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Mepa: Reinhard Menden verlässt die Geschäftsführung, bleibt aber Gesellschafter

Beim Sanitärindustrieunternehmen Mepa – Pauli und Menden GmbH, Rheinbreitbach, bahnt sich eine personelle Veränderung in der Chefetage an. Reinhard Menden (61) wird sich im Laufe des nächsten Jahres aus der Geschäftsführung des Familienunternehmens und somit aus dem operativen Geschäft zurückziehen.

Reinhard Menden bleibt dem Unternehmen aber nicht nur als Gesellschafter erhalten, sondern auch in beratender Funktion. Dies bedeutet unter anderem, dass er die Zukunft von Mepa vor allem bei strategischen Entscheidungen im Bereich Technik und Produktentwicklung weiterhin wie bisher maßgeblich mitgestalten wird.

Stärkung der zweiten Führungsebene

Einen Nachfolger von Reinhard Menden in der Geschäftsführung wird es nicht geben. Reiner Pauli (54) wird als geschäftsführender Gesellschafter die operative Führung des Unternehmens alleinverantwortlich fortsetzen. Die Aufgaben des operativen Geschäfts von Reinhard Menden werden künftig auf mehreren Schultern verteilt. Vor diesem Hintergrund will Mepa die zweite Führungsebene stärken. Eine Schlüsselrolle spielt hierbei die Neubesetzung im Entwicklungsbereich. Dieser soll im Hinblick auf den Aufgaben- und Verantwortungsbereich erweitert werden. Ein geeigneter Kandidat mit hoher technischer Qualifikation sowie ausgeprägten Organisations- und Führungseigenschaften wird derzeit gesucht.

Inhabergeführtes Familienunternehmen

Da sich an der Gesellschafterstruktur nichts ändert und Reinhard Menden dem Unternehmen auch in strategischer Hinsicht verbunden bleibt, ist der Fortbestand von Mepa als inhabergeführtes Familienunternehmen rundum gesichert. Reiner Pauli: „Das Unternehmen ist kerngesund. Wir verfügen über eine solide finanzielle Basis mit hoher Eigenkapitalquote, sind hervorragend aufgestellt und blicken dank einer guten Geschäftsentwicklung mit Zuversicht in die Zukunft“. Weitere Investitionen in das Unternehmen stehen daher auf einem gesicherten Fundament. „Die Pläne für eine Modernisierung und einen Ausbau unseres Ausstellungs- und Schulungszentrums am Firmensitz in Rheinbreitbach sind unter Dach und Fach. Ende des Jahres beginnen die Bauarbeiten, im Sommer ist es bezugsfertig. Dann können wir das Schulungsangebot für unsere Fachpartner deutlich ausbauen“, betont Reiner Pauli.

Ähnlich positiv sieht auch sein Weggefährte Reinhard Menden die Zukunft des Unternehmens. Viel verspricht er sich auch von einer weiteren Investition, die in Kürze Früchte tragen wird: „Mit der Fertigstellung der Anlagen zur automatisierten Fertigung unserer Montagerahmen für superflache Duschwannen sind wir in einem wachstumsträchtigen Marktsegment mehr denn je hervorragend aufgestellt“.

Auf seine neuen Aufgaben für Mepa freut Reinhard Menden: „Dadurch, dass ich nicht mehr im operativen Geschäft eingebunden sein werde, bekomme ich den Kopf frei für neue Ideen, die dem Unternehmen sicherlich umfassend zugutekommen werden“.

Das Unternehmen

Reinhard Menden und Reiner Pauli hatten das von ihren Vätern Leo Menden und Willi Pauli im Jahr 1963 gegründete Unternehmen in der zweiten Familiengeneration übernommen und durch den Einstieg in neue Produktbereiche zu einem breit aufgestellten Anbieter innovativer Sanitärlösungen weiterentwickelt.

Ihre Väter gelten als Pioniere der Wanneneinbautechnik. Durch die Erfindung der ersten stufenlos höhenverstellbaren Wannenfüße im Jahr 1970 haben Leo Menden und Willi Pauli den Einbau von Dusch- und Badewannen revolutioniert und dafür gesorgt, dass die bis dato übliche Untermauerung der Wannen mit Mörtel und Steinen fortan der Vergangenheit angehörte – eine spektakuläre Erfindung, die ohne Frage zu den wichtigsten Meilensteinen in der Geschichte der Sanitärtechnik zählt.

Laut eigenen Angaben gehört Mepa heute nicht nur in der Wanneneinbautechnik und deren Abdichtung zu den führenden Anbietern, sondern auch bei Systemlösungen für bodengleiche Duschen, Vorwandinstallationssystemen mit UP-Spülkästen, Betätigungsplatten sowie elektronischen Spülsystemen für WCs, Waschtische und Urinale.

Das Unternehmen zählt 150 Mitarbeiter und besitzt Fertigungsstätten am Firmensitz in Rheinbreitbach sowie in Pegau bei Leipzig. Beide Standorte zusammengerechnet, besitzt Mepa eine Gebäudefläche von 14.100 Quadratmetern für die Produktion und Verwaltung inklusive Ausstellungs- und Schulungszentren.

Innovationen der jüngeren Zeit

Dies sind zum Beispiel das „Air-WC“ mit integriertem Radiallüfter zur filterlosen Geruchsabsaugung durch das Spülrohr, die wandintegrierte „TersoWALL“-Duschrinne, die Montagerahmen zum Einbau superflacher Duschwannen sowie das Wannenabdichtband „Mepa-Aquaproof“, mit dem selbst im Wanneneckbereich eine spannungsfreie und dauerhaft wasserdichte Fugenausführung mühelos möglich ist.

Die hohe Qualität der Mepa-Endprodukte manifestiere sich unter anderem durch umfassende Garantien. So besitzen beispielsweise die meisten Produkte der Wanneneinbautechnik den Vorteil einer 30-jährigen Qualitätsgarantie, die UP-Spülkästen „Sanicontrol A31/B31“ werden mit einer 10-jährigen Installateurgarantie angeboten, heißt es weiter aus Rheinbreitbach.
(Autor: Lutz Fälker, DJV)

www.mepa.de

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