
Nach über drei Jahrzehnten an der Spitze des Fortbildungswerks Haus- und Betriebstechnik (FHB) verabschiedete sich Geschäftsführer und Gründer Helmut Bucher zum Jahresende 2025 in den Ruhestand. Unter seiner Leitung entwickelte sich das FHB von einer kleinen Initiative zu einem bundesweit etablierten Anbieter praxisnaher Seminare für Haus- und Betriebstechniker.
Mit 81 Jahren zieht sich nun ein Gründungsmitglied zurück, das die Entwicklung des Fortbildungswerks von Beginn an maßgeblich geprägt hat. Fachlich fundiert, strukturiert und mit großer Nähe zur Praxis. Diese Erfahrung brachte Bucher unter anderem aus seiner langjährigen Tätigkeit bei einem großen Automobilzulieferer ein. Dort war er als Leiter Gebäudemanagement, Riskmanagement und als Brandschutzbeauftragter für Europa verantwortlich gewesen.
Praktiker schulen Praktiker
Als Helmut Bucher das FHB 1992 gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Bundesverbands der Haus- und Betriebstechniker (BdHB) gründete, war praxisnahe Weiterbildung für Haus- und Betriebstechniker noch ein Randthema. Bucher erkannte früh den wachsenden Qualifizierungsbedarf im technischen Gebäudebetrieb. Mit seinem umfassenden Erfahrungsschatz aus der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) und dem Facility Management legte er den Grundstein für ein Fortbildungsangebot, das er unter den Leitsatz „Praktiker schulen Praktiker“ stellte. Diesem Anspruch folgend führte er über viele Jahre hinweg selbst Seminare und Schulungen durch.
Heute ist das FHB ein bundesweit etablierter Spezialanbieter für praxisnahe Seminare und Fortbildungen, die sich konsequent an den realen Anforderungen der Branche orientieren. Das Angebot richtet sich unter anderem an Hausmeister, Facility-Manager, Anlagenbetreiber, Instandhalter, Gebäudemanager, Projektleiter sowie Monteure und Obermonteure aus der TGA. Thematische Schwerpunkte bilden die Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Brandschutz, Betreiberverantwortung und Energieoptimierung.
Alle Referenten kommen aus der Praxis
In den 34 Jahren seines Bestehens hat sich das FHB kontinuierlich weiterentwickelt und seine Position im Markt nachhaltig gefestigt. Die hohe fachliche Professionalität, die klare Konzentration auf eine eng definierte Zielgruppe und die ausgeprägte Praxisnähe gelten für den FHB als wesentliche Wettbewerbsvorteile gegenüber Marktbegleitern. Ein zentrales Prinzip gelte dabei bis heute: Alle Referenten kommen aus der Praxis, die unmittelbare Anwendbarkeit des Erlernten steht im Vordergrund.
Ebenso prägend wie die inhaltliche Ausrichtung sei Buchers strukturierter und fachlich geprägter Führungsstil gewesen, mit dem er verlässliche organisatorische und administrative Grundlagen für das Wachstum des FHB geschaffen habe, so der FHB weiter. In den vergangenen 15 Jahren sei dieser Ansatz durch eine konsequente Markt- und Kundenorientierung ergänzt worden.
Eberhard Kipp übernimmt
Die Zukunft des FHB ist klar geregelt: Die Geschäftsführung liegt künftig bei Eberhard Kipp, der bereits seit 2019 geschäftsführender Gesellschafter ist und dem Unternehmen seit 2009 angehört. Er steht für Kontinuität ebenso wie für die Weiterentwicklung des Fortbildungsangebots in einem zunehmend komplexen technischen und regulatorischen Umfeld.
Tief verwurzelt in der Branche, kooperiert das FHB bei seinen Bildungsangeboten unter anderem mit dem Bundesverband der Haus- und Betriebstechniker (BdHB), dem Industrieverband Technische Gebäudeausrüstung Baden-Württemberg (ITGA), dem Fachverband Gebäude-Klima (FGK) sowie dem Bundesindustrie]verband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA). Geschätzt werden von Kunden zudem die kurzen Wege, die persönliche Ansprache und das partnerschaftliche Miteinander im FHB-Team.
Mit dem Rückzug von Helmut Bucher endet eine prägende Phase in der Geschichte des FHB. Sein Lebenswerk bleibt – in einem Fortbildungswerk, das bundesweit an vielen Standorten Seminare anbietet. Als Gesellschafter wird Helmut Bucher dem FHB weiterhin verbunden bleiben.