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Die Sonnenfinsternis ist vorbei

Nach einem jahrelangen Rückgang der Photovoltaik-Nachfrage hat die heimische Branche nach Ansicht des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) die Talsohle inzwischen durchschritten.

Ein Endspurt zum Jahresende hob die Nachfrage nach Solarstromanlagen 2016 sogar geringfügig über das Vorjahresniveau, teilte der Verband Ende Januar mit. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Bundesnetzagentur rund 51.900 neue Solarstromanlagen mit insgesamt etwa 1,52 GW Spitzenleistung neu installiert. Zum Vergleich: 2015 wurden etwa 51.000 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,46 GW neu in Betrieb genommen.

2016 etwa 1,52 GW neu installiert

„Die Sonnenfinsternis ist vorbei und die Zeichen stehen endlich wieder auf Wachstum“, betont daher BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Bereits seit einigen Monaten verzeichnen wir in wichtigen Marktsegmenten ein spürbares Anziehen der Nachfrage. Offensichtlich spricht es sich zunehmend rum, dass sich Solaranlagen wieder rechnen“, so Körnig. Die Kosten für den selbst erzeugten Solarstrom sind laut BSW in den vergangenen zehn Jahren um gut 80 Prozent gesunken und liegen inzwischen oft nur noch halb so hoch wie konventionelle Verbraucher- und Gewerbestromtarife.

2017: Marktwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich

Während die Photovoltaiknachfrage im Ausland seit Jahren boomt, rechnet die Interessenvertretung der Solar- und Speicherunternehmen in Deutschland erst in diesem Jahr wieder mit einem Marktwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich. Dieses werde durch attraktive Renditeerwartungen und niedrige Finanzierungskosten befördert. Neben den stark gesunkenen Photovoltaikpreisen dürfte dazu auch beitragen, dass ein Großteil künftiger Investoren den selbst erzeugten Solarstrom weiterhin selbst verbrauchen darf und auch künftig an keiner Auktion teilnehmen muss, um eine Förderberechtigung für den eingespeisten Überschussstrom zu erzielen. Die Verpflichtung zur Teilnahme an einer Ausschreibung gilt seit Jahresbeginn für Solarkraftwerke mit mehr als 750 kW Spitzenleistung. Eigenheimbesitzer und die meisten Gewerbebetriebe sind laut BSW nicht von der letzten EEG-Novelle betroffen.

www.solarwirtschaft.de

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