Sanitär -

Küchenplanung Profisache

Die Küche hat sich gewandelt: Waren einst praktische und platzsparende Kochzeilen gefragt, tendieren Kunden heute zu komplexen offenen Wohnräumen mit freistehenden Inseln. Für Fachhandwerker bedeutet das eine umfangreichere Beratung bereits zu Beginn der Planung. SHK-Anlagenmechanikerin Sandra Hunke spricht im Interview über aktuelle Küchentrends, moderne Armaturenlösungen und gibt Tipps zu Beratung und Einbau.

Warum und vor allem wann kommt ein Kunde in Sachen Küche zum Sanitär-Profi?

Sandra Hunke: Als ich vor acht Jahren meine Ausbildung als Anlagenmechanikerin begonnen habe, wurden wir fast ausschließlich zur Nachrüstung gerufen. Oder eben wenn etwas defekt war. Inzwischen hat sich das aber verändert. Jetzt werden wir häufig schon bei der Planung intensiv mit einbezogen. Und die ist komplexer geworden. Für viele Kunden gilt die ­Küche heute als Mittelpunkt des Wohnraums.

Wie äußert sich das?

Hunke: Wir kochen nicht mehr nur, um satt zu werden. Vielmehr tun wir das gemeinsam mit dem Partner, der Familie oder Freunden, um Zeit miteinander zu verbringen und diese zu genießen. Oder wir gehen dem Kochen als Hobby und ­Leidenschaft nach. Kochen liegt also absolut im Trend. In­zwischen gibt es ja mehr Sterneköche in TV-Shows als in ­Restaurants.

Die Küche ist aber nicht nur zentraler Lebensraum, sondern zudem eine Art Statussymbol, was sich unter anderem in der Ausstattung zeigt. Kochinseln etwa sind hochmodern und von zahlreichen Kunden gewünscht. Die platzsparende und prak­tische Küchenzeile hingegen ist zunehmend passé. Auch die klassische Trennung zwischen Küche und Esszimmer wird ­aufgehoben.

Als SHK-Anlagenmechanikerin nehmen Sie also zunehmend eine beratende Rolle ein. In welchen Bereichen sind Kunden unsicher, bzw. was sind häufig gestellte Fragen?

Hunke: Neben einem tollen Design sind Funktionalität und Trinkwasserhygiene den Kunden sehr wichtig. Sie möchten nicht nur eine Armatur, aus der kaltes und warmes Wasser kommt. Sie muss zudem praktische Features besitzen – zum Beispiel einen hohen Auslauf haben und um 360 ° schwenkbar sein. Außerdem sollen die Spüle und die damit verbundene Armatur häufig an eine andere Stelle in der Küche verlegt werden, zum Beispiel mitten in den Raum. Hier ist der Kunde oft unsicher, ob das überhaupt realisiert werden kann. Der Profi prüft dann also, wie Wasseranschlüsse und Wasserabfluss ­verlegt werden können und berät entsprechend.

Warum ist es für SHK-Profis so wichtig, an der Beratung teilzuhaben?

Hunke: Eine moderne Wohnküche hat inzwischen mehr Wasseranschlüsse als ein Bad (lacht). Spülmaschine, Kon-vektomat (Backofen mit Wasseranschluss), Kühlschrank mit Wasseranschluss und natürlich die Spüle mit der Armatur. Soll das alles in eine Kochinsel integriert werden, muss viel beachtet werden. Da ist in jedem Fall ein Profi gefragt. Und die Planung gemeinsam mit dem Kunden macht natürlich sehr viel Spaß.

Welche Tipps geben Sie SHK-Profis für die Beratung bzw. den Umgang mit Kunden mit auf den Weg?

Hunke: Als SHK-Profi haben wir die Verantwortung, unsere Kunden gut zu beraten. Ich erlebe es noch oft, dass sich Kunden schnell eine Armatur aussuchen, die optisch gefällt, sich aber im Vorfeld wenig Gedanken machen, wie diese später ­eigentlich zu nutzen ist. Erst nachdem die Armatur im Einsatz war, stellen die Kunden dann fest, dass diese gar nicht so praktisch ist. Da sind wir im Vorfeld als Profis gefragt. Tolles Design und hohe Funktionalität sind heute die Zauberwörter. Es ist wichtig, den Kunden die für sie passenden Lösungen aufzuzeigen, die Vorteile klar zu benennen und Empfehlungen je nach den individuellen Anforderungen auszusprechen. So eignen sich zum Beispiel auch intelligente Hybrid-Armaturen perfekt für anspruchsvolle Küchen. Diese können manuell und auch berührungslos bedient werden, was super praktisch und auch sparsam ist. Auf hochwertige Materialien hinzuweisen, damit die Trinkwasserqualität nicht beeinträchtigt wird, sollte dabei selbstverständlich sein.

Sind in der Küche andere Kriterien für die Armaturenauswahl ­relevant und welche wären das?

Hunke: Die Armatur in der Küche muss eine große Bandbreite abdecken: Hände waschen, Lebensmittel und Geschirr ab­spülen oder auch die Nutzung als Wasserentnahmestelle. Multifunktionalität ist hier gefragt. Dabei soll sie gleichzeitig leicht zu pflegen sein. Auch Trends, wie die zur Wohnküche, beeinflussen diese Kriterien. Die Kunden bewirten ihre Gäste in der Küche und wollen alles perfekt haben, etwas Einzigartiges und Schönes präsentieren. Darum wird immer mehr Wert aufs Design gelegt.

Was ist Ihnen als Profi beim Einbauen von Armaturen wichtig? Worauf achten Sie?

Hunke: Beim Kunden achte ich als Erstes natürlich darauf, ob ich eine Hochdruck oder Niederdruck Armatur benötige. Als Profi ist es mir für den Einbau immer wichtig, dass die Armatur leicht zu montieren und auch dauerhaft sicher ist. Für die Hansapinto und Hansadesigno Style Küchenarmaturen hat Hansa das zum Beispiel perfekt mit dem 3S-Installationssystem gelöst. Ein großer Vorteil dabei: Statt aus vielen Einzelteilen, die erst mühselig zusammengeschraubt werden müssen, besteht das
3S-Installationssystem aus nur einem Bauteil. Alle wichtigen Komponenten für die Befestigung, wie Anzugsplatte, Dichtung und Mutter, sind integriert. So kann ich sämt­liche Montageschritte präzise und schnell durchführen.

Warum ist es so wichtig, dass Spültisch-Armaturen aus hoch­wertigen Materialien hergestellt sind?

Hunke: Es gibt im Handel immer noch „Billig-Armaturen“, aus deren Messinglegierung sich die darin enthaltenen Schwermetalle mit der Zeit auswaschen können. Gerade in der Küche ist gute Qualität ein Muss, da wir mit dem Wasser kochen und es trinken. Das wollen wir natürlich guten Gewissens tun. Bei Hansa bin ich da zum Beispiel immer auf der sicheren Seite, da der Hersteller extrem viel Wert darauf legt, die hohe Qualität des Trinkwassers bei seinem Weg durch die Armatur durchgängig zu bewahren. Küchenarmaturen mit dem Hansaprotec-System tragen dazu entscheidend bei. Es umfasst und sichert diejenigen Bereiche in der Armatur, die mit Trinkwasser in Berührung kommen. Für alle wasserführenden Teile verarbeitet Hansa daher ausschließlich eine besonders hochwertige Messinglegierung, die ent­zinkungsbeständig und resistent gegen Korrosion ist. Alle Messingteile in Trinkwasserkontakt sind frei von Nickel­beschichtung.

Welche Küchenarmatur empfehlen Sie sowohl SHK-Profis als auch Kunden am Liebsten?

Hunke: Ganz klar die Hansadesigno Style. Tolles Design, hohe Funktionalität, gute Qualität, sparsam und mit elektro­nischem Absperrventil, das den Wasserfluss automatisch ­reguliert – die Küchenarmatur erfüllt für mich alle wichtigen Kriterien.

www.hansa.de

Sechs Vorteile von berührungslosen Armaturen

Bild ohne Titel - 1667228
Bei der berührungslosen Funktion der Hansafit Hybrid fließt automatisch Mischwasser – perfekt für hygienisches Arbeiten. -

1. Weniger Keime, mehr Hygiene

Es ist kein direkter Hautkontakt notwendig. Dadurch gelangen weniger Bakterien, Finger- und Tropfwasserspuren auf die Chromoberfläche. Deshalb bleibt diese länger sauber und muss seltener gereinigt werden.

2. Wasser und Kosten sparen

Berührungslose Armaturen sind besonders sparsam. Das Wasser fließt nur, wenn es tatsächlich benötigt wird. Durch diesen reduzierten Wasser- und Energieverbrauch werden Umwelt und Finanzen geschont.

3. Intuitive Bedienung

Berührungslose Armaturen werden wegen ihres besonderen Komforts geschätzt. Das Wasser läuft automatisch – ganz ohne Betätigung des ­Hebels. Sobald sich die Hände dem Sensor nähern, fließt das Wasser und stoppt, wenn sich diese wieder entfernen.

4. Für die ganze Familie

Für Jung und Alt sind berührungslose Armaturen bestens geeignet: Sie sind intuitiv bedienbar und leicht verständlich. Kinder wissen sofort was zu tun ist und auch ältere Menschen freuen sich über den Komfort. Die voreinstellbare Temperatur bietet stets eine angenehme und sichere Wassernutzung.

5. Ästhetisches Design

Im Bad und in der Küche sind nicht nur Technik, sondern auch Optik wichtig. Eine große Auswahl berührungsloser und Hybrid-Armaturen stellt Hansa in mehreren Varianten zur Verfügung – perfekt für moderne Raumgestaltungen.

6. Intelligente Steuerung

Die Armatur reagiert präzise auf die Hand des Nutzers. Das macht die patentierte PSD-Technologie im ­Infrarot-Sensor möglich. Dieser erkennt zuverlässig die genaue Handposition des Nutzers – unabhängig von Faktoren wie Wassertropfen, Lichtreflexion oder spiegelnden Oberflächen. Das garantiert einen schnellen und intuitiven Wasserfluss.

Für Fachhandwerker: Gut zu Wissen

Sanitärinstallateure müssen keine Berührungsängste haben: Einbau und Wartung der berührungslosen Armaturen sind problemlos zu handhaben, erklärt Hansa. Die batteriebetriebenen Varianten müssen nicht an das Stromnetz angeschlossen werden, es ist also kein Fachwissen in Elektronik nötig. Das kleine Kästchen für die Batterie ist leicht zu tauschen und damit auch für die Aufwertung bzw. das Upgrading bestehender Anlagen geeignet.

© si-shk.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Newsletter