
Der ZVSHK warnt davor, die politische Diskussion um das sogenannte Heizungsgesetz erneut zu entfachen. Die Fehler der Ampel dürften sich nicht wiederholen. „Öffentliche Auseinandersetzungen über Gesetzesdetails verunsichern Bürgerinnen und Bürger, bremsen Investitionen und beschädigen das Vertrauen in Politik und Handwerk gleichermaßen“, so ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Daniel Föst. Deutschland brauche jetzt Verlässlichkeit – keine neuen Grabenkämpfe.
Das Gebäudeenergiegesetz sei sicher kein perfektes Gesetz, aber ein notwendiger Rahmen, um die Modernisierung des Gebäudebestandes voranzubringen, erklärt Daniel Föst vom ZVSHK. Wer es jetzt infrage stelle, verspiele wertvolle Zeit. „Das Handwerk hat sich auf die Umsetzung eingestellt, Kapazitäten aufgebaut und Fachkräfte qualifiziert. In vielen Betrieben liegen konkrete Aufträge auf Eis, weil Kunden angesichts politischer Schlagzeilen wieder abwarten. Diese Unsicherheit ist Gift – für das Handwerk, die Industrie und letztlich für den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland.“
Warten lohnt sich nicht!
Die aktuelle Förderkulisse bietet laut Föst gute und verlässliche Bedingungen. „Der sogenannte Speedbonus wird planmäßig abgeschmolzen – das war von Anfang an so vorgesehen. Eine höhere Förderung wird es nicht geben. Wer jetzt investiert, handelt vorausschauend und wirtschaftlich klug. Die Technik ist ausgereift, die Fachbetriebe sind vorbereitet, und fossile Brennstoffe werden mit hoher Wahrscheinlichkeit teurer. Warten lohnt sich nicht“, so Föst weiter.
Verlässlichkeit statt Verunsicherung
Das Schlimmste wäre jetzt ein neuer Streit, der am Ende in einem faulen Kompromiss münde, mahnt Föst. „Dann stünden wir in der nächsten Legislaturperiode wieder am Anfang – mit verfehlten Klimazielen, gebremsten Investitionen und ungelösten europäischen Vorgaben. Das darf sich Deutschland nicht leisten. Unser Appell an die Politik lautet deshalb: Sorgen Sie endlich für Planungs- und Investitionssicherheit. Das Handwerk braucht klare Regeln, verlässliche Förderung und eine stabile Perspektive. Wir Handwerkerinnen und Handwerker sind bereit, die Wärmewende praktisch umzusetzen – im Keller, im Badezimmer, an der Heizung. Aber dafür braucht es Mut zur Kontinuität statt neuer Schlagzeilen.“