72 % der Handwerksbetriebe blicken optimistisch auf 2026

Trotz Rezession & Fachkräftemangel blickt das deutsche Handwerk überwiegend positiv auf das Jahr 2026. Das zeigt eine Befragung von Hero Software unter 200 Handwerksbetrieben.

Die anhaltende Rezession und schwache Nachfrage (50 %) wirken deutlich.
Die anhaltende Rezession und schwache Nachfrage (50 %) wirken deutlich. – © Hero Software

Das deutsche Handwerk blickt trotz schwieriger Rahmenbedingungen mehrheitlich mit Zuversicht auf das kommende Jahr. In einer Befragung von Hero Software (hero-software.de/) unter 200 Handwerksbetrieben aus dem Bauhandwerk geben 72 % an, optimistisch auf 2026 zu blicken.

Rückblickend sind 80 % trotz Rezession, Fachkräftemangel und hoher Bürokratiebelastung mit dem wirtschaftlichen Erfolg ihres Betriebs im Jahr 2025 zufrieden. Zugleich stuft rund ein Drittel die Rezession als sehr stark oder deutlich spürbar ein.

Herausforderungen und Hebel für 2026

Trotz des Optimismus ist der Ausblick nicht sorgenfrei. Die größten Belastungen bleiben steigende Kosten für Material, Energie und Löhne (68 %) sowie Bürokratie und gesetzliche Vorgaben (66 %). Die anhaltende Rezession und schwache Nachfrage (50 %) wirken jedoch deutlich. Insgesamt bewertet etwa ein Drittel die Rezession als sehr stark oder deutlich spürbar.

Der Fachkräftemangel wiegt ebenfalls schwer (49 %) und beeinflusst bei 75 % der Betriebe bereits die Planung für 2026. Um dennoch erfolgreich zu sein, setzen die Unternehmen vor allem auf qualifiziertes Personal (68 %), starke Kundenbeziehungen (54 %) und moderne Technik/Digitalisierung (52 %).

Entsprechend planen viele Investitionen in Marketing und Vertrieb (56 %), die Weiterbildung der Mitarbeiter (54 %) sowie in Digitalisierung und Software (50 %).

Dennoch blickt das Handwerk überwiegend optimistisch auf 2026.
Dennoch blickt das Handwerk überwiegend optimistisch auf 2026. – © Hero Software

Bilanz 2025 und Erwartungen an die Politik

Der Großteil der Betriebe (80 %) ist mit dem wirtschaftlichen Erfolg 2025 zufrieden und bewertet das Jahr überwiegend mit Schulnoten zwischen 1 und 3.

Für 2026 richtet sich der Blick auf bessere Rahmenbedingungen: 84 % wünschen sich weniger Bürokratie und einfachere Vorschriften. 74 % fordern steuerliche Entlastungen.

Auf persönlicher Ebene gehören bei den Handwerksunternehmern weniger Stress im Arbeitsalltag und eine bessere Work-Life-Balance zu den häufigsten Vorsätzen für das kommende Jahr.

Größter Erfolg 2025: Digitalisierung des Betriebs

Im Rückblick auf 2025 dominiert die Digitalisierung des Handwerksbetriebs als Erfolgsthema. Rund zwei Drittel der Betriebe geben an, ihre Prozesse deutlich digitalisiert und papierbasierte Arbeit reduziert zu haben. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Neukundengewinne (54 %) und Umsatzsteigerungen (51 %).

„Digitalisierung ist im Handwerk kein Nice-to-have mehr, sondern ein unersetzlicher Produktivitätsmotor. Wer Angebote sowie Rechnungsstellung, Einsatzplanung und Dokumentation digital abbildet, Prozesse automatisiert und KI zur Hilfe nimmt, gewinnt Zeit für Wertschöpfung, reduziert Fehler und beschleunigt Wachstum. 2026 ist das Jahr, in dem Betriebe investieren sollten, um den Anschluss nicht zu verpassen und wettbewerbsfähig zu bleiben“, kommentiert Dr. Michael Kessler, Gründer und Geschäftsführer von Hero Software.

hero-software.de