Aktuelle Auswertungen des Energiedienstleisters Techem haben ergeben, dass der Gebäudebestand nach Heizkörpertausch bereits zur Hälfte bzw. mitunter zu 90 % für den Einsatz von Wärmepumpen geeignet ist. Mit KI-gestütztem Anlagen-Monitoring im digitalen Heizungskeller soll dabei der Energieverbrauch um 29 % sinken.

Die 2022 von Techem erhobenen Daten zu Verbrauch sowie Kosten für Heizung und Warmwasser wurden in 1,4 Mio. deutschen Wohnungen in rund 120.000 Mehrfamilienhäusern abgefragt. Der steigende Anteil dabei von Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern erfordert laut Techem eine genauere Betrachtung ihrer Effizienz. So zeigt die Analyse des Dienstleisters, dass Wärmepumpen zwar ordentliche Effizienzwerte vorweisen, jedoch meist nicht den optimalen Betriebszustand erreichen.
Monitoring bringt Einsparpotenzial
Durch Monitoring als auch bessere Betriebsführung lässt sich laut den Techem-Auswertungen die Effizienz der Wärmepumpen-Anlagen verbessern. Preiswerte Lösungen, wie der Digitale Heizungskeller vom Anbieter, sollen dabei helfen. Dank digitaler Sensoren ermöglicht dieser ein umfassendes Monitoring sowie die Optimierung von Heizungsanlagen auf Basis künstlicher Intelligenz (KI)– für jede Anlage und jeden Energieträger. Techem beziffert das Potenzial der Energieeinsparung mit durchschnittlich 29 %.
Digitaler Heizungskeller mit KI
Grundlage des digitalen Services ist ein Monitoring mit KI-gestützter Fernüberwachung und -analyse. Dabei werden Temperatursensoren an der Heizungsanlage, ein Umgebungstemperatursensor an der Außenwand sowie ein netzbetriebenes Gateway installiert. Dieses erfasst Temperatur- und Zählerdaten der Heizung im Minutentakt und übermittelt diese anschließend an die Cloud. Auf diese Weise lassen sich, in Kombination mit weiteren Daten, liegenschaftsspezifische Modelle trainieren und in einem digitalen Zwilling der Heizungsanlage abbilden.
Mit Hilfe einer KI werden eine große Vielzahl unterschiedlicher Analysen durchgeführt, aus denen sich Handlungsempfehlungen ableiten lassen. Darüber hinaus trägt die selbst lernende Technik zu einer kontinuierlichen Optimierung der Analyseverfahren bei. Durch die fortlaufende digitale Erfassung des Betriebszustandes werden Störungen der Heizungsanlage bereits innerhalb kurzer Zeit erkannt und automatisch gemeldet. Laut Techem reduziert das neben dem Verwaltungsaufwand für Vermietende auch die Betriebskosten.