Prosumer-Report 2025: Mehr PV, mehr Speicher, etwas Smart Meter

Der vom Ökostromanbieter Lichtblick veröffentlichte Prosumer-Report handelt von Eigenheimbesitzern als Solarstrom-Prosumer. Sie setzen weiter auf grüne Technologien wie Photovoltaik und Wärmepumpe, wie der neue Report zeigt.

Drohnen-Ansicht Einfamilienhäuser mit PV-Dachanlagen
Der Prosumer-Report 2025 vom Ökostromanbieter Lichtblick zeigt, dass im vergangenen Jahr die Prosumer einem schwierigem Marktumfeld trotzten. – © AdobeStock/Brynjar
Symbolbild Prosumer: junge Frau sitzt auf dem Boden mit Laptop auf den Knien vor einem Küchenschrank. Daneben Ventilator (betrieben mit eigenen PV-Strom)
Prosumer ist ein Verbraucher, der gleichzeitig Produzentin (engl. producer) und Konsument (engl. consumer) von Produkten ist. – © Lichtblick SE

Laut Lichtblick stieg im vergangenen Jahr der Prosumer-Index um 30 % auf 21,9 Punkte. Vor allem Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und erstmals auch Smart Meter legen zu. Der Prosumer-Report 2025 basiert auf Datenanalysen vom Marktforscher EUPD Research. Er dokumentiert, wie weit zentrale Energietechnologien in Ein- und Zweifamilienhäusern verbreitet sind – und wie groß das ungenutzte Potenzial ist. 11,1 Mio. Häuser in Deutschland gelten als wirtschaftlich geeignet für eine Solaranlage – sie bilden das Prosumer-Potenzial.

4 Mio. PV-Anlagen – Smart Meter holen auf

Photovoltaikanlagen bleiben laut Report die tragende Säule der Energiewende im Eigenheim. Bereits 36 % der Prosumer-Häuser nutzen Solarstrom vom eigenen Dach. Ende 2024 waren damit rund 4 Mio. der potenziellen 11,1 Mio. Prosumer-Haushalte mit einer PV-Kleinanlage bis 20 kWp bereits ausgestattet. Allerdings führt der Boom bei Balkonkraftwerken aktuell dazu, dass die durchschnittliche Anlagengröße leicht sinkt.

Batteriespeicher sind ebenfalls auf dem Vormarsch: Ihr Anteil steigt von 11,1 auf knapp 17 %. Seit 2020 hat sich die Zahl der neu installierten Speicher damit mehr als versechsfacht. Smart Meter – Grundlage für die flexible Nutzung von Strom – legen ebenfalls erstmals merklich zu. Ihr Anteil verfünffacht sich auf 3,8 %.

Wärmepumpen und E-Autos: Prosumer-Anteil steigt nur leicht

Nach zwei Rekordjahren brach der Wärmepumpenmarkt vergangenes Jahr um 46 % ein. Auch bei E-Autos und privaten Ladestationen verlangsamt sich das Wachstum. Der Anteil der Prosumer mit eingebauter Wärmepumpe stieg daher nur leicht auf 13,7 % (+1,5 %), mit Elektroauto auf 8,9 % (+1,5 %) und mit installierter Wallbox auf 18,1 % (+2,8 %).

Prosumer-Report 2025: Flexibilität wird belohnt

Neben den Ersparnissen aus dynamischem Tarif und marktpreisorientierter Steuerung flexibler Anlagen fließen erstmals auch die neuen Regelungen aus §14a EnWG in die von tournesol energy durchgeführte Wirtschaftlichkeitsanalyse ein. Seit Januar 2024 profitieren Prosumer, die steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen oder Wallboxen netzdienlich betreiben, von reduzierten Netzentgelten.

Autarkiegrad im Prosumer-Report

Aktuell decken Prosumer im Schnitt 9 % ihres Energiebedarfs selbst. Das Potenzial liegt jedoch deutlich höher. Wären alle geeigneten Häuser mit Solaranlagen ausgestattet, könnten 64 % des Gesamtbedarfs an Strom, Wärme und Mobilität bilanziell selbst erzeugt werden – das entspricht 69 Mrd. kWh jährlich bzw. 14 % der heutigen Nettostromerzeugung in Deutschland.

Trotz hoher Anfangsinvestitionen bieten Prosumer-Technologien deutliche finanzielle Vorteile. Eine aktuelle Modellrechnung von Lichtblick zeigt: Über 20 Jahre vermeiden Haushalte bis zu 56.000 Euro an Energie- und Betriebskosten bei einer Sanierung und bis zu 51.000 Euro beim Neubau gegenüber fossilen Alternativen.

Tabelle mit Daten, Prosumer-Index 2024
© Lichtblick SE

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