Sanitär -

Studie zur Handhygiene Hände Desinfizieren und Kosten Senken

Eine wissenschaftliche Studie hat den direkten Zusammenhang zwischen einem umfassenden Handhygieneprogramm im Berufsalltag und der Reduzierung von Krankenversicherungsansprüchen nachgewiesen. Das Fazit der Wissenschaftler: Arbeitgeber können mit dem richtigen Gesundheitsprophylaxe-Programm viel Geld sparen.

13 Monate lang hat ein unabhängiges Wissenschaftlerteam im Auftrag von GOJO Industries, dem Hersteller des Händedesinfektionsmittels Purell, getestet, wie sich der Einsatz von Hand­-­hy­gie­ne­programmen wie dem ­„Purell Starter Kit Bürohygiene“ in ­verschie-denen Arbeitsumfeldern auswirkt. Das Kit besteht aus verschiedenen Hand­hygieneprodukten und beinhaltet zwei 300-ml-Pumpflaschen „Purell Advanced Hygienisches Händedesin­fek­tionsmittel“ und eine Dose „Purell anti­bakterielle ­Hygienetücher Plus“ mit 270 Tüchern. Die Idee dahinter: Arbeit­geber platzieren das Kit einfach auf den Schreib­tischen ­ihrer Mitarbeiter, in Besprechungs­räumen, Cafeterias oder Lobbys und ­geben ihren Angestellten damit überall die Möglichkeit zur schnellen und regelmäßigen Handdesinfektion.

Handhygiene soll Unternehmen Geld sparen

Für die Studie „Impact of a Comprehensive Workplace Hand Hygiene Program“ haben Wissenschaftler des Medical ­Mutual of Ohio untersucht, wie sich die regelmäßige Anwendung des Kits auf die Gesundheit der Mitarbeiter ­auswirkt. Gegenstand der Forschung war außerdem, ob sich auf diese Weise auch Kosten durch Krankheitsausfälle in einer ­relevanten Größenordnung ­einsparen lassen. Die Forscher fanden heraus, dass sich die Fehlzeiten der rund 1.300 Arbeitnehmer, die an der ­Studie teilnahmen, mit der regelmäßigen Verwendung der Produkte um mehr als 13 % senken ließen. Damit wies erstmals ein Wissenschaftlerteam die posi­tive Wirkung eines ­kontinuierlichen Handdesinfektions­programms auf die Gesundheit von ­Arbeitnehmern nach. Nachzulesen sind die Ergebnisse im ­Detail im „Journal of Occupational and Environmental ­Medicine“.

24 % weniger Kosten bei Krankenkassenbeiträgen

Außerdem zeigte sich, welche Ausgaben Arbeitgeber durch den gezielten Einsatz von Handhygienemitteln einsparen ­können. So ließen sich laut der Studienergebnisse die finanziellen Ansprüche der Arbeitnehmer, die während einer ­Krankheit zum Beispiel durch Lohnfortzahlung oder Krankenkassenbeiträge entstehen, um mehr als 24 % senken.

Bezogen auf den deutschen Markt bedeutet das: Über 225 Mrd. Euro fallen laut Erhebungen des Statistikportals Statista Jahr für Jahr in Deutschland durch krankheitsbedingte Fehlzeiten von Mitarbeitern an. Überträgt man die Ergebnisse der Forscher aus Ohio auf diese Zahl, ließe sie sich durch den konsequenten Einsatz von Handdesinfektionsmitteln um 30 bis 40 Mrd. Euro ­reduzieren.

99,9 % aller Keime werden abgetötet

Die Purell-Produkte, bestehend aus ­Desinfektionsgels, -tüchern oder den Seifen der Schwestermarke GOJO, töten laut Hersteller 99,9 % aller krankheitsverursachenden Keime ab.

Kathy Golovan, Chief Health Officer am Medical Mutual of Ohio, sagt dazu: „Es handelt sich bei dem Kauf der Produkte um kein großes Investment. Aber der Return of Investment, der sich für Arbeitgeber aus ihrem Einsatz ergibt, ist riesig. Nicht nur aufgrund der Reduktion der Ausfallzeiten und der Kostenersparnis. Die Mitar­beiter­schaft merkt außerdem, dass sich der Arbeitgeber um ihr Wohlbefinden kümmert.“

Einsatzmöglichkeiten

Der Hersteller bietet Purell für ver­schiedene Einsatzmöglichkeiten an: Als Handdesinfektionsschaum in der 45-mm-Pumpflasche, die in Hand-, ­Akten- oder Anzugtaschen passt; oder als Spendersystem, das in Büros, Krankenhäusern, Schulen oder Kindergärten fest an der Wand installiert werden kann. Für berufliche Umfelder mit viel Publikumsverkehr eignen sich dagegen freistehende, mobile ­Stationen, die überall dort aufgestellt werden können, wo Bedarf besteht. Ebenfalls erhältlich sind Touch-Free- Spender. Das sind elektronische, be­rührungslose Desinfek­tionsmittel­spender mit Bewegungssensor. Der ­Bewegungssensor erkennt die Hände und dosiert automatisch die ­optimale Menge an Händedesinfek­tionsgel, ohne zu tropfen. In besonders konta­minierten Bereichen wie Toiletten soll diese Technologie Benutzer zusätzlich vor einer möglichen Keimübertragung durch Anfassen des Spender­systems schützen.

www.prodene.de

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