Heizung -

Digitalisierung senkt den Wärmeverbrauch

Wer seine Heizungsanlage mit einer digitalen Steuerung ausrüstet, kann bis zu 15 % Heizenergie einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für technische Gebäudeausrüstung (ITG) Dresden.

Die Studie des ITG Dresden im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hat die Einsparpotenziale der digitalen Heizungsoptimierung untersucht. „Demnach könnten alleine durch die digitale Ausstattung von 100.000 Heizanlagen pro Jahr rund 284.000 MWh Heizenergie gespart werden. Bei der Sanierung einer veralteten Heizungsanlage liegen die Einsparpotenziale bei bis zu 30 %“, teilte der BDH am 18. September mit. In Kombination mit einer digitalen Steuerung wird der Betrieb der Anlage weiter optimiert und nur noch so viel Wärme bereitgestellt, wie benötigt wird, heißt es weiter aus Köln. Intelligente Steuerungen können zum Beispiel die aktuelle Wetterlage sowie die Wetterprognosen einbinden. Viele Produkte bieten zusätzlich eine Anwesenheitserkennung, welche die Heizung automatisch hochfährt, bevor die Bewohner zuhause sind. Zudem passen sich die lernenden Systeme den Gewohnheiten der Bewohner an, so der Verband.

Digitale Steuerungen sind Standard

Laut BDH bieten inzwischen fast alle Hersteller digitale Steuerungen an. Moderne Kessel seien heutzutage standardmäßig bereits ab Werk internetfähig und können mit einfachen Plug-and-Play-Lösungen mit dem Internet verbunden werden. Nach Verbandsangaben bieten die meisten Hersteller auch für ältere Modelle Nachrüst-Sets an. Bei allen Lösungen werde das Thema Datensicherheit von den deutschen Herstellern großgeschrieben. Sie setzen den Angaben zufolge „auf neueste Verschlüsselungstechnologien sowie höchste Sicherheitsstandards bei der Netzinfrastruktur“.

Mehr Komfort

Der BDH betont zudem: „Eine digitale Heizung ermöglicht nicht nur Energieeinsparungen, sie erhöht vor allem auch den Komfort.“ Mit speziellen Apps der Hersteller für Tablet und Smartphone kann die Anlage überall gesteuert werden. Zudem sei damit die Vernetzung mit einem SHK-Fachbetrieb möglich. „Ist eine Wartung erforderlich oder kündigen sich Fehler an, können diese frühzeitig vom Fachbetrieb erkannt und behoben werden. Ausfälle der Anlage können so vermieden werden“, ergänzte der Verband.

Digitalisierung als Baustein der Energiewende

Der digitalen Heiztechnik komme künftig „eine entscheidende Rolle“ zu. Weil Strom aus erneuerbaren Energien künftig zunehmend mit Wärmepumpen zum Heizen genutzt werden soll, diese Art der Stromerzeugung jedoch Schwankungen unterliegt, trägt die digitale Vernetzung laut BDH zu einem „möglichst umweltfreundlichen und kosteneffizienten Betrieb“ bei. Realisiert werde dies durch so genannte Home-Energy-Management-Systems (HEMS), in die auch andere Erzeuger und Verbraucher wie eine Photovoltaikanlage, eine Ladestation für das E-Auto, einen thermischer oder elektrischer Speicher eingebunden werden können. Das könne dem Nutzer ein Höchstmaß an energetischer Unabhängigkeit verschaffen.

Die Kurzstudie „Energieeinsparung Digitale Heizung“ finden Sie hier.

www.bdh-koeln.de

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