Der Energiedienstleister Techem hat seine Heizkostenprognose für 2025 veröffentlicht. Trotz sinkender Energiepreise ist ein Kostenanstieg um 8,6 % zu erwarten. Die Prognose basiert auf Wetter- und Preisdaten und gibt einen Ausblick auf zu erwartende Kosten für alle Energieträger für die Heizperiode 2025/2026.

Für die Heizkostenabrechnung 2025 müssen sich laut Techem Verbraucher trotz sinkender Energiepreise auf höhere Kosten einstellen. Grund dafür sind die kälteren Außentemperaturen in der Heizperiode. Im Schnitt war es 2025 kälter als 2024, was zu einer Steigerung des Heizenergieverbrauchs führt. Laut der aktuellen Prognose steigen die Gesamtkosten für Heizen im Mittel damit um +8,6 %. Besonders betroffen sind Haushalte mit Fernwärme (+13,2 %) und Gas (+9,7 %).
Kalter Winter sorgt für Mehrverbrauch
Die Heizperiode 2025 war spürbar kälter als 2024. Geht man von einem linearen Zusammenhang zwischen Temperatur und Heizenergieverbrauch aus, ergibt sich ein Verbrauchsanstieg von rund 11,6 %. Während die Energiepreise sogar gesunken sind – für Gas um 1,6 %, für Strom um 2,1 % und für Heizöl um 8,2 % – überkompensiert der höhere Verbrauch durch die niedrigeren Temperaturen den positiven Effekt. Lediglich Fernwärme verzeichnet einen leichten Preisanstieg von 1,5 %. Die höchsten Kostensteigerungen entfallen damit auf Fernwärme mit +13,2 %, gefolgt von Gas mit +9,7 % und Strom mit +9,2 %). Heizöl steigt nur moderat um 2,4 %.
Regionale Unterschiede bei den Heizkosten
Die Techem Heizkosten-Prognose zeigt deutliche regionale Unterschiede, die durch unterschiedliche Witterungsbedingungen entstehen. Bundesländer: Während Verbraucher in Baden-Württemberg mit einem Kostenanstieg von +14,2 %, in Sachsen mit +13,3 % und in Sachsen-Anhalt mit +12,2 % rechnen müssen, fällt die Kostensteigerung in Schleswig-Holstein mit +2,8 % am geringsten aus. Auch in Mecklenburg-Vorpommern (+5,8 %) und Niedersachsen (+5,9 %) sind vergleichsweise niedrigere Kostensteigerungen zu erwarten.
Städte: Kiel (+0,7 %), Solingen (+2,7 %) und Oberhausen (+2,9 %) gehören zu den Gewinnern mit einem vergleichsweise geringen Anstieg der Kosten. Karlsruhe (+21 %), Halle (Saale) (+14,8 %) und Dresden (+14,6 %) müssen dagegen mit einer deutlichen Kostensteigerung für die Heizkosten rechnen.
Techem: Digitale Lösungen helfen sparen
„Unsere Heizkostenprognose zeigt auch in diesem Jahr wieder, wie entscheidend ein transparenter Überblick über den eigenen Verbrauch ist – denn Messen schafft Bewusstsein“, betont Matthias Hartmann, CEO von Techem. „Mit unserer ‚One-Digital-Platform‘ bündeln wir alle Verbrauchsdaten und bieten intelligente, geringinvestive Lösungen an. Ein Beispiel ist der Digitale Heizungskeller: Durch kontinuierliches Monitoring und eine optimierte Steuerung der Heizungsanlagen lassen sich im Schnitt rund 15 % Energie einsparen und die Emissionen sinken spürbar“.
Weitere regionale Daten auf Bundesland-, Postleitzahl- und Städte-Ebene sind auf der interaktiven Deutschlandkarte zu sehen, die Techem erstellt hat