The smarter E Europe 2024: Bilanz mit Rekorden

Zu Europas Messeallianz für die Energiewirtschaft – The smarter E Europe – vom 19. bis 21. Juni kamen 110.000 Fachbesucher aus 176 Ländern nach München. 3.000 Aussteller aus 55 Ländern zeigten Lösungen für eine erneuerbare Energieversorgung. Zum ersten Mal waren alle Messehallen komplett belegt.

Besucheransturm im Einlassbereich der Fachmesse The smarter E Europe 2024
Der Andrang war an jedem Messetag groß, wenn sich die Drehkreuze am Eintritt öffneten. 110.000 Besucher kamen zur The smarter E Europe an den drei Messetagen. – © Solarpromotion
Besucher in Messehalle The smarter E Europe
Zum ersten Mal waren alle 19 Messehallen belegt. Zusammen mit dem Freigelände bot die Messe 206.000 m² Ausstellfläche. – © Si/ch
Messestanf mit ausgestellter Balkon-PV: Module, Mini-Wechselrichter und mobiler Stromspeicher.
Messetrend Balkon-PV. Module und Micro-Wechselrichter werden zunehmend mit Speichern angeboten. – © Si/ch

Den Erfolg von The smarter E Europe und den dazugehörigen Fachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe belegen eindrucksvolle Zahlen: 3.008 Aussteller haben in 19 Messehallen und im Freigelände ihre innovativen Produkte, Lösungen und Services vorgestellt. Die 110.000 internationalen Besucher in München haben sich auf den Fachmessen und deren begleitenden Konferenzen über den Stand der Technik, aktuelle Trends und Entwicklungen sowie neue Geschäftsmodelle in den Bereichen Solarenergie, Energiespeicherung, E-Mobilität und Smart Grids und Prosuming informiert. Über 600 Berichterstatter waren vor Ort.

Zufriedene Veranstalter

Die Dynamik der Branche betonten auch die Veranstalter von The smarter E Europe. „Die erneuten Rekordzahlen bei den Ausstellern wie bei den Besuchern signalisieren uns: Das Tempo der Energiewende hat sich in den letzten Jahren bereits stark beschleunigt und nimmt weiter zu“, sagte Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH aus Pforzheim, die die Fachmesse zusammen mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG seit 24 Jahren veranstaltet.

Über alle Branchen- und Sektorengrenzen hinweg herrschte laut Veranstalter Aufbruchsstimmung: Die Motivation aller Akteure sei hoch, die Energiewende gemeinsam weiter voranzutreiben. Besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr dabei auf der smarten sektorenübergreifenden Vernetzung, der zunehmenden Digitalisierung und Flexibilisierung der Energieinfrastruktur, dem weiterhin weltweit dynamischen Markthochlauf der erneuerbaren Energien und Elektromobilität und dem Boom im Bereich der batterieelektrischen Speicher.

Unterstützung aus Politik und Prominenz

Die Aussteller von Photovoltaik-, aber auch Batterie- und Speicherprodukten und kombinierten digitalen Lösungen haben laut den Veranstaltern demonstriert, dass eine Energieversorgung komplett mit erneuerbaren Energien schon heute technisch sowie wirtschaftlich möglich ist. Die Politik hat den passenden Rahmen gesetzt, beschleunigt damit die Einführung der Technologien in den Markt und deren Entwicklungen. Das Einführen des Solarpaket 1 in Deutschland war ein wichtigen Schritt in diese Richtung.

Auch die Präsenz von Prominenz unterstrich die Relevanz der Veranstaltung. So waren weitere Politik-Größen sowie Hollywood-Stars auf The smarter E Europe vertreten – darunter Ban Ki-moon, ehemaliger UN-Generalsekretär, und Cate Blanchett, Oscar-Preisträgerin, Klimaschutzaktivistin und Schauspielerin. Sie waren Teil der „We Choose Earth Tour 2024“ des portugiesischen Energieversorgers EDP, die im Rahmen der Konferenz von The smarter E Europe stattfand.

Trends für Eigenheim-PV-Dachanlagen

Die vier parallellaufenden Fachmessen der The smarter E Europe hatten unterschiedliche Schwerpunkte von Hochleistungsmodulen bis smartem Energiemanagementsystem. Für den Eigenheimbereich sah man insbesondere auf der Teilmesse Intersolar (10 Hallen), dass PV-Dachanlagen größer werden. PV-Module werden immer leistungsfähiger angeboten, um damit höheren PV-Leistungen auf dem Dach zu realisieren und um die für den Eigenverbrauch angeschlossenen Geräte wie Wärmepumpe, Wallbox und Speicher mit so viel wie möglich Sonnenstrom zu versorgen. Im Durchschnitt sind 15 bis 25 kWp Leistung die neuen Größen. Der vereinfachte Netzanschluss bis 30 kW im Solarpaket I macht diese große Eigenheim-Anlagen für Kunden attraktiver.

Die neuen Speicher und Wechselrichter

Auch steigt die Speicherkapazität in Privathaushalten an, weil Hausbesitzer unabhängiger vom Stromversorger sein möchten. Wechselrichter können mehr als nur Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Geräte mit integrierter Not- und Ersatzstromversorgung sind im Kommen. Während Hybridwechselrichter, die Solarstrom in einer Batterie speichern, zum Standard geworden sind, bieten immer mehr Hersteller Geräte für den Fall eines Netzausfalls oder einer Netzunterbrechung an. Die neue Generation Wechselrichtern zeichnet sich durch hohe Kommunikationsfähigkeit und Vernetzung aus. Sie verfügen häufig über mehrere digitale Schaltausgänge, LAN-Ports, integrierte WLAN-Schnittstelle sowie weitere digitale Schnittstellen, wie Modbus TCP und SG Ready.

Energiemanagementsysteme auf der The smarter E

Großes Thema waren in vielen Messehallen Energiemanagementsysteme (EMS) und die neuen dynamische Stromtarife. EMS übernehmen die smarte Steuerung von Hybrid-Wechselrichter und PV-Batterie und erhöhen dabei den Eigenstromverbrauch. Mit dynamischen Stromtarifen lassen sich Angebot und Nachfrage besser koordinieren. Dabei orientiert man seinen Verbrauch an den aktuellen Strompreisen. So können beispielsweise E-Autos und Wärmepumpen dann geladen und betrieben werden, wenn der Strom aus dem Netz gerade besonders günstig verfügbar ist. Viele PV-Systemanbieter stellten deshalb auch Kooperationen mit Flexibel-Strom-Energieversorger vor.

Trendpapiere

Auf ihrer Homepage stellt The smarter E umfassend viele Trends der Messe in ausführlichen Trendpapieren vor. Sie bieten Informationen zu Hintergründen und aktuellen Entwicklungen in ausgewählten Bereichen der neuen Energiewelt. Trendthemen sind Stromnetze, Batteriespeicher, Heizen mit Strom, Energy Sharing, Vielseitigkeit von Wechselrichtern und mobile Batteriespeicher.

Zu den Trendpapieren (PDF)

Vom 7. bis zum 9. Mai 2025 wird The smarter E Europe nach München zurückkehren.

www.thesmartere.de