Bereits zum 19. Mal fand 2024 die Glückstour der Schornsteinfeger zugunsten krebs- und schwerstkranker Kinder statt. Die gut 600 km lange Strecke führte von Trier nach Hannover. Ziel war, wie in jedem Jahr, der Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks.
Die Strecke der Glückstour 2024 führte wie jedes Jahr quer durch Deutschland, um Spendengelder bei den Schornsteinfegerinnungen oder bei Herstellern der Branche einzusammeln und diese auf der Strecke an Bedürftige zu verteilen. 2024 führte die Route ausgehend von Trier über Köln und Düsseldorf durch das Ruhrgebiet nach Unna und von dort weiter nach Ostwestfalen und Bielefeld bis nach Dortmund.
Fahren für krebs- und schwerkranke Kinder
„Wir geben allein auf dieser Tour an 70 Institutionen je 3.000 Euro. Da sind wir schon mal bei rund 210.000 Euro“, berichtet Dieter Last, Handwerksmeister, Fachjournalist und Vorstandsmitglied im Arbeitskreis Baufachpresse e. V., der auch in diesem Jahr als Mitfahrer aktiv war. Ralf Heibrok, erster Vorsitzender des Vereins Glückstour e. V., ergänzte: „Insgesamt unterstützen wir jedes Jahr mit rund 400.000 Euro. Denn da kommen noch Forschungsprojekte dazu und weitere Unterstützungen.“

Das Spendenaufkommen geht dabei eins zu eins an Empfänger. Es werden vom Verein keine Verwaltungskosten abgezogen. Alle Spenden werden direkt und ohne Abzug bei den einzelnen Etappenzielen an ortsansässige Initiativen zu übergeben.
Ehrenamt, Engagement und Glücksbringer
„Wir sind alles Vereinsmitglieder, machen das ehrenamtlich und zahlen auch unsere Hotelkosten selber“, betont Dieter Last, als einer von rund 40 aktiven Radfahrern in diesem Jahr bei einem Zwischenstopp im ostwestfälischen Verl.
Zusätzlich kommen noch einige Gastfahrer hinzu, die Teile der Strecke mitfahren und dabei die Gruppe begleiten. Mit Tagesstrecken von 100 bis 130 km ließen sich die sechs Etappen gut bewältigen, da in diesem Jahr auf der Route von Trier nach Hannover die üblichen 1.000 km nicht erreicht wurden. Das schränkte aber weder die Freude an der Fahrt noch Engagement der Fahrer.
140. Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks
Am Zielort in Hannover wurden die Fahrer mit großem Jubel empfangen. In Hannover fand der 140. Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks unter dem Motto „Wir machen Energiewende.Einfach.“ statt. Denn bis 2045 sollen rund 19 Mio. Gas- und Ölheizungen durch klimafreundliche Alternativen ersetzt werden.
Als klimarelevantes Gewerk haben die rund 7.500 Schornsteinfegerbetriebe in Deutschland gemeinsam mit den SHK-Betrieben die Aufgabe, der Bevölkerung entsprechende Alternativen aufzuzeigen. Wir sind häufig der erste Ansprechpartner für die Menschen vor Ort. Wir informieren und erklären, wie die Wärmewende in ihrem Zuhause umgesetzt werden kann“, sagte der Präsident des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Alexis Gula.
Die Spendensumme zur diesjährigen Glückstour belief sich auf 312.976 Euro. Doch auch während des Jahres freuen sich Vereinsmitglieder und Empfänger über Spenden, die dann an krebs- und schwersterkrankte Kinder und ihre Angehörigen übergeben werden.

