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vor Ort   ARGE Neue Medien Kompetenz für digitale Haustechnik

Mit Produktdaten will die ARGE Neue Medien weiterhin „Leader beim Datenqualitätsmanagement“ und „Treiber der Digitali­sierung“ sein. Daher werden eine Neuaufstellung und inter­nationales Wachstum ­vorangetrieben.

„Wir sind das Sprachrohr der Industrie und der Spezialist für Datenanforderungen aus Fachgroßhandel und Fachhandwerk“, betonte Frank Wiehmeier, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsge-

meinschaft Neue Medien, am 6. März auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Messe SHK Essen. Die branchengrößte Industrieorganisation sei das ­Synonym für „frühzeitige und bis dato erfolgreiche Digitalisierung in der SHK-Branche“. Seinen Angaben zufolge werden seit 30 Jahren unter dem Oberbegriff „Produktdaten“ allgemeingültige Standards geschaffen, Softwarelösungen abgestimmt und entwickelt sowie Formate festgelegt und umgesetzt. ­„Alle Daten und Informationen stehen den beteiligten Marktpartnern auf modernen, zuverlässigen Onlineplatt­formen und deren angeschlossenen ­Systemen bzw. Programmen kostenlos zur Verfügung“, so Wiehmeier. Seiner Ansicht nach ist Unternehmenserfolg eng mit dem Gelingen des digitalen ­Umbruchs verknüpft: „Nur wer künftig die gesamte Klaviatur in- und externer elektronischer Medien und Prozesse ­beherrscht, komplex vernetzt ist und dabei ein effizientes Benutzermanagement bietet, steht vor einer aussichtsreichen Zukunft.“

Unabhängige Datenversorgung

Die wachsende Konkurrenz habe neben neuen Datenanforderungen sowie in den Startlöchern stehenden Technologien dazu beigetragen, die Neuaufstellung der Marke „ARGE“ unter dem Leitmotiv „Kompetenz für digitale Haustechnik“ voranzutreiben. „Mit einer effizienten Mischung aus Bewährtem sowie aktuellen Analyse-, Qualitätssicherungs- und Managementaufgaben und nicht zuletzt dem Aufbau moderner Daten-Distribu­tionswege wollen wir den Grundstein für den künftigen Erfolg legen und darüber hinaus die eigene Attraktivität neu herausarbeiten“, stellte Wiehmeier klar. Laut dem ARGE-Vorstandschef stehen neben der Verbesserung der Außen­wirkung speziell die Sicherung der ­unabhängigen, kostenfreien Datenversorgung der Branche sowie die Schaffung bzw. Aufrechterhaltung einer zen­tralen Datenbasis für die Versorgung aller relevanten Plattformen auf der ­Prioritätenliste.

Auch Klassifizierungsinfos werden ­abgebildet

Von Bedeutung seien auch Themen wie EDI, BIM und ETIM. „Falls vorhanden, können die Mitglieder im Zusammenhang mit Datenlieferungen auch ­ihre Klassifizierungsinformationen mitschicken. Seit 2016 lassen sie sich im System abbilden. Wir haben bisher nur versäumt, das zu kommunizieren“, erklärte Wiehmeier, der bei Grundfos als Vertriebsdirektor für das Handelsgeschäft verantwortlich ist. Um auch künftig die reibungslose Koordination und Kommunikation von Branchenbelangen zu gewährleisten, treibe man nun die Neuaufstellung im organisatorischen und strategischen Bereich voran. Hinzu kämen moderne Technologien und ­Infrastrukturen, weiterentwickelte Koopera­tionen sowie Modifizierungen innerhalb der internationalen Ausrichtung.

Mitgliederprioritäten Europa und ETIM

Zu den auf der Pressekonferenz präsentierten Ergebnissen einer Mitgliederumfrage zählte die generelle Haltung zum Projekt Internationalisierung. Während 38,9 % die Teilnahme bestätigten, wurde sie von 28,7 % verneint. 32,4 % nehmen derzeit zwar nicht teil, „möchten aber mehr erfahren“, berichtete Frank Linning, Geschäftsführer der LinningPublic GmbH, die die Umfrage im Juli/August 2017 online durchgeführt hatte. Die Mitglieder, die auf der internationalen Plattform „Synomax“ bereits vertreten sind, priorisieren seinen Angaben zufolge dabei eindeutig Europa – aktuell wie auch künftig. Darüber hinaus gaben 72,2 % der Umfrageteilnehmer an, dass ETIM wichtig sei, ebenso die Begleitung des Themas durch die ARGE. Damit habe die Klassifizierung sogar einen noch ­höheren Stellenwert als BIM mit rund 10 % weniger Zustimmung auf die gleiche Frage.

Internationale Aufgaben

Laut Geschäftsführer Konrad Werning nimmt die Internationalisierung der ­ARGE an Fahrt auf. Außer den deutschsprachigen Ländern Schweiz und Österreich seien es vor allem Belgien, Frank-reich, Großbritannien, die Niederlande, ­Polen und Tschechien, in denen Aktivitäten forciert würden. Italien, Dänemark und Norwegen befänden sich noch in der Warteschleife. „Aber auch hier laufen schon die Recherchen, was die Mitglieder für welche Anforderungen in welchen Formaten einbringen müssen“, so Werning. Zudem arbeite man an der Entwicklung einer einheitlichen inter­nationalen Datenqualitätsrichtlinie. Die Data Quality Guideline (DQG) entstehe in Anlehnung an die ­nationale DQR und in Abstimmung mit der europäischen Dachorganisation des Großhandels (FEST).

Relaunch des Branchenportals

Vor einem Relaunch stehe die Homepage www.shk-branchenportal.de. ­Technologien, Oberfläche, Funktionen und nicht zuletzt Schnittstellen zu ­anderen Plattformen müssten aktu­alisiert werden. Laut Werning „eine ­restjahresfüllende Aufgabe“.

Schließlich ­bedeute die Neugestal-tung, die im Grunde eine Neuauf­setzung der branchenführenden Plattform sei, den ­Umzug von 2.500 GB ­geprüfter Datenqualität zum Herunterladen. So viel ­umfasse nämlich der ­Datenservice der mehr als 100 angeschlossenen Markenhersteller. „Jähr-lich verbuchen wir auf shk-branchen­portal.de 120.000 Datendownloads. Mehr als 20.000 Benutzer sind auf der Plattform registriert, rund 26.000 Unternehmen und 70 Softwarehäuser angebunden“, berichtete Werning in ­Essen. (mp)

www.arge.de

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