IFA 2025: Wege zum Smarthome der Zukunft

Die IFA – einst als Internationale Funkausstellung bekannt – ist eine Messe für Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik im Haushalt. Immer deutlicher verschwimmen die Grenzen zwischen Haushaltsgeräten und Haustechnik. Das wurde auf dieser internationalen Leitmesse in Berlin in diesem Jahr besonders deutlich.

1.900 Aussteller präsentierten sich auf der IFA 2025 in Berlin und zeigten Produkte und Lösungen rund um die Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik von Heute und Morgen.
1.900 Aussteller präsentierten sich auf der IFA 2025 in Berlin und zeigten Produkte und Lösungen rund um die Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik von Heute und Morgen. – © Si/ml

Haushaltsgeräte stehen im Mittelpunkt der IFA in Berlin (www.ifa-berlin.com). Warum hat diese Messe dennoch eine Bedeutung für die Elektro- und SHK-Branche?

Das wird bei einem Messerundgang deutlich: Denn hier verwischen die Grenzen zwischen Haushaltsgeräten und Geräten für die Gebäudetechnik immer deutlicher. Und das betrifft nicht nur deutsche Marken wie AEG, Bosch, Miele oder Siemens. Insbesondere Anbieter aus dem Fernen Osten wie Haier, LG, Panasonic und Samsung sind seit Jahren in beiden Welten aktiv.

Grenzen zwischen Haushaltsgeräten und Haustechnik schwinden

Die Verbindung von Hausgeräten und Klimatechnik, aber auch die Anbindung zu Wärmepumpen und damit an die Wärme- und Warmwasserbereitung wird immer enger.

Lösungen waren etwa bei der zu Midea gehörenden Colmo, bei Midea selbst sowie bei Hisense zu sehen. Aber auch TCL und ChiQ zeigten ganz prägnant, wie sie das Wohnen der Zukunft sehen. Zusammengebracht werden die unterschiedlichen Geräte und Lösungen durch Smarthome-Technologien. Dabei spielt künstliche Intelligenz (KI) eine wesentliche Rolle.

Eine zunehmend vernetzte Technik über Gewerkegrenzen hinweg macht Smarthomes möglich.
Eine zunehmend vernetzte Technik über Gewerkegrenzen hinweg macht Smarthomes möglich. – © Si/ml

Die Endverbrauchermesse präsentierte, was der Endnutzer heute in Wohnzimmer und Küche benötigt oder zumindest benötigen soll. Die Messe zeigte dazu eine breite Vielfalt – vom taschengroßen tragbaren 3D-Projektor, um irgendwo und überall Bewegtbilder im großen Format zur Verfügung zu haben, über eine einfach einbaubare Gegenstromanlage für den heimischen Swimming Pool bis hin zum tragbaren Eisbereiter für das der Entspannung dienende Feierabendgetränk, um sich nach harter Arbeit zurückzulegen und neue Klangwelten in den vier heimischen Wänden zu erleben. Dabei benötigt das moderne Zuhause nicht einmal mehr zwingend ein Radiogerät. Smarte Technologien machen es möglich.

Klimalösungen und Wärmepumpen sind bei einigen Ausstellern selbstverständlicher Bestandteil eines modernen Zuhauses
Klimalösungen und Wärmepumpen sind bei einigen Ausstellern selbstverständlicher Bestandteil eines modernen Zuhauses – © Si/ml

Kinoleinwandgroße Bildschirme und Fernsehgeräte bieten ein Bilderlebnis, an dem sich das menschliche Auge kaum noch sattsehen kann. Besonders deutlich werden die Neuerungen in der Küchenwelt gezeigt. Von der Küchenarmatur, die Trinkwasser aufperlen lässt – für SHK-Branchenfachleute keineswegs eine Neuheit – bis hin zum Herd, der eine perfekte Pizza innerhalb von zweieinhalb Minuten kross und knusprig backt, zeigten die Aussteller, was die Symbiose aus moderner Technik und Künstlicher Intelligenz ermöglicht.

Beinahe schon skurril wirken in diesem Zusammenhang die Angebote zur Haustierpflege von robotergesteuerten Pflegesets, über das Petphone, mit dem das gelangweilte oder sich vernachlässigt fühlende Haustier bei Herrchen oder Frauchen melden kann, bis hin zum Rückzugsort mit eingebauter Reinigungsfunktion.

Was kann die Haustechnik von der Hausgerätebranche lernen?

Warum tut sich unserer Branche dagegen so schwer, die für das Leben weitaus dringlicheren Bedürfnisse, nach Wärme im Winter, Kühle im Sommer, stets gute und gesunde Luft in den Wohnungen und Trinkwasser in allzeit hygienischer Form zu vermitteln? Müssen unsere Technologien einfach anders präsentiert werden?

Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI), im Englischen Artificial Intelligenz (AI) genannt, spielten auf der IFA eine wesentliche Rolle.
Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI), im Englischen Artificial Intelligenz (AI) genannt, spielten auf der IFA eine wesentliche Rolle. – © Si/ml

Ein weiterer Punkt ist das Thema Energiespartechnologien. Ganz einfach und quasi nebenbei wird eine KI-gesteuerte Energieeinsparung – auf der IFA meist als AI Energy Savings – beworben.

„Innovation for all“ – dafür steht die IFA heute. Herstellern aus der Gebäudetechnik, die die genannten Schnittstellen bedienen, ist ein Besuch der IFA in Berlin zu empfehlen.

Denn gerade die Hersteller aus dem Fernen Osten demonstrieren, wie Haushaltsgeräte und Haustechnik über Smarthome-Schnittstellen zunehmend ineinandergreifen.

www.ifa-berlin.com