Pelletsbranche: Hoffen auf Markterholung 2025

Für den Pelletsheizungsmarkt war laut Branchenverband DEPV auch 2024 kein gutes Jahr. Gegenüber 2023 sank der Absatz an Kaminöfen und Heizkesseln noch einmal deutlich um 45 %. Für das laufende Jahr hofft der Verband auf eine Markterholung, denn die sehr guten Förderbedingungen für diese Heizungen bestehen weiterhin.

Installateur Pelletsfachbetrieb vor Pelletskessel KWB
Der DEPV sieht mit vorsichtiger Optimismus auf die Marktentwicklung 2025 für Pelletsheizungen. Dafür seien vor allem qualifizierte Heizungsbauer und Energieberater ausschlaggebend, zu finden unter www.pelletfachbetrieb.de. – © DEPV

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) stellt eine andauernde Verunsicherung der Verbraucher gegenüber einem Heizungstausch mit umweltfreundlichen Pelletsheizungen fest. Grund dafür sei das als „Heizhammer“ bekannt gewordene Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die unsachliche Diskussion darüber. Dabei seien die staatlichen Zuschüsse zum Heizungstausch nach wie vor „sehr gut“.

2024 sank deshalb der Absatz der Pelletsheizgeräten fast um die Hälfte auf 30.650 Anlagen. Anders als beim Heizungsabsatz besetzt die deutsche Pelletsproduktion laut DEPV eine internationale Spitzenposition: Mit 3,695 Mio. t liegt die heimische Produktion 2024 in Europa weiterhin deutlich vorn. Durch den erwarteten schwachen Heizungszubau erwartet der Verband aber für das aktuelle Jahr hier keine größere Steigerung.

Branche fordert politische Kontinuität beim GEG

Kritik übt der Verband am Bundestagswahlkampf: Vor allem die Unionsparteien hätten sich am „Heizungsgesetz abgearbeitet“ und sogar die Streichung des GEG angekündigt. Demgegenüber warnt die gesamte Heizungsbranche vor weiteren tiefgreifenden Einschnitten.

DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele sagt: „Nach hartem Kampf war die Ampel letztlich gezwungen, das GEG und die dazugehörige Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) so zu überarbeiten, dass Markt und Verbraucher damit heute einigermaßen faire und lukrative Voraussetzungen beim Heizungstausch vorfinden. Heizungsbesitzer sollten diese zeitnah zum Heizungstausch nutzen. Künftig wird es wichtig sein, verlorenes Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, anstatt alle Regelungen in Frage zu stellen.

Pelletsanlagen pro Klimaziele

Kessel- und Ofenhersteller wünschen sich verlässliche Rahmenbedingungen. Diese könnten 2025 wieder zu einer leichten Zunahme beim Absatz von Pelletheizungen führen. Im besten Fall rechnet die Branche 2025 mit 17.000 verkauften luftgeführten Pelletskaminöfen, 19.200 Pelletskesseln bis 50 kW und wasserführenden Pelletskaminöfen sowie 800 größeren Pelletsfeuerungen und KWK-Anlagen. Damit wären bundesweit bis Jahresende rund. 760.000 Pelletsanlagen in Betrieb.

Die durch den Pelletsverbrauch erzielte Einsparung an CO2-Äquivalent im Jahr 2024 gibt der DEPV mit 4,4 Mio. t an ­ eine feste Größe in der deutschen Klimabilanz. Mit knapp 17 TWh Wärme aus Pellets wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Das entspricht bezogen auf das Jahr 2023 einem Anteil von 8 % am erneuerbaren und knapp 1,5 % am gesamten Wärmeverbrauch.

Zuversicht auf Markterholung in 2025

Auch wenn in der Öffentlichkeit beim Thema Heizungstausch meist nur von der Wärmepumpe gesprochen werde, herrsche beim DEPV mit Blick auf die kommenden Jahre Zuversicht. „Die mediale Diskussion wird der Einfachheit halber so geführt, als ob mit einem Heizsystem die Energiewende zu schaffen sei. Das geht schon allein wegen des vielfältigen Gebäudebestands komplett an der Realität vorbei“, sagt Bentele. Vor allem in älteren, wenig gedämmten und mit Öl beheizten Gebäuden biete die Pelletheizung die beste Lösung. Insbesondere Wirtschaftlichkeit und soziale Aspekte müssten bei der Beratung zum Heizungstausch berücksichtigt werden.

„Ausschlaggebend für eine positive Marktentwicklung sind vor allem qualifizierte Heizungsbauer und Energieberater, die ihre Kunden individuell beraten und das Besondere am Gebäude im Blick haben“, sagt der DEPV-Geschäftsführer. Dabei verweist er auf die große Anzahl der vom DEPV und seinen Mitgliedsunternehmen zum „Pelletfachbetrieb“ geschulten SHK-Betriebe.

www.depv.de