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Verbände trommeln für die Wärmewende

Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), der Deutsche Großhandelsverband Haustechnik (DG Haustechnik) sowie der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat auf der Deutschen Wärmekonferenz an die künftige Bundesregierung appelliert, die Wärmewende in der kommenden Legislaturperiode mit Nachdruck voranzutreiben.

Nach Ansicht der drei Spitzenverbände der Heizungsbranche kann der Wärmemarkt mit seinen enormen Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenzialen einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten. In einem gemeinsamen Papier fordern die Verbände vor allem, die seit Jahren diskutierte steuerliche Förderung für energetische Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand in die Tat umzusetzen. „Meint man es ernst mit der Energiewende, muss die künftige Bundesregierung den größten Energieverbrauchssektor, den Gebäudebereich, stärker adressieren. Dies gelingt nicht über Zwänge und Verbote, sondern erfordert Anreize. Eine attraktive technologieoffene steuerliche Förderung würde den seit Jahren bestehenden Modernisierungsstau endlich auflösen“, stellte BDH-Präsident Manfred Greis Ende Januar auf der Konferenz in Berlin klar.

Kein Förderstopp für Brennwerttechnik

„Gemeinsam mit unseren Marktpartnern steht das Fachhandwerk bereit, die Wärmewende umzusetzen“, sagte ZVSHK-Präsident Friedrich Budde. „Der Großhandel trägt als Dienstleister gemeinsam mit seinen Partnern aus Handwerk und Industrie zum Gelingen der Energiewende bei. Wir stehen für einen freien Wettbewerb der Technologien. Anschluss- und Benutzungszwänge per se sind daher weder energiepolitisch noch wirtschaftlich sinnvoll“, betonte Barbara Wiedemann, zweite Vorsitzende des DG Haustechnik.

Vereinfachung der Förderlandschaft

Neben der steuerlichen Förderung sprechen sich BDH, ZVSHK und DG Haustechnik für die geplante Zusammenführung der KfW-Förderprogramme mit denen des Marktanreizprogrammes (MAP) und die damit einhergehende Vereinfachung der Förderlandschaft aus. Kritisch sehen die Verbände allerdings den für 2019 geplanten Förderstopp für die hocheffiziente Brennwerttechnik angesichts von 13 Mio. Bestandsanlagen mit völlig veralteten Wärmeerzeugern. BDH-Präsident Greis machte deutlich, dass mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zwar die Bedeutung der Wärmepumpe auch in Bestandsgebäuden langfristig stark zunehmen müsse und werde. Um die Sanierungsrate jedoch jetzt in der mit Blick auf die Klimaziele 2030 gebotenen Geschwindigkeit zu steigern, dürfe die Brennwerttechnik mit ihrem hohen Marktanteil nicht durch Ankündigung eines Förderstopps diskriminiert werden. Das zementiert nach Ansicht der Verbände den Modernisierungsstau und könne viele potenzielle Investoren von der Modernisierung ihrer Altanlagen abhalten.

Das Forderungspapier der Spitzenverbände der Heizungswirtschaft BDH, ZVSHK und DG Haustechnik für die Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD „Klimaschutz braucht dynamische Energiewende im Wärmemarkt“ finden Sie hier.

www.bdh-koeln.de

www.dg-haustechnik.de

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