Auf digitale und skalierbare Lösungen setzen das Startup metergrid und die Hager Group, um gemeinsam Hürden bei der Mieterstromversorgung abzubauen. Hierfür sammelte metergrid in einer Finanzierungsrunde 3,5 Mio. Euro ein.

Die Zukunft der Mieterstromversorgung haben metergrid und die Hager Group aus Blieskastel mit ihrer Partnerschaft im Blick. Die metergrid GmbH, ein Energie-Startup aus Stuttgart mit Schwerpunkt auf Mieterstromlösungen, schloss dazu eine Seed-Extension-Finanzierungsrunde in Höhe von 3,5 Mio. Euro erfolgreich ab. Die Runde wurde vom strategischen Investor Hager angeführt und durch weitere Investoren unterstützt.
Neben der Kapitalbeteiligung gehen Hager und metergrid eine Partnerschaft ein, welche die komplementären Kompetenzen und Produkte beider Unternehmen vereint und darauf abzielt, umfassende und effiziente ganzheitliche Mieterstrom-Lösungen für die Immobilienwirtschaft anzubieten.
Hager und metergrid transformieren Mieterstrom
Hager, Anbieter von Lösungen und Dienstleistungen für elektrotechnische Installationen in Wohn-, Industrie- und Gewerbeimmobilien, bringt seine Expertise in Energieverteilung, Energiemanagement, Ladeinfrastruktur und Gebäudesteuerung ein.
metergrid ergänzt dies unter anderem mit einer Softwareplattform. Diese besteht aus mehreren Bausteinen. Dazu gehören für Mehrparteienhausbesitzer ein umfassendes Verwaltungs- und Abrechnungstool sowie ein Rendite Radar für präzise Wirtschaftlichkeitsanalysen basierend auf realen Verbrauchsdaten. Für Mieter gibt es zudem eine benutzerfreundliche Mieter-App.
Photovoltaik auf Mehrfamilienhaus für Mieterstromprojekte
Die beiden Partner wollen die zentralen Hürden im Bereich Mieterstrom und Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern abbauen. Das gilt von regulatorischen Herausforderungen bis hin zu wirtschaftlichen Unsicherheiten. Ziel ist es, sowohl Mieterstrommodelle als auch die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung einfacher, effizienter und für jeden wirtschaftlich umsetzbar zu machen.
Bereits jetzt ermöglicht metergrid mit seiner Lösung attraktive Renditen von bis zu 20 %. Diese wird individuell auf die Bedürfnisse von Mehrparteienhausbesitzern abgestimmt. Durch die Partnerschaft erweitert metergrid sein Netzwerk und ist so in der Lage flächendeckend individuelle Mieterstromlösungen anzubieten. Gemeinsam entwickeln sie skalierbare Komplettlösungen, die Mieterstrommodelle für Immobilienbesitzer und Investoren noch zugänglicher machen und dabei helfen, CO₂-Emissionen zu senken. Zudem setzen beide Partner auf gemeinsamen Wissenstransfer: Mit gezielten Schulungsangeboten für Akteure in der Immobilien- und Energiebranche, insbesondere für Elektroinstallationsbetriebe und Solarteure, leisten sie einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Branche.
Mieterstromversorgung als Baustein der Energiewende
„Bis Ende 2024 realisieren wir über 1.000 Projekte und schaffen allein dieses Jahr Zugang zu erneuerbarem Strom für bis zu 15.000 Mietende“, erklärt Johannes Mewes, Co-Founder von metergrid. „Mit unseren Projekten zeigen wir, wie erneuerbare Energien erfolgreich in die Umsetzung gebracht werden können, um mehr Menschen Zugang zu sauberem Strom zu verschaffen.“
„Mit Hager schaffen wir Synergien, die es uns ermöglichen, PV-Lösungen auf Mehrfamilienhäusern flächendeckend zu etablieren und dabei einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten,“ sagt Julian Schulz, ebenfalls Co-Founder von metergrid.
Strom für rund 44 Mio. Mieter
Ein zentrales Element der Partnerschaft ist die Skalierbarkeit der entwickelten Lösungen für die Umsetzbarkeit von Mieterstromprojekten für Mehrparteienhausbewohner. Diese ermöglichen es, Mieterstrom nicht nur für große Immobilienprojekte, sondern auch für kleinere Gebäude wirtschaftlich attraktiv zu machen. Gleichzeitig fördern die Lösungen den Ausbau erneuerbarer Energien im Mehrfamilienhaussektor.
Mit diesem Investment und der Partnerschaft setzen Hager, die weiteren beteiligten Investoren und metergrid ein Zeichen: Die Zukunft der Energieversorgung liegt in der Dezentralisierung, Digitalisierung und Zusammenarbeit. Gemeinsam wird ein neues Kapitel für die Energiewende eröffnet mit dem Potenzial, 44 Millionen Bewohner von Mehrfamilienhäusern mit sauberer, günstiger und unabhängiger Energie zu versorgen.