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WorldSkills 2017: Lukas Heyn zog für Deutschland in die Wüste

Lukas Heyn, 21, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik (SHK), wurde schon im Vorfeld als Favorit bei den WorldSkills 2017 gehandelt. Die Weltmeisterschaft der Berufe fand dieses Jahr in der Wüste statt. Vom 14. bis zum 19. Oktober hatten 1.200 der besten Fachkräfte aus 77 Ländern in 51 Berufsdisziplinen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in Abu Dhabi unter Beweis zu stellen.

CWS-boco stattete die Teilnehmer für Abu Dhabi mit branchenspezifischer Berufskleidung für Training und Wettbewerbe sowie mit Freizeit- und Business-Kleidung aus. Ingeborg Mell, Handwerksexpertin bei CWS-boco, traf die Nachwuchstalente regelmäßig und sorgte dafür, dass sie perfekt ausgerüstet sind. Sie befragte Lukas Heyn zu seiner WorldSkills-Teilnahme.

Es hat leider nicht ganz gereicht zum Gewinn bei den WorldSkills! Wie war es für dich?

Lukas Heyn: Ja, die Konkurrenz war sehr stark. Natürlich hängt ein Sieg auch immer von der Tagesform und dem Material ab. Aber es war eine schöne und wichtige Erfahrung für mich bei diesem Wettbewerb dabei zu sein. Es hat trotzdem großen Spaß gemacht und ich bin stolz auf meine Leistung.

Wie bist du zum SHK Handwerk gekommen?

Heyn: Ich arbeite in unserem Familienbetrieb Heyn und Söhne in Hartenstein bei Zwickau. Uns gibt es schon in der 5. Generation. Ich habe dort meine Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK gemacht. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und macht Spaß. Ich mag es mir handwerkliches Know-How anzueignen und auch privat einzusetzen. Ich befinde mich gerade in meiner Meisterausbildung, aber pausiere gerade, da ich mich ganz auf die Vorbereitung der WorldSkills konzentrieren wollte.

Wie kamst du dazu, dich für die WorldSkills zu bewerben?

Heyn: Ich kenne Nathanael Liebergeld, den SHK-Weltmeister der WorldSkills 2015, gut. Wir haben dieselbe Berufsschule besucht. Durch ihn wurde ich erstmals auf den Wettbewerb aufmerksam. Ich habe dann auch seinen Trainer André Schnabel kennengelernt. Er hat mich motiviert, selbst an den WorldSkills teilzunehmen und half mir bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb. Für meine Fragen hatte auch Nathanael ein offenes Ohr.

Wie hast du dich für die Weltmeisterschaft qualifiziert?

Heyn: Ich habe meine Gesellenprüfung als Innungsbester abgeschlossen. 2016 gewann ich den Leistungswettbewerb der Handwerksjugend auf Landesebene und konnte schließlich am Qualifizierungswettbewerb in Schweinfurt teilnehmen. Nach dem Endausscheid in Leipzig war ich noch Sieger bei der WS Competition in China. Die Qualifizierungsphase dauerte zwei Monate.

Du warst einer der Favoriten im Wettbewerb. Wie hast du dich vorbereitet?

Heyn: Mein Trainer hat sich gute Chancen für mich ausgerechnet. Aber alleine die Teilnahme an den WorldSkills ist ein Sieg für unsere Nationalmannschaft. Ich hatte vier Wettkampftage. In den Aufgaben findet sich meist alles Wichtige wieder, was man an Kenntnissen in unserem Beruf braucht. Ich habe mich mental und inhaltlich insgesamt sieben Monate alleine und mit meinem Trainer André intensiv auf den Wettbewerb im Bundesleistungszentrum in Schweinfurt vorbereitet.

Worauf hast du dich im Vorfeld am meisten gefreut?

Heyn: Ich habe mich besonders darauf gefreut, die Teilnehmer aus den anderen Ländern kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Außerdem hatte ich nur das Beste von der Eröffnungs- und Abschiedsfeier gehört. Ich habe auch versucht, ein bisschen bei den anderen Skills zuzuschauen. Es war wirklich eine unvergessliche Zeit.

Wie wichtig ist die richtige Berufskleidung bei der Arbeit?

Heyn: Für mich muss die Kleidung bequem und strapazierfähig sein. Hier hat sich boco bewährt. Während des Wettbewerbs in China wurde ich schon häufig auf die tolle Kleidung angesprochen und ich freue mich wieder in der SHK Verbandskleidung von boco im Wettbewerb anzutreten.

Was kommt für dich nun nach den WorldSkills?

Heyn: Ich werde jetzt auf jeden Fall meine Meisterprüfung fortsetzen. Es würde mir auch viel Spaß machen, selbst junge Leute auszubilden. Außerdem will ich meiner Freizeit wieder mehr kreative Projekte angehen, bei denen ich Handwerk und Kunst verbinden kann.

www.cws-boco.de

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