
Im Juni ist die neue Produktionslinie Varta.wall am baden-württembergischen Standort Neunheim bei Ellwangen vollständig in den Serienbetrieb gegangen. Der modular erweiterbare DC-Hochvolt-Speicher läuft seitdem vom Band – ab Mitte Juli soll ausgeliefert werden.
Mit der Varta.wall erweitert Varta sein Produktportfolio im stark wachsenden Energiespeichermarkt und will damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des europäischen Speichermarktes sowie zum Gelingen der Energiewende durch dezentrale Lösungen leisten.
Varta.wall: 120 neue Arbeitsplätze
Darüber hinaus fördert das Unternehmen die Wertschöpfung in Deutschland, indem es für die Varta.wall überwiegend Komponenten lokaler Zulieferer verwendet und rund 120 neue Arbeitsplätze in der Region schafft. In der ersten Ausbaustufe werden laut Unternehmen jährlich bis zu 50.000 Speicher das Werk verlassen.
Sven Riehm, Executive Vice President Power Batteries: „Unsere erste Varta.wall-Produktionslinie ist nun vollständig in Betrieb. Auf 4.000 Quadratmetern produzieren wir nach modernsten Industrie-4.0-Standards. Unser Werk in Neunheim bei Ellwangen bietet Platz für eine zweite Modullinie, wodurch wir unser Produktionsvolumen künftig verdoppeln und zu einer Gigafactory ausbauen können. Über die starke Präsenz in der DACH-Region hinaus sollen damit zusätzliche Expansionspotenziale im restlichen Europa bedient und gehoben werden.“

Rainer Hald, CTO der Varta AG, ergänzt: „Die neue Produktionslinie ist eine strategische Investition in die Zukunft unseres Unternehmens sowie in den Industriestandort Deutschland. Der Markt für Energiespeicher wächst seit vielen Jahren dynamisch und wir bieten für diesen Markt leistungsstarke Produkte unter dem Namen Varta, dem die Kunden zu Recht vertrauen.“
„Made in Germany“
Rund 20 Mio. Euro hat das traditionsreiche Unternehmen in die State-of-the-Art-Fertigungslinie mit rund 4.000 m2 investiert. Die teilautomatisierte Produktion umfasst unter anderem ein hochmodernes Laserschweißverfahren, Plasma Cleaning, Lasermarking sowie automatische Klebe- und Fügestationen. Die Produktionsausrüstung des Werks wurde dabei vollständig von deutschen Spezialisten und Maschinenbauern konzipiert, projektiert und größtenteils auch gefertigt. Varta hat dabei alle Prozesse in der neuen Fabrik optimiert, um eine ressourcen- und energiesparende Fertigung zu ermöglichen – ganz im Sinne der Philosophie des Unternehmens, Batterien für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln und produzieren.

Rainer Hald: „Wir bei Varta setzen auf den Industriestandort Deutschland und sind davon überzeugt, dass wir in Europa den Markt der erneuerbaren Energien nicht ausschließlich Herstellern in Asien oder den USA überlassen dürfen. Batterien und Energiespeichersysteme sind eine Schlüsseltechnologie, die wir in Europa halten und sichern müssen. Varta leistet hier seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag mit der Entwicklung und Produktion in Deutschland.“
Um den Standort langfristig zu sichern, setzt Varta auf die Einstellung und Weiterbildung von Fachkräften. Sven Riehm erklärt: „Durch die neue Produktionsstätte schaffen wir rund 120 neue Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel in der Qualität, Prozesstechnik und Produktion. Der Personalaufbau und die neue Fabrik liefern wichtige Impulse für die Stärkung der Region.“
Varta.wall: schmal, modular und leistungsstark
Die Varta.wall überzeugt als modulares, steckbares DC-Hochvolt-System durch einfache Installation ohne externe Verkabelung der Module und mit nur 10 cm Einbautiefe. Ausgestattet mit modernsten 21.700 Rundzellen im Varta-Doppelmodul, ist sie mit Systemkapazitäten von 10, 15 und 20 kWh erhältlich und nachträglich modular erweiterbar.