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Emissionsarme Feuerstätten: Datenbank gibt Auskunft

Eine Online-Datenbank des Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) gibt Auskunft darüber, auf welchem Stand der Technik die heimische Feuerstätte für feste Brennstoffe ist.

In Zusammenarbeit mit den Herstellern hat der HKI eine Online-Datenbank mit derzeit über 5.000 Geräten aufgebaut. Dort lässt sich über eine Suchfunktion ermitteln, ob der Kaminofen, Pelletofen, Kachelofen oder Heizkamin die vorgeschriebenen Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenstoffmonoxid einhält und das Prüf-Label „HKI-Cert“ tragen darf.

Frist für alte Feuerstätten bis Jahresende

Bis Ende 2017 müssen alle alten Kaminöfen, Kachelofeneinsätze sowie Heizkamine mit einer Typprüfung vor 1985 stillgelegt, nachgerüstet oder ausgetauscht werden, wenn sie die vorgegebenen Grenzwerte nicht erfüllen. Weitere Fristen laufen in den Jahren 2020 und 2024 ab. Dies schreibt die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1.BImSchV) vor.

Herstellerneutrale Typprüfung

Laut dem HKI wird „jede häusliche Feuerstätte für feste Brennstoffe, die neu auf den Markt kommt, von einer der sieben staatlich benannten deutschen oder einer europäischen Prüfstelle gemäß der zutreffenden DIN- und EN-Normen einer herstellerneutralen Typprüfung unterzogen“. Das soll gewährleisten, dass die Geräte ordnungsgemäß arbeiten und die Sicherheitsbestimmungen erfüllen. Darüber hinaus werden im Herstellerauftrag weitergehende Emissionsuntersuchungen durchgeführt. Vor einem Eintrag in die Datenbank überprüft und bewertet der HKI, inwieweit die Normanforderungen und die geplanten Emissions- und Wirkungsgradanforderungen erfüllt werden. Dazu reicht der Hersteller die Prüfberichte einschließlich der Aufstell- und Bedienungsanleitung sowie die CE-Konformitätserklärung beim HKI ein.

Feinstaubbelastung sinkt

„Bis heute wurden von den 10 Millionen Feuerstätten bereits 1,5 Millionen modernisiert. Weitere vier Millionen müssen bis zum Jahr 2024 ausgetauscht, stillgelegt oder nachgerüstet werden“, sagt HKI-Präsidentin Christiane Wodtke. Und das hat ihrer Ansicht nach einen guten Grund: „Moderne Einzelraumfeuerstätten heizen erheblich effizienter und emittieren bis zu 80 Prozent weniger Feinstaub als ihre Vorgänger aus den 1980er und 1990er Jahren“, so Wodtke.

www.ratgeber-ofen.de

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