15 Jahre ENplus: Pelletsbranche feiert Erfolgsmodell
Das Qualitätssiegel ENplus für Holzpellets, das die gesamte Lieferkette abdeckt, gibt es seit 15 Jahren. Das Jubiläum feierten über 60 Vertreter in Würzburg im September 2025 auf dem Branchentag des Deutschen Pelletinstituts (DEPI). Ein Blick auf die ENplus-Geschichte und seine Bedeutung für Heizungsbauer.
ENplus steht heute für verlässliche Qualität, stabile Versorgung und zufriedene Kunden. Für Handwerksbetriebe bedeutet das Planungssicherheit beim Einbau von Pelletsheizungen. Das international anerkannte Qualitätszertifikat für Holzpellets deckt die gesamte Lieferkette ab – von der Produktion über den Handel bis zur Lieferung an den Endkunden.
Grund zum Feiern: 15 Jahre ENplus-Zertifizierung
Auf dem jährlichen Pelletsbranchentag des DEPI in Würzburg bezeichnete Helmut Schellinger, Vorsitzender des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV), die ENplus-Zertifizierung als Symbol für die Einheit der gesamten Branche und ihrer Wertschöpfungskette. Neben Diskussionen zu aktuellen Herausforderungen kam auf dem Treffen auch der humorige Rückblick auf die Anfangsjahre des Pellet-Zertifikats nicht zu kurz.
Der Vater der Pellets-Zertifizierung
Martin Behr ist stellvertretender Vorsitzender des DEPV und u. a. Geschäftsführer Power Pellets. Er gilt als „Vater“ der Pellets-Zertifizierung (siehe auch Interview in der Si-Printausgabe 9/2025). Behr erläuterte, warum das ENplus-Logo so aussieht, wie es alle kennen. Das ENplus-Logo wurde bewusst so gestaltet, dass es Qualität, Einheit und internationale Gültigkeit symbolisiert: „EN“ steht für Europäische Norm – das Logo zeigt, dass die Zertifizierung auf der europäischen Norm für Holzpellets (EN ISO 17225-2) basiert. Das „plus“ signalisiert, dass das System über die reine Norm hinausgeht. Es prüft nicht nur die Pelletsqualität, sondern auch die gesamte Lieferkette. Die Farben – Orange und Grau – stehen für Energie und Verlässlichkeit.
„Als gemeinsame Idee von Produzenten, Händlern und Feuerungsherstellern in Deutschland gestartet, steht ENplus nicht nur für eine einheitlich hochwertige Pelletsqualität, sondern auch für Markttransparenz und Versorgungssicherheit“, sagte Martin Behr.
Im Anschluss beleuchtete Anna Katharina Sievers, Geschäftsstellenleiterin DEPV, mithilfe einer Selbstanalyse des Publikums die Stärken und Chancen der deutschen Holzenergiebranche. Die Ergebnisse der gemeinsam erstellten SWOT-Analyse zeigten einige Herausforderungen – wobei sich die Teilnehmer aus den verschiedenen Teilbranchen einig waren, diesen in gewohnter Manier zusammen begegnen zu können.
Gemeinsam handeln!
Eine zweite Diskussionsrunde widmete sich der Praxis, Entwicklung und Zukunft von ENplus sowie den aktuellen Diskussionen innerhalb der Branche. Beiträge kamen von Joachim Rauth – Verkaufsleiter Hargassner Deutschland, Michael Kotyza von Kotyza Haustechnik, Bernd Mittermeier von Holzwerke Weinzierl und Georg Nusser der BayWa AG. Moderiert wurde die Runde von Alexander Schrom, Geschäftsleiter Fröling Deutschland. Er sprach das Schlusswort und rief die Branche zur engen Zusammenarbeit auf. Wärmegewinnung aus Holz und Pellets umfasse eine große Anzahl an Industrien und das Handwerk. „Gemeinsames Handeln ist der Schlüssel, damit die Branche auch morgen stark bleibt.“