Die Stadtwerke Stuttgart und Siemens haben eine Technologiepartnerschaft geschlossen. Ziel des Vorhabens ist es, die Energiewende durch Vernetzung ihrer beiden Kompetenzen effektiver und effizienter zu gestalten. Teile des ersten Referenzprojektes wurden bereits mit der smarten Gebäudetechnik im neuen Hauptsitz der Stadtwerke Stuttgart verwirklicht.

In der Woche vom 17. bis 21. Juli 2024 stellten die Stadtwerke Stuttgart und Siemens ihr gemeinsames Referenzprojekt rund um vernetzte Kompetenzen für smarte Energielösungen vor. Über die offene digitale Business Plattform Siemens Xcelerator wird das Energiemanagement des Gebäudes, das ebenfalls von Siemens stammt, gesteuert. Dieses koppelt Angebot und Bedarf an erneuerbaren Energien für die Sektoren Wärme, Strom und Mobilität auf ideale Weise.
In der modern gestalteten Arbeitswelt selbst kommen rund 1.500 IoT-Sensoren zum Einsatz. Sie dienen der bedarfsgerechtne Beleuchtung sowie der Optimierung von Raum- und Flächennutzung.
Später sollen in dieses System weitere Anlagen integriert werden. Dazu gehört etwa der bereits geplante Elektrolyseur für Wasserstofferzeugung im Stuttgarter Hafen. Die Besonderheit an dieser Lösung ist, dass das schwankende Naturangebot an erneuerbaren Energien in einem energiewirtschaftlichen System für unterschiedliche Einsatzbereiche genutzt werden kann.
Muster und Lösung für Geschäftskunden

Damit sollen drei Effekte erzielt werden: größere Energieeffizienz, geringere Kosten bei gleichzeitig hohem Nutzerkomfort. Das Referenzprojekt der Stadtwerke Stuttgart dient simultan als Muster und Lösung für Geschäftskunden. Diese können von der Technologiepartnerschaft ebenfalls profitieren.
Zudem sehen die Stadtwerke Stuttgart und Siemens die Partnerschaft auch als einen wertvollen Beitrag zum Erreichen der ehrgeizigen Stuttgarter Klimaziele. Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg will bis 2035 CO2-neutral sein.
Ein Motor der Energiewende
„Die Vernetzung der Kompetenzen von Siemens im Gebäudemanagement und unserer in der Energiewirtschaft schafft Lösungen. Diese nicht nur dazu, dass wir unsere eigenen Nachhaltigkeitsziele erreichen. Mit diesen helfen wir auch anderen Firmen, Institutionen, Kommunen und Haushaltskunden bei ihrer eigenen Energiewende“, sagt Peter Drausnigg. Der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart ergänzt: „Wir verstehen uns als Motor der Energiewende in Stuttgart. Das ist ein typisches Beispiel dafür.“
„Ein solcher nachhaltiger Strukturwandel ist essenziell, um den Klimawandel zu begrenzen und die lokale Wirtschaft zu fördern. Und das bedeutet vor allem, mit Ressourcen äußerst sparsam und verantwortungsvoll umzugehen“, so Uwe Bartmann, CEO Siemens Deutschland und CEO Smart Infrastructure Deutschland. Die Partnerschaft ermögliche das Beste aus intelligenten Technologien und Digitalisierung, um heute die Voraussetzungen für ein versorgungssicheres und nachhaltiges Morgen zu schaffen.