Leuchtende Blaumänner

Arbeitskleidung für SHK-Handwerker könnte in Zukunft ganz anders aussehen.
Fotos: Adobe Stock/VlaDee, Si

Was sich auf den Laufstegen der Welt tut, ist für den Pfiffikus zugegebener­maßen Nebensache. Aber die neueste Erfindung aus US-amerikanischen ­Textillaboren lässt auch ihn zum ­Fashion-Victim werden: Denn jetzt ­haben es Forscher des Massachusetts Institute of Technology geschafft, Texti­lien zum Leuchten zu bringen. Mit Hilfe von Kunststoffstäben, die unter Hitzeeinwirkung zu dünnen Fasern gezogen und mit haarfeinen Kupfer- oder Wolframleitungen sowie Leuchtdioden ver­sehen werden, können Blaumänner in Zukunft Licht machen. Der Pfiffikus ist begeistert. Sofort fallen ihm diverse ­Einsatzmöglichkeiten für seinen Betrieb ein. Nicht nur das Firmenlogo könnte in blinkender Leuchtschrift auf der ­Arbeitskleidung seiner Mitarbeiter prangen – was insbesondere in der dunklen Jahreszeit zur Geltung käme. Auch Arbeitsanweisungen, Baupläne oder Montageanleitungen ließen sich hervorragend auf den neuen Leuchtklamotten abbilden.
In düsteren Heizungskellern würden die Leuchtblaumänner sämtliche ­Arbeitslampen überflüssig machen – eine Kostenersparnis, die sich irgendwann sicherlich einmal auszahlt, überlegt der ­Pfiffikus. Wenn der Monteur selbst leuchtet, kann er auch nicht so leicht verloren gehen; beim aktuellen Fachkräftemangel ein ebenso positiver ­Nebeneffekt. Auch die Sicherheit würde sich erhöhen – schließlich ist die SHK-Fachkraft wesentlich besser auf der Baustelle erkennbar als vorher; und schon von weitem müsste zu erkennen sein, ob da wer rumtrödelt oder fleißig ist. Zur Weihnachtszeit ließen sich mit far­biger Leuchtschrift besondere Effekte erzielen; da fehlt es nur noch an der ­passenden musikalischen Untermalung. Aber da lässt sich die Modeindustrie bestimmt auch bald was einfallen, ist sich der Pfiffikus sicher.