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Neuer VDS-Vorstand

Trotz nach wie vor überwiegend guter Konjunkturdaten und fundierter Zukunftschancen sollte die Branche nicht auf die Aktivitäten-, Kommunikations- und Innovationsbremse treten. Im Gegenteil sprechen viele bekannte und neue Herausforderungen eher dafür, das Tempo zu erhöhen. Dazu eignet sich auch ein leistungsstarker Dachverband.

Dieses Meinungsbild prägte Ende November 2017 die Informationen und Diskussionen während der Mitgliederversammlung der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in Bonn.

Laut aktuellen ifo-Schätzungen steigt die Umsatzkurve der Sanitärbranche weiter kontinuierlich an. Während danach für 2017 ein nominelles Plus von 2,5 % auf 24,4 Mrd. Euro zu erwarten ist, prognostiziert das Institut für 2018 ein prozentual gleiches Wachstum auf dann 25 Mrd. Euro. Die Verkaufserlöse im Inland seien daran mit 20,7 Mrd. Euro (20,2 Mrd. Euro) und die im Ausland mit 4,3 Mrd. Euro (4,2 Mrd. Euro) beteiligt. Die unveränderte und im Prinzip „natürlich erfreuliche“ Vollauslastung des Handwerks verhindere einen noch kräftigeren Aufschwung. Die Lösung des Kapazitätsproblems bleibe daher eine zentrale gemeinsame Aufgabe. Das Vorfertigungskonzept der von der VDS initiierten „Werkstatt Bad“ zeige eine mögliche Alternative auf.

Wie die Dachorganisation meldet, wurde während der Versammlung eine Reihe weiterer branchen- und badrelevanter Herausforderungen thematisiert. Dazu gehörten der demografische Wandel, klar erkennbare gesellschaftliche Tendenzen wie die erheblich größere Bedeutung von Gesundheit, Individualität und selbstbestimmtem Leben auch im Alter, die zunehmend in den Fokus rückende häusliche Pflege, der onlineaffine „Konsument von morgen“ und die auf vielen Ebenen fortschreitende Digitalisierung. Auf allen Feldern müsse sich die Sanitärwirtschaft konsequent positionieren und dabei möglichst geschlossen auftreten.

Insgesamt verfüge die Branche neben einer günstigen Ausgangssituation über eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung. Das habe gerade die neue, im Herbst 2017 veröffentlichte Bad-Grundlagenstudie mit ihren detaillierten repräsentativen Resultaten dokumentiert. Der dadurch u. a. erhärtete Kompetenzstatus der Profi-Schiene beim Verbraucher sei eine „ausgezeichnete Basis“ für den Erfolg einer gezielten Bedarfslenkung. Darauf komme es in der gegenwärtigen Marktphase wohl in erster Linie an.

Einstimmiges Vertrauen

Für die nächsten drei Jahre stellten die Repräsentanten von Industrie, Fachgroßhandel und Fachhandwerk bei den turnusmäßigen Wahlen von Vorstand und PR- und Marketing-Ausschuss personelle Weichen.

Ein klares Signal der Geschlossenheit sei die einstimmige Wahl des vierköpfigen Vorstandes für die nächste Periode bis 2020. Neuer Vorsitzender ist danach Andreas Dornbracht, der in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des VDMA-Fachverbandes Armaturen den nicht mehr kandidierenden Hartmut Dalheimer ablöste. Dornbracht würdigte die Verdienste seines Vorgängers und betonte, dass er die VDS professionell, ideenreich und mit der nötigen Gelassenheit gelenkt und ihr breites Leistungs- und Aktivitätenportfolio wesentlich beeinflusst habe. Als stellvertretenden Vorsitzenden bestätigte die Versammlung Dr. Rolf-Eugen König, der dem Geschäftsführenden Vorstand des DG Haustechnik angehört und damit den Fachgroßhandel vertritt. Im Vorstand sind künftig nach dem Votum der Mitglieder außerdem der ZVSHK -Vizepräsident Michael Hilpert für das Fachhandwerk und der IFS- Vorsitzende Thilo Pahl für die Sanitärindustrie tätig.

Die Wahl des PR- und Marketing-Ausschusses, in dem sich alle Vertriebsstufen u. a. für eine öffentlichkeitswirksame Bad-Kommunikation engagierten, sei ebenfalls einstimmig erfolgt. Er setze sich in den nächsten drei Jahren aus Peter Küpper (Vorstandsmitglied bei der SHK-Innung Bonn/Rhein-Sieg) als Vorsitzender, Sabine Meissner (burgbad) als stellvertretende Vorsitzende, Birgit Jünger (ZVSHK), Achim Laubenthal (DG Haustechnik), Katja Zimmermann (Keuco) und VDS- Geschäftsführer Jens J. Wischmann zusammen. Verabschiedet wurde mit Werner Hirschler der bisherige langjährige Ausschuss-Vorsitzende. Er prägte die Gremienarbeit laut Dornbracht u. a. durch „Humor, Frische und Herzlichkeit“.

www.sanitaerwirtschaft.de

VDS-Mitgliederversammlung 2017
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