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100.000ster Solarstromspeicher installiert

In einem Haus im brandenburgischen Eichenwalde wurde Ende August der 100.000ste Solarstromspeicher in Deutschland in Betrieb genommen.

„Das ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Umsetzung der Energiewende. Speicher stützen schon jetzt die Stromnetze und werden in Zukunft auch eine weiter wachsende Bedeutung erlangen“, erklärte Thomas Bareiß, parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, bei der Inbetriebnahme. Seiner Aussage zufolge sind die Kosten für Batteriespeicher seit 2013 um mehr als 50 % gesunken. „Das trägt dazu bei, die Energiewende bezahlbarer zu machen. Außerdem erweitern Speicher die Flexibilitätsoptionen für ein intelligentes Lastmanagement. Flexible Lösungen wie diese tragen dazu bei, die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland auch künftig zu gewährleisten“, betonte Bareiß.

Kosten für Batteriespeicher seit 2013 um 50 % gesunken

„Durch eine erfreuliche Investitionsbereitschaft vieler Bürger, die Innovationskraft der Branche und das vor fünf Jahren von der Bundesregierung gestartete Marktanreizprogramm konnten die Preise für Solarstromspeicher stark reduziert und zugleich die Leistungsfähigkeit der Systeme ausgebaut werden“, ergänzte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). Wenn die Politik die Energiewende jetzt konsequent weiterführt, werden Solarspeicher seiner Ansicht nach schon bald zum gängigen Standard. „Wir freuen uns, dass heimische Speicheranbieter zur Weltspitze zählen und davon besonders profitieren“, so Körnig. Nach Angaben des BSW-Geschäftsführers „bestellen mehr als die Hälfte der Käufer von Photovoltaikanlagen gleich einen Batteriespeicher mit, weil sie damit ein hohes Maß an Unabhängigkeit erreichen können und einen Beitrag zur Energiewende leisten wollen. Mit diesem Schwung werden wir den nächsten Meilenstein, 200.000 Solarbatterien, bereits in zwei Jahren erreichen.“

Speicher entlasten und stabilisieren das Stromnetz

Laut dem BSW entlasten und stabilisieren Solarstromspeicher in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage das Stromnetz vor Ort, weil sie Erzeugungs- und Verbrauchsspitzen abfedern. Darüber hinaus können Speicher durch die Bereitstellung der sogenannten Blindleistung rund um die Uhr das Ortsnetz stützen. „Dadurch kann der Netzausbau insbesondere für das Laden von Elektroautos verringert werden, denn an der gleichen Leitung lassen sich so zusätzliche Verbraucher mit Strom versorgen“, heißt es weiter aus Berlin.

Bereitstellen von Regelleistung

Werden Batteriespeicher vernetzt, können sie auf allen Spannungsebenen das Stromnetz stützen und sogar Funktionen von klassischen Kraftwerken übernehmen. Dazu zählt zum Beispiel das Bereitstellen von Regelleistung, die Übertragungsnetzbetreiber einsetzen, um schwankende Stromnachfrage und Stromangebot auszugleichen. Mit positiver Regelenergie decken sie die Lücke, die entsteht, wenn zu einem Zeitpunkt mehr Strom nachgefragt als ins Netz eingespeist wird, so der BSW. Negative Regelenergie wird eingesetzt, wenn zu viel Strom im Netz ist und kurzfristig zusätzliche Abnehmer gebraucht werden. Gerade hier liege ein großer Bedarf an Speicherkapazität.

www.solarwirtschaft.de

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