Die Förderung nach Kälte-Klima-Richtline ist ein wichtiges Instrument, um die Installation, Nach- und Umrüstung von Kälte-, Klima- und Wärmepumpen-Anlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln zu forcieren. In einer gemeinsamen Stellungnahme plädieren sechs Organisationen der Kälte-Klima-Branche, die Förderung über 2026 hinaus beizubehalten.

Die Organisationen BIV, BTGA, Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik, FGK, RLT-Herstellerverband und VDKF begrüßen die Möglichkeit der BAFA-Förderung nach der Kälte-Klima-Richtlinie. Da jedoch geplant ist, dass diese Förderung Ende 2026 ausläuft, haben sie sich in einer gemeinsamen Stellungnahme an das zuständige Bundesumweltministerium, das BAFA sowie die wirtschafts- und umweltpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen gewandt.
Die Organisationen plädieren in ihrer Stellungnahme eindringlich dafür, die Fördermaßnahme auch danach beizubehalten. Denn es sei nicht zu erwarten, dass die wirtschaftliche Belastung für Betreiber durch die Anschaffung von Anlagen mit alternativen Kältemitteln bis dahin in nennenswertem Umfang zurückgehen wird. Zudem sie ist eine wichtige Maßnahme zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele.
Alternativen sind teuer
Durch die novellierte F-Gase-Verordnung wächst der Druck auf Betreiber von Kälte- und Klimaanlagen mit fluorierten Kältemitteln, diese durch Anlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln zu ersetzen. Verschärft wird diese Situation durch das PFAS-Beschränkungsvorhaben. Durch die geplanten Maßnahmen könnte die Verwendung von F-Gasen zusätzlich eingeschränkt werden.
Anlagen mit alternativen Kältemitteln, die weder von der F-Gase-Verordnung noch vom PFAS-Verbot betroffen sind (Ammoniak, Kohlenwasserstoffe, Kohlendioxid), sind in vielen Fällen deutlich teurer als solche mit F-Gasen. Ein doppelt so hoher Preis ist dabei keine Ausnahme. Gerade bei größeren Kälteanlagen, die individuell konzipiert und errichtet werden, sind auch keine nennenswerten Skaleneffekte zu erwarten. Damit ist auch von dieser Seite keine Reduzierung der Investitionskosten in Sicht.
Unterm Strich bedeutet das: hohe Kosten für Betreiber in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten. Diese Kosten könnten durch eine Fortsetzung der Förderung nach der Kälte-Klima-Richtlinie reduziert werden.