Schlaraffenland für Bierfans

Im Hotel „DogHouse“ kommen Freunde von Hopfen und Malz auf ihre Kosten.
Fotos: Si, BrewDog PLC

Die Hotelindustrie hält immer wieder neue Überraschungen bereit; längst ist das Übernachten zum Erlebnis geworden. Neben Designhotels, Hotels für ­Romantiker, Hundebesitzer, Musiker, Swinger oder Architekturliebhaber kommen jetzt auch Bierfans auf ihre Kosten; in Columbus, US-Bundesstaat Ohio, hat kürzlich das erste Bierhotel der Welt ­eröffnet.

Das „DogHouse“ lässt keine Wünsche offen: Angefangen vom Willkommens-IPA beim Check-in über die Zapfanlage im Zimmer bis zum Drei-Gänge-Bierfrühstück am Morgen – frischer Gerstensaft ist jederzeit verfügbar. Selbst unter der Dusche müssen die Hotelgäste darauf nicht verzichten: Neben Hopfenseife befindet sich dort ein Kühlschrank, der mit Craftbeer-Spezialitäten unter die Brause lockt. „So ist die Körperhygiene auch im Suff sichergestellt“, denkt sich der Pfiffikus, der auch überlegt, zum Bier-Mekka zu reisen. Er selbst findet die Vorstellung verlockend, morgens vom Brauereigeruch in der Luft geweckt zu werden, um den Tag mit einer Hopfen-Gesichtsbehandlung im hoteleigenen Spa zu beginnen. Und angesichts des Beer-inclusive-Angebots ist der Zimmerpreis von 162 Dollar pro Nacht auch völlig gerechtfertigt. Selig wünscht er sich ins Bier-Nirvana, den perfekten Ort für Craft-Bier-Fans, von dessen Zimmer man einen grandiosen Ausblick in die Hotel-Brauerei genießen kann. Für eine Nacht in der Themenherberge müsste er jedoch den geplanten Ausflug nach Disneyland streichen, den sich seine Kinder seit Jahren wünschen. Der Pfiffikus ringt mit sich und seinem Bierdurst. Wenn es ihn dienstlich ins ­Hotel verschlagen würde, hätten Gattin und Kinder sicherlich ein Einsehen. Möglicherweise möchten die Hoteliers ja in eine Bierdusche oder einen Bierwhirlpool investieren. Deren Installationen ­gehören selbstverständlich in die Hände eines Fachmannes, der sich nicht nur mit dem Medium Bier, sondern auch mit technisch anspruchsvoller Sanitärausstattung auskennt. Der Pfiffikus ließe da auch mit sich reden, was die Rechnung angeht – gegen eine Auszahlung in Biereinheiten spräche nicht das Geringste!