter und Architekten. Mit Schwarz und Weiß kann man nichts falsch machen.

Der Pfiffikus fühlt sich an einen Roman von Michael Ende erinnert: In Momo stehlen die grauen Herren den Menschen die Zeit und verwandeln die bunte Welt in eine trostlose, graue Wüste. Aber wie im Roman gibt es auch im richtigen Leben Hoffnung. Der Pfiffikus freut sich über einen neuen Darling. Die Firma Duravit hat ihre gleichnamige Badserie mit Farbe angemalt.

Pine-Terra und Azur-Blau sind zwar ganz so mutig wie Rubinrot und Rustikalbraun aus der guten alten Zeit, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung, meint zumindest

Ihr

Pfiffikus