AIT Austrian Institute of Technology (AIT) und KTH Royal Institute of Technology in Schweden entwickeln Wärmepumpen-Systeme für dicht besiedelte Wohngebiete. Mit einem Doktoratsprogramm für Wärmepumpen-Technologien treiben die Forschungsinstitute die Entwicklung weiter voran.

Die Forschungsinstitute AIT Austrian Institute of Technology und KTH Royal Institute of Technology starten am 1. Juli 2024 ein gemeinsames Doktoratsprogramm (PhD-Programm). Dieses hat die Entwicklung von Wärmepumpen-Technologien in städtischen Gebieten zum Ziel. Im Vordergrund der Kooperation stehen dabei die optimale Auslegung von Wärmepumpen aus technischer und wirtschaftlicher Sicht. Zusätzlich geht es um innovative Methoden zur Bereitstellung digitaler Dienste für Wärmepumpen-Systeme.
Fokus auf Technologieentwicklung und Dienstleistungen
Das gemeinsame PhD-Programm „HEAPNOSYS“ („HEAt Pumps as the driver of iNtelligent energy SYStems“) der beiden Forschungsinstitute konzentriert sich auf Innovationen im Bereich der Gebäudeheizung und -kühlung. Der Fokus dabei liegt auf dicht besiedelte städtische Gebiete. Das Programm stützt sich dazu auf zwei Säulen. Die erste Säule ist die Entwicklung und Erprobung von prototypischen Wärmepumpen-Systemen. Als zweite Säule kommt die Entwicklung digitaler Zwillinge für Wärmepumpen hinzu. Diese Innovationen sollen dann gemeinsam das Fachpersonal in Zukunft unterstützen. Dies gilt für den Lebenszyklus der Technik ausgehend von der sicheren, effizienten und fehlerfreien Installation, über den Betrieb und bis hin zur Wartung von Wärmepumpen-Systemen. Die Bewerbung für das Doktoratsprogramm für Wärmepumpen-Technologien ist seit Mai 2024 möglich.
Statements zur Zielsetzung
Andreas Kugi, Scientific Director des AIT, erklärt: „Diese internationale Kooperation ermöglicht den Doktoranden den exklusiven Zugang zu führenden Expertinnen und Experten und Einrichtungen in den Bereichen Wärmepumpen-Technologie, thermische Energiesysteme und Digitalisierung. Gemeinsam mit dem KTH als renommiertem akademischen Partner können wir den Exzellenzanspruch des Programms in diesem komplexen Forschungsgebiet voll und ganz erfüllen.
“
Hatef Madani, außerordentlicher Professor und Leiter des Departments für angewandte Thermodynamik, Abteilung für Energietechnologie am KTH Royal Institute of Technology, ergänzt: „Die Digitalisierung des Energiesektors schreitet voran. Und sie spielt eine zunehmend wichtigere Rolle in der Entwicklung innovativer Lösungen. Unser PhD-Programm bietet den Studierenden die Möglichkeit, an der Spitze dieser Entwicklungen zu arbeiten und einen bedeutenden Beitrag zur Zukunft der Gebäudeheizungstechnologien zu leisten.“
Thomas Fleckl, Leiter für thermische Energiesysteme am AIT Austrian Institute of Technology, fügt hinzu: „Der Einsatz von Wärmepumpen zur Deckung des Wärmebedarfs in dicht besiedelten städtischen Gebieten erfordert einen hohen Forschungsaufwand. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung macht dieses PhD-Programm einzigartig. Unsere Absolventinnen und Absolventen werden innovative Ideen in die Praxis umsetzen. Und sie werden so den Wandel im Bereich der Gebäudeheizung und -kühlung vorantreiben
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Ausschreibung der PhD-Stellen
Das PhD-Programm steht Bewerbern mit fachlichem Schwerpunkt in Energietechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Physik oder ähnlichen Fachrichtungen bzw. Informatik offen. Interessierte können sich über die Websites von KTH und AIT für das Programm bewerben.