Neues GEG: Die Forderungen der Taskforce Gebäudetechnik

Die Klimahandwerkerallianz „Taskforce Gebäudetechnik“ hat ein Positionspapier mit Forderungen zur Ausrichtung der Energiepolitik im Gebäudebereich vorgelegt. Die Forderung an die Bundespolitik: umsetzbare Vorgaben und praxistaugliche Formulierungen im versprochenen neuen GEG.

Grafik geteiltes Bild unsaniertes (dunkel)/saniertes Haus (hell mit PV-Modulen und Schriftzug "GEG 2026?"
In ihrem aktuellen Kernpapier nennt die Taskforce Gebäudetechnik energiepolitische Hebel zur anstehenden Reform des GEG. Diese Hebel brauche Deutschland für eine erfolgreiche Gebäudeenergiewende. – © Si/AdobeStock- ThaJeeRa

Handwerksverbände aus dem Bereich der Gebäudetechnik hatten auf der ISH 2025 die Taskforce Gebäudetechnik gegründet. Ziel der Allianz ist es, mit gemeinsamen Stimme mehr Schlagkraft in der politischen Debatte gewinnen. Jetzt hat die Taskforce ein Kernpapier zur zukünftigen Ausrichtung der Energiepolitik im Gebäudebereich veröffentlicht.

Anlass ist die aktuelle Diskussion über die Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die Taskforce betont, dass energiepolitischen Ziele nur erreichbar seien, wenn politische Vorgaben klar formuliert, realistisch umsetzbar und an den betrieblichen Alltag der Handwerker angepasst sind. Diese Forderung hatte die Taskforce bereits im Dialog mit dem Bundeswirtschaftsministerium unterstrichen.

Kernpapier: Zentrale energiepolitische Hebel

  • Marktorientierte Impulse wie ein wirksamer CO₂-Preis sollen Investitionen in effiziente und klimafreundliche Gebäudetechnik stärken.
  • Gesetze müssen praxistauglich sein und Handwerksbetriebe von unnötiger Bürokratie entlasten.
  • Eine verlässliche, einfache und langfristige Förderstrategie – inklusive weiterentwickelter Bundesförderung – ist entscheidend für Investitionen.
  • Erforderlich ist ein technologieoffener und abgestimmter Ausbau von Erneuerbaren Energien, Netzinfrastruktur, Speichern und digitalisierten Netzen.
  • Die Digitalisierung der Energiewende braucht dynamische Stromtarife und den schnellen Rollout intelligenter Messsysteme.
  • Die kommunale Wärmeplanung muss faire Wettbewerbsbedingungen schaffen und dezentrale Lösungen ohne Anschlusszwänge ermöglichen.
  • Die Beratungsleistungen der gebäudetechnischen Handwerke müssen ordnungs- und förderpolitisch angemessen berücksichtigt werden.
  • Qualifizierte Fachkräfte sind zentral; daher müssen die duale Ausbildung und die Meisterqualifikation weiter gestärkt werden.
  • Für die Klimafolgenanpassung braucht es Maßnahmen wie Kühlung, Dämmung sowie Dach- und Fassadenbegrünung, die durch geeignete Förder- und Ordnungsrahmen zu unterstützen sind.

Über die Taskforce Gebäudetechnik

Die Taskforce Gebäudetechnik vereint sechs zentrale Verbände der gebäudetechnischen Klimahandwerke. Dazu gehören der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV), der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), der Bundesverband Metall (BVM) und der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV). Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) koordiniert die Taskforce Gebäudetechnik.

© ZDH

Gemeinsam repräsentieren sie 154.000 Betriebe mit 1.460.000 Beschäftigten und 121.000 Auszubildenden, die zuletzt einen Umsatz von 225 Mrd. Euro erwirtschafteten. Die vertretenen Gewerke sind zentrale Treiber der Energie- und Wärmewende und wichtige Ansprechpartner für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Das Kernpapier als PDF zum Lesen und Downloaden.

www.zdh.de/taskforce-gebaeudetechnik