50 Jahre Sonnenkraft – DGS feierte in Berlin

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V. hat ihren 50. Geburtstag am 17. Oktober 2025 in der Hauptstadt gefeiert. Auf der Feier warnte DGS-Präsident Frank Späten: Das Ziel einer vollständig erneuerbaren Energieversorgung sei noch lange nicht erreicht.

Jubiläumsgäste sitzend auf Stuhlreihen hören den Rednern zu, Saal mit bunten Luftballons geschmückt
Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) feierte im Oktober abschließend ihren 50. Geburtstag in Berlin mit zahlreichen Wegbegleitern aus Politik und anderen Erneuerbaren-Energien-Vereinen. – © DGS
Hans-Josef Fell im Gespräch mit Gästen auf der Jubiläumsfeier
Grünen Politiker Hans-Josef Fell im Gespräch mit Gästen auf der Jubiläumsfeier. – © DGS

„Krisen kommen und gehen, aber die Klimakatastrophe bleibt“, sagte Frank Späte in seiner Eröffnungsrede. „Die DGS wird für das Ziel 100 Prozent Erneuerbare Energien beharrlich weiterkämpfen.“

Rund 100 geladene Gäste waren zur Jubiläumsfeier „50 Jahre DGS“ in den Berliner Heckmann-Höfe gekommen. Unter ihnen waren der Grünen-Politiker Hans-Josef Fell und Susanne Jung, Geschäftsführerin des Solarenergie-Fördervereins Deutschland (SFV). Gemeinsam mit den DGS-Präsidiumsmitgliedern Frank Späte und Sebastian Lange blickten sie auf fünf Jahrzehnte zurück, in denen die DGS die Nutzung der Sonnenenergie von einer Nischenidee zu einer gesellschaftlichen Bewegung gemacht hat.

Vom Pioniergeist der 1970er bis heute

Frank Späte

Frank Späte erinnerte an die Anfänge: „In den 1970er Jahren wurden schwarze Bleche auf Dächer geschraubt, um Wasser zu erwärmen. Photovoltaik kannte man höchstens von Telegrafenmasten oder der Raumfahrt.“ Heute sei Solarenergie eine tragende Säule der Energieversorgung, doch die Politik verliere den Klimaschutz zunehmend aus dem Blick. 2024 sei der CO2-Gehalt in der Atmosphäre so stark gestiegen wie nie zuvor in einem Jahr. „Das ist die wahre Krise“, so Späte.

„Erneuerbare schaffen Frieden“

Hans-Josef Fell, einer der Wegbereiter der deutschen Solarbewegung und insbesondere des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), erinnerte daran, wie der Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome und die Ölkrise 1973 sein Engagement auslösten: „Da wurde mir klar, dass Kriege um Öl geführt werden. Erneuerbare Energien sind Friedensenergien.“ Fell lobte die DGS dafür, dass sie ein „Auffangbecken für alle, die das begriffen haben“, geschaffen habe. 

Würdigung für Robert Habeck

Ein weiterer Höhepunkt war die Videobotschaft des ehemaligen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck. Im September 2025 hat die International Solar Energy Society (ISES) ihn mit dem ISES „Global Leadership Award in Advancing Solar Energy Policy“-Award ausgezeichnet. Die DGS, die deutsche Sektion der ISES, hatte Habeck für die renommierte Auszeichnung vorgeschlagen.

Blick nach vorn

Zukünftig will die DGS ihr Fachwissen auch für Bildung, Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit einbringen. Gemeinsam mit Partnerorganisationen wolle man die Energiewende weiter vorantreiben. „Die Energiewende ist noch lange nicht vollzogen, aber der Anfang ist gemacht. Unser Ziel bleibt: 100 Prozent erneuerbare Energien für Wärme, Strom und Mobilität“, so Präsident Späte.

Mit der Jubiläumsfeier in den Heckmann-Höfen in Berlin enden die Feierlichkeiten zum 50. DGS-Jubiläum, die auf dem Photovoltaik-Symposium im März diesen Jahres begannen. Das nächste halbe Jahrhundert Solar-Engagement ist eingeläutet.

www.dgs.de

DGS-Mitarbeiter Dominic Memmel schenkt aus.