Wärmepumpenmarkt schwächelt – Daikin streicht Jobs

Der Wärmepumpen-Produktionsstandort in Güglingen
Daikin plant die teilweise Verlagerung der Produktion vom deutschen Werk in Güglingen ins tschechische Brünn. – © Daikin

Die Daikin Manufacturing Germany GmbH plant, die Produktion von Wärmepumpenkomponenten vom deutschen Werk in Güglingen zu ihrem tschechischen Werk in Brünn zu verlagern. Der Standortwechsel nach Osteuropa sei Teil einer Produktionsoptimierung innerhalb der Daikin Europe Group.

Die Verlagerung der Produktion von Hydroboxen und -kits erfordere eine Umstrukturierung in Güglingen. Diese werde möglicherweise zu einem Abbau von mehr als der Hälfte der dortigen Belegschaft führen, so das Unternehmen. Die Umstrukturierung werde derzeit in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und der IG Metall durchgeführt. Die Verlagerung der Produktionslinien soll schrittweise bis Ende Juni 2026 erfolgen. Hydroboxen und Hydrokits sind wichtige Komponenten in Luft-/Wasser-Wärmepumpensystemen.

„Die Nachfrage nach klimafreundlichen Wärmepumpen-Heizsystemen ist nach wie vor schwach, was zum Teil auf die schwankende und unsichere politische Unterstützung in den EU-Ländern zurückzuführen ist. Wärmepumpen sind jedoch für die Erreichung der CO2-Neutralität in Europa unerlässlich. Mit dieser Umstrukturierung wollen wir die Produktivität der Daikin-Gruppe steigern und die breitere Einführung erschwinglicher Produkte fördern“, erklärt Martin Krutz, Geschäftsführer der Daikin Manufacturing Germany GmbH. Man bedauere die Auswirkungen dieser Maßnahme auf den Standort Güglingen. Der Plan sei im Hinblick auf eine europaweite Optimierung der Fertigung getroffen worden.

Daikin Manufacturing Germany GmbH mit Sitz in Güglingen ist ein Schwesterunternehmen der Daikin Airconditioning Germany GmbH mit Sitz in Unterhaching. Die Airconditioning Germany GmbH, zuständig für den Vertrieb und Kundendienst in Deutschland, ist von der Umstrukturierung und dem damit verbundenen Stellenabbau nicht betroffen.

www.daikin-manufacturing.de