Reisser: Wurstgrillen bringt Spenden im Azubi-Projekt

Ein großer Scheck wurde symbolisch übergeben (v.l.): Thomas Bauer (zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit am SOS Kinderdorf in Sulzburg), Michael Hanisch (Niederlassungsleiter Reisser Freiburg), Jane Jakobi und Jule Knab (Auszubildende), Sabine Tritschler (Assistentin Ausbildung) und Armin Beckmann (Ausbildungsleiter Freiburg).
Symbolisch wurde ein großer Scheck an Thomas Bauer (SOS-Kinderdorf Schwarzwald) übergeben. Mit dabei: Michael Hanisch (Niederlassungsleiter Reisser Freiburg), Jane Jakobi und Jule Knab (Auszubildende), Sabine Tritschler (Assistentin Ausbildung) und Armin Beckmann (Ausbildungsleiter Freiburg). (v. l.) – © Reisser

Der Kreativität freien Lauf lassen, sich selbst organisieren, effektiv kommunizieren und zu einem guten Ergebnis kommen. Das ist das Lernziel, das die Auszubildenden der Reisser Gruppe mit ihrem diesjährigen Azubi-Projekt in Freiburg verfolgt haben. Ihre Idee: einen Wurstverkauf für Handwerker, Installateure und Kunden zu veranstalten.

Der Erlös kann sich sehen lassen und geht als Spende an das SOS-Kinderdorf Schwarzwald vor Ort in Sulzburg. Jedes Jahr dürfen die Reisser-Auszubildenden in der Niederlassung Freiburg selbstständig ein Projekt auf die Beine stellen. Nach diversen Überlegungen reifte der Entschluss, als Azubi-Projekt an vier Tagen im Juni an den verschiedenen Fachmärkten der Betriebsstätten eine Grillaktion durchzuführen. Für die Stände in Freiburg, Emmendingen, Lörrach, Müllheim, Binzen und Rheinfelden haben die Azubis geplant und eingekauft, auf- und abgebaut, den Verkauf abgewickelt.

Selbstständiges Azubi-Projekt

„Unser Anliegen ist es, dass sich die Azubis zu einem eigenen Projekt Gedanken machen und das dann in einem bestimmten Budgetrahmen realisieren. Dafür müssen sie sich abstimmen und selbst organisieren, den Umgang mit anderen üben – und können sich dabei ausprobieren. Wir haben ein Auge darauf, dass das sinnstiftend ist und auch mit den Inhalten zu tun hat, die in der Ausbildung vermittelt werden“, erklärt Armin Beckmann, Ausbildungsleiter bei Reisser Freiburg. Im vergangenen Jahr kümmerten sich die jungen Leute um die Betriebsfeier – neben der Kulinarik und dem Programm wurden da vor allem die spaßigen Spiele gelobt. Dieses Mal wollten die Azubis Würstchen grillen – mit einem karitativen Zweck.

Persönliche Fähigkeiten einbringen

Wie kommunizieren wir miteinander? Wie werden die Aufgaben verteilt? Wer holt welche Angebote ein? Wer kümmert sich um den Grill, Stand und Verkauf? Wann hat wer Zeit? Wie kommt der Bräter von einem Standort zum anderen? Und wie wird der Transport der Gasflaschen korrekt durchgeführt? Kurzum: Wie lässt sich das Projekt optimal umsetzen? „Die Azubis sind mit einer ganzen Reihe an Fragestellungen konfrontiert. Sie lernen sich besser kennen und vernetzen, müssen sich koordinieren und sich je nach persönlichen Fähigkeiten im Projekt einbringen“, unterstreicht Beckmann. Die Besonderheit in diesem Jahr: die Auszubildenden aus allen Lehrjahren und von allen der Niederlassung zugeordneten Betriebsstätten waren involviert. Insgesamt 18 junge Menschen brachten sich ein. Bis die Grillaktion am Start war, gingen zwei Monate Planungszeit und Vorbereitung ins Land.

Viele Prozesse sind in der Ausbildung bei Reisser vorgegeben, wie in anderen Betrieben auch. Der Großhändler ist in der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche etabliert und bildet an den verschiedenen Standorten in unterschiedlichen Ausbildungsberufen aus. Am Standort in Freiburg sucht Reisser pro Jahr etwa 7 Auszubildende aus. Beckmann: „Beim Azubi-Projekt hat es einige Schnittstellen, die jungen Leute bekommen noch mehr Kontakt zu anderen Abteilungen. Sie lernen Rücksprache zu halten, sich intern und extern zu artikulieren, Tipps zu holen von anderen Mitarbeitern.“

Azubi-Projekt bringt Erfolg

Als Ausbildungsleiter freut er sich zu erleben, wie die heterogene Gruppe an jungen Menschen zueinander findet, sich jeder einzelne persönlich weiterentwickelt, seine Ideen vertritt, Verantwortung übernimmt, Rückschläge hinnimmt, Kritik verkraftet. „Es ist spannend zu beobachten, wer die offensiven Macher an der Front sind und wer eher im Hintergrund sauber und präzise abarbeitet. Selbständig so eine Aktion auf die Beine zu stellen, da nimmt jeder etwas für sich mit. Neben dem routinierten Arbeitsalltag ist das ein wichtiger und wertvoller Blick über den Tellerrand. Und es tut gut, am Schluss den Erfolg zu sehen.“

2000 Euro für SOS Kinderdorf

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Insgesamt haben die Azubis knapp 650 Würste gegrillt und verkauft. Die Reisser-Kunden, vor allem Handwerker und Installateure, nahmen die Grillaktion gerne an und unterstützten das soziale Projekt tatkräftig. Manche Handwerksbetriebe kamen mit der kompletten Mannschaft und spendeten großzügig. Als Spendentopf hatten die Azubis eine fabrikneue Toilettenschüssel aufgestellt, die reich mit Münzen und Scheinen befüllt wurde. Auf die Bilanz können die Auszubildenden stolz sein: Insgesamt kam eine Summe von 1300 Euro zusammen, die das Unternehmen nun auf 2000 Euro aufstockt. Der Betrag geht als Spende an das SOS Kinderdorf Freiburg. Hier werden Kinder betreut und versorgt, die ohne Eltern aufwachsen.

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