Mit den Erfa-Junioren bekommt die zukunftsweisende Strategie des SHK-Verbunds ein Gesicht. Nun traf sich die neu gegründete junge Austauschgruppe am 20. und 21. Juni bei Gastgeber und SHK-Aufsichtsratsmitglied Peter Ullrich zum ersten Mal.

15 Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer aus ganz Deutschland wurden bei Ullrich Bad-Design in Bebra herzlich empfangen. Alles, was diese brauchen, möchte die Erfa-Junioren durch ausgewiesenen Fokus auf die Nachfolgeplanung bieten: handfestes Wissen von Experten rund um die Betriebsübernahme, Erfahrungsaustausch untereinander und das Netzwerk einer starken Gemeinschaft. Die Neugründung der aktuellen Erfa-Junioren startete als Pilotprojekt. Und schon jetzt ist die Gruppe nach eigenen Angaben so gefragt, dass über den Ausbau des Angebots mit zwei regionalen Erfa-Junioren-Runden diskutiert werde.
Effektive Betriebsübernahme
Über die erste Ausgabe meint Erfa-Mitglied Philipp Gödde von Appelhoff Die Badgestalter in Holzwickede bei Unna: „Fragen und Probleme, die eventuell im Alltag mit unseren Chefs/Chefinnen, Eltern oder Vertrauten auftauchen könnten, konnten hier im Austausch mit Gleichgesinnten thematisiert werden. Des Weiteren freue ich mich darüber, dass uns die SHK mit Partnern wie zum Beispiel DMT – das Mittelstands-Team unter die Arme greifen möchte, um den Ablauf der Betriebsübergabe oder Teilhaberschaft so reibungslos wie möglich von statten gehen zu lassen.“
Rechtliche Aspekte, finanzielle Themen, Umgang mit dem Personal, aber auch die rechtssichere Planung und Vorbereitung. Viel muss bedacht werden, um die Nachfolgeplanung effektiv zu gestalten: Dabei erwartet die Erfa-Teilnehmenden Fachwissen aus erster Hand. Branchenexperten und Fachreferenten bereichern die zukünftigen Sitzungen der Erfa-Junioren. Einen realistischen Übergabezeitplan zu entwickeln, ein Best Practice eines Übergabeprozesses vorzustellen und Kommunikationsempfehlungen zu definieren, sind nur einige der Praxisimpulse, die die Erfa-Teilnehmenden aus den folgenden Terminen mit nach Hause nehmen.
Auch Sabrina Schuldes von Steck & Partner – Meister der Elemente in Elchingen bei Ulm meint: „Ich habe die Eerfa in einem sehr positiven Sinne erlebt: Sie war sehr abwechslungsreich und von der Firmenbesichtigung konnte ich einige interessante Aspekte mitnehmen. Zudem ist der Austausch von Erfahrungen mit den anderen Teilnehmenden von großer Bedeutung. Der größte Mehrwert für uns liegt aber darin, bei der Führungsübergabe an die Junioren unterstützt zu werden.“
Blick geschärft: Betriebsbesichtigungen
Die Erfa-Treffen der SHK eG folgen einem bewährten Ablauf, der auch der Erfa-Junioren eine abwechslungsreiche Zusammenkunft ermöglichte. So widmete sich die Gruppe ebenfalls der Betriebsbesichtigung mit anschließender Feedback-Runde, um zusammen Optimierungspotenziale zu definieren. Die gemeinsame Betriebsbesichtigung schärfte den Blick aller Teilnehmenden, was insbesondere für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer an der Schwelle zur Betriebsübernahme außerordentlich wertvoll ist.
Philipp Gödde von Appelhoff Die Badgestalter hat das Treffen „durchweg positiv wahrgenommen“ und sich bereits als Gastgeber für den nächsten Termin im November bereit erklärt: „Bei der ersten Erfa durften wir mit der Gastgeber-Firma Ullrich ein Unternehmen kennenlernen, welches seinen Betrieb primär auf den Heizungsbereich ausrichtet. Da wir bei Appelhoff Die Badgestalter unser Hauptaugenmerk auf die Sanierung von hochwertigen Komplettbädern legen, finde ich es interessant und spannend meinen Kollegen diese Philosophie und Ausrichtung etwas näher zu bringen.“
Modulare Kursstruktur
Das nächste Erfa-Treffen der Junioren im November 2023 wird sich noch intensiver mit der Thematik der Betriebsübernahme auseinandersetzen und wichtige Aspekte beleuchten. Dank einer modular aufgebauten Kursstruktur, sind auch weitere interessierte SHK-(Jung)Mitglieder in der Lage, laufend in die Erfa einzusteigen und sich somit sicher für die Zukunft aufzustellen.