Heizung -

Erdgas führt weiterhin im Neubau

Zukunft Erdgas wirbt für KfW-Förderung für den Heizungstausch

Die Brancheninitiative Zukunft Erdgas beruft sich auf Zahlen des Bundesverbandes der Heizungsindustrie (BDH): „Auf Gas basierende Heizsysteme sind mit einem Anteil von mehr als 50 % marktführend im Gebäudebestand. Und dieser Anteil wächst, denn von vier neu installierten Heizungen laufen drei mit Erdgas.“ Auch im Neubau bleibe Erdgas die erste Wahl von Bauherren. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes seien Gaslösungen mit 39 % auch bei den 2017 genehmigten Gebäuden die beliebtesten Heizsysteme. Zudem steige der Anteil an erdgasbasierter Fernwärme weiter an, argumentiert Zukunft Erdgas. „Um die Wärmewende sozialverträglich zu gestalten, müssen die Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Dafür braucht es einen funktionierenden Wettbewerb im Markt. Gas bietet den größten Klimaschutz zum kleinsten Preis und wird durch Innovationen wie Power-to-Gas in Zukunft selbst weitestgehend erneuerbar“, sagte Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas, auf den Berliner Energietagen 2018. Die neue Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende im Wärmemarkt voranzutreiben und hat daher im Koalitionsvertrag eine Neugestaltung des Gebäudeenergiegesetzes festlegt. „Möglichst viel CO2 pro Fördereuro einzusparen, muss – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – im Wärmemarkt zur Leitgröße werden. Dafür muss die KfW ihre etablierten Förderprogramme für den Heizungstausch weiter fortsetzen können“, betonte Kehler. Zudem fordert er „die Primärenergiefaktoren, die die wichtigste Planungsgröße für Gebäudeenergie sind, endlich am CO2-Ausstoß auszurichten“.

„Wir dürfen nicht mit Scheuklappen auf den Gebäudesektor blicken. Den Wärmemarkt durch eine reine Elektrifizierung zu dekarbonisieren, wird Jahrzehnte dauern und unnötig hohe Mehrkosten verursachen“, so Kehler. Laut einer Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) soll die Senkung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor mit Gastechnologien deutlich günstiger zu erreichen sein als mit einer Vollelektrifizierung. Darin werden verschiedene Szenarien für eine CO2-Reduktion des Gebäudesektors in Höhe von 80 bzw. 95 % gegenüber 1990 verglichen. Ein technologieoffener Ansatz ist bei gleicher CO2-Ersparnis bis 2050 um rund 390 Mrd. Euro günstiger als eine einseitige Sektorenkopplung auf Basis von Strom, zitiert die Brancheninitiative die dena-Studie.

www.zukunft-erdgas.info

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