Über das Toilettenverhalten im Allgemeinen und auf Messen

Der Pfiffikus liest gern einmal ein Buch und deshalb war er vergangenes Jahr auf der Buchmesse in Frankfurt. War interessant, was ihm aber nicht so gefallen hat, war der Nase-hoch-Betrieb im Gegensatz zu der doch eher bodenständigen ISH. Wo der Pfiffikus aber wieder gemerkt hat, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, das war auf dem Herren-Klo. Auf der ISH und auf allen anderen Messen der SHK-Branche auch, waschen sich die allermeisten Besucher nach dem Geschäft die Hände. Bei dem kulturell so hochstehenden Literaturbetrieb die allermeisten nicht.

Da hat ein SHK-Handwerker bei seinem Kunden, dem Germanistenprofessor oder dem Oberstudienrat, wohl noch einiges an Aufklärung zu leisten, denkt der Pfiffikus. Hilfreich kann dabei die Kampagne von Kimberly-Clark Professional sein. Unter dem Motto „Handwasch- Helden“ engagiert sich das Unternehmen für Hygiene in Kindergärten und Schulen. Unter anderem mit großen Postern an den Wänden. Der Pfiffikus überlegt, ob er bei seinem nächsten Besuch der Buchmesse so ein Plakat mitnehmen soll.

Aber jetzt steht zuerst einmal die Regionalmesse in Nürnberg an. Schade, dass da nicht so viele internationale Besucher wie zur ISH kommen, denkt der Pfiffikus. Er hätte sich über einige Chinesinnen mit einem ganz speziellen Anliegen gefreut. Die wollen mehr öffentliche Damentoiletten. Der Pfiffikus ist auch dafür, dass mehr Damentoiletten gebaut werden.

In China gibt es davon zu wenig und deshalb haben Frauen-Aktivistinnen Herrentoiletten besetzt. Ganz nach dem Vorbild der weltweiten Occupy-Bewegung. Die Amerikaner besetzen Wall Street, die Chinesen besetzen Klos. Hintergrund sind die langen Wartezeiten vor den Damenklos. Das „Time Magazin“ will vor ein paar Jahren herausgefunden haben, dass Männer im Schnitt nur 30 Sekunden auf der Toilette verbringen, während das andere Geschlecht drei Mal so lange auf dem Örtchen bleibt.

Der Pfiffikus glaubt nicht, dass das daran liegt, dass sich weniger Männer die Hände auf der Toilette waschen als Frauen. Es wird wohl daran liegen, dass Mädchen immer zu zweit auf die Toilette gehen und sich dort immer so viel zu erzählen haben.

Nichts für ungut

Ihr
Pfiffikus