Sanitär -

Barrierereduzierter Badumbau Förderung braucht ­Fortsetzung

Die Gelder für barrierereduzierende Maßnahmen sind aufgebraucht. Seit Anfang August ­können keine Zuschüsse im ­Rahmen des Programms 455 „Altersgerecht Umbauen“ der KfW mehr beantragt werden.

Wie die staatliche Förderbank verlauten ließ, seien die Gelder dafür wie schon im Vorjahr frühzeitig erschöpft. Die ­Förderung in Form eines zinsgünstigen Kredits „Altersgerecht Umbauen (159)“ bleibe hingegen bestehen. Bereits er­teilte Zusagen behielten ihre Gültigkeit. Die Frage, ob und wie es im nächsten Jahr weitergeht, wird im Zuschussportal indes nicht klar beantwortet.

Auch der Bonner Aktion Barrierefreies Bad bleibt zurzeit nur Spekulation. Wie es heißt, habe die amtierende Bundes­regierung für die kommenden Jahre zwar weitere Finanzspritzen vorgesehen. Ob diese jedoch zum Einsatz kämen, das hänge vor allem vom Ausgang der Neuwahlen Ende September ab. Die ­Initiative der Vereinigung Deutsche ­Sanitärwirtschaft (VDS) und des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) appelliert eindringlich, dass der aktuelle Schwebezustand nur von kurzer Dauer bleiben dürfe. Man fordere die neue Bundesregierung daher bereits zum jetzigen Zeitpunkt auf, die Förderung von barrierereduziertem Bauen, speziell im Badbereich, wie vorgesehen fortzusetzen – und das natürlich am besten ungekürzt mit jährlich 75 Millionen Euro.

Wichtige Impulse durch Investitions­förderung

Der VDS-Geschäftsführer Jens J. ­Wischmann weist ferner darauf hin, dass die demografische Entwicklung in Deutschland konsequentes, verlässliches Handeln über viele Jahre hinweg brauche. Investitionsförderungen wie das KfW-Programm 455 seien nicht nur aufs Bad bezogen eine her­vorragende Sache, sondern brächten ­darüber hinaus wichtige Impulse für ein schnelleres Umdenken ebenso in ­anderen Bereichen sowie nicht zuletzt der ganzen Gesellschaft. Zudem hätten sie einen positiven Effekt auf Wirtschaft und Beschäftigung.

Überrascht zeigten sich die Verantwortlichen der Aktion Barrierefreies Bad vom Zeitpunkt des Förderstopps. „Die Information, dass die Gelder trotz ­Auf­-stockung aufgebraucht sind, traf  den VDS mitten in der vorsorglichen ­Er­-stellung eines Leitfadens“, berichtet Wischmann. Da die Unterlage – eine wichtige Orientierungshilfe für Marktpartner und Endverbraucher – nun in Kürze zur Verfügung stehe, werde man diese trotz eventuell längerfristigem Programm-Stillstand in Umlauf bringen.

www.aktion-barrierefreies-bad.de

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