Auch neu eingebaute Heizungsanlagen müssen dauerhaft effizient betrieben werden, um Energieverbrauch und Energiekosten zu senken. Hierfür sind regelmäßige Messungen notwendig. Der Verband Deumess sieht hier Lücken im Entwurf des GEG.
Deumess sieht aktuelle Veränderungen des Entwurfs des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) kritisch. Zwar begrüßt der Verband mittelständischer und regionaler Unternehmen für die Erfassung von Energiedaten in Gebäuden das Gesetz insgesamt und betrachtet die nun geplante Verbindung von kommunaler Wärmeplanung mit den Anforderungen an den Austausch von Heizungsanlagen als zielführend. Die ersatzlose Streichung maßgeblicher Absätze des Paragraphen 71 a hingegen vermeide, dass die Effizienzpotenziale neu installierter Heizungsanlagen in Wohngebäuden dauerhaft erhalten bleiben. Dies gelte sowohl für Erdgas- oder Heizölkessel als auch für Wärmepumpen.
Deumess-Vorstand Hartmut Michels stellt klar: „Die Verbesserung der Energieeffizienz ist eine der beiden tragenden Säulen der Energiewende. Erst sie wird eine flächendeckende Nutzung regenerativer Energiequellen ermöglichen. Außerdem senkt sie die Energiekosten. Das gilt auch für die Energieversorgung von Gebäuden. Darum müssen Heizungsanlagen so effizient und optimal wie möglich betrieben werden: sowohl für einen niedrigen Energieverbrauch als auch im Sinne von Versorgungssicherheit und niedrigen Betriebskosten. Das gilt auch für zukünftig eingebaute Anlagen.
Dazu wäre die ursprünglich im Gebäudeenergiegesetz vorgesehene Ausrüstung ab 2025 neu eingebauter Heizungsanlagen mit einer Messausstattung zur Erfassung des Energieverbrauchs und der erzeugten Wärmemenge sowie mit einer Energieverbrauchs- und Effizienzanzeige ein wichtiger Schritt gewesen. Der aktuell im Bundestag beratene Entwurf des GEG sieht dies aber für Wohngebäude leider nicht mehr vor. Es ist wichtig, dass Energieeffizienz weiterhin als einfaches und kostengünstiges Mittel genutzt wird, um die Energiewende voranzubringen. Messeeinrichtungen, die Energiedaten zur Verfügung stellen und so die Effizienz von Energiesystemen überhaupt erst transparent und optimierbar machen, spielen dabei eine entscheidende Rolle.“
