SHK-Konjunkturbarometer Q4: Zeichen für Aufwärtstrend

Das SHK-Konjunkturbarometer für das 4. Quartal 2025 zeigt laut VdZ und VDS eine Trendumkehr für 2026 an. Lag nach der negativen Entwicklung 2024 das SHK-Geschäftsklima im letzten Jahr auf stabilen Niveau, steigt es jetzt wieder leicht an. Positive Signale setzen mehr Wohnneubauten.

SHK-Konjunkturbarometer für das 4. Quartal 2025 neutrale Geschäftserwartungen
Auch wenn das SHK-Konjunkturbarometer für das 4. Quartal 2025 neutrale Geschäftserwartungen anzeigt: Neubau und Sanierungen legen zu und setzen ein positives Signal für 2026. – © VDS/VdZ

Zuvor war das Geschäftsklima seit 2024 sechs Quartale in Folge negativ. Im nun von der VdZ, Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e. V. gemeinsam mit der VDS, Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V veröffentlichten 4. Quartal 2025 liegt das Geschäftsklima bei +2 auf der Skala von -100 bis +100. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage liegt mit +4 leicht im positiven Bereich. Jedoch die Erwartungen an die künftige Geschäftslage sind weiterhin leicht negativ (-1).

Positive Impulse aus Baugewerbe

Die ersten positiven Impulse, die die Trendwende einleiteten, kamen 2025 zunächst aus dem Gebäudebestand – insbesondere aus Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen. In der zweiten Jahreshälfte setzte zusätzlich ein Nachfrageanstieg aus dem Neubau ein, vor allem im Wohnbau. Positiv haben sich die Baugenehmigungen im Wohnbau entwickelt. Es gibt einen Zuwachs +13,9 % im Zeitraum Januar bis November 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das spricht dafür, dass die Nachfrage im Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik im Jahr 2026 weiter anziehen wird. Auch im Gebäudebestand ist – getragen von Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen – für 2026 mit einem leichten Nachfrageplus zu rechnen.

Im Nichtwohnbau zeigt sich aktuell eine rückläufige Entwicklung der Baugenehmigungen. Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand können diese Rückgänge zum Teil kompensieren. Für 2026 gehen Experten insgesamt von einer weitgehend stagnierenden Entwicklung der Bauinvestitionen aus.

Balkendiagramm Konjunkturabfrage Industrie, Großhandel und Installationsbetriebe von Q4/23 bis Q4/25
Quelle: B+L Marktdaten GmbH – © VDS/VdZ

Unterschiede in den Produktbereichen SHK

In den drei Produktbereichen zeigt sich ein differenziertes Bild. Sanitär lag im gesamten Jahr 2025 leicht im positiven Bereich. So notiert er aktuell bei +8. Der Bereich Heizung blieb 2025 durchweg negativ, aber erholt sich. Im 4. Quartal 2025 liegt er bei -2 Punkten. Hingegen im Bereich Lüftung/Klima zeigt sich nach zwei positiven Quartalen wieder eine Verschlechterung. Das Geschäftsklima liegt aktuell bei einem leicht negativen Wert von -2.

Kurvendiagramm mit drei Kurven Heizung, Sanitär und Lüftung/Klima von Q4/23 bis Q4/25
Quelle: B+L Marktdaten GmbH – © VDS/VdZ

Industrie und Installationsbetriebe im Plus Großhandel weiter unter Druck

Im 4. Quartal zeigt sich, wie im gesamten Jahr 2025, ein differenziertes Bild nach Wirtschaftsbereichen. Bei Industrieunternehmen liegt das Geschäftsklima aktuell bei +8, bei den installierenden Unternehmen bei +15.

Im negativen Bereich bleibt der Fachgroßhandel. Er notiert im aktuellen Quartal bei -17. Damit bewegt er sich auf einem gleichen Niveau wie das ifo-Geschäftsklima. Aber insgesamt setzen Industrie und installierende Unternehmen die positive Entwicklung fort. Wohingegen die konjunkturelle Lage im Großhandel weiterhin deutlich schwächer ausfällt. Aber auch im Großhandel deutet sich eine Erholung an.

Porträtfoto Jens Wischmann

Jens J. Wischmann, Geschäftsführer VdZ und VDS sagt:

„Der Blick auf das SHK-Konjunkturbarometer des 4. Quartals 2025 und die aktuellen Daten des Baubereiches stimmen hoffnungsvoll für den Jahresstart 2026. Fast alle Bauindizes legen zu, auch der Ausbau hofft wieder auf bessere Geschäfte – zeitverzögert profitiert davon auch die SHK-Branche. Entscheidend bleibt aber der private Konsum. Aufgeschobene Renovierungen müssen angegangen werden – im Bad und bei der Heizung. Förderungen gibt es, etwa für barrierefreie Umbauten oder die energetische Sanierung. Gerade letztere leidet jedoch weiterhin unter fehlenden, langfristig verlässlichen gesetzlichen Rahmen- und Förderbedingungen. Trotz der überzeugenden Gründe für den Wechsel zu moderner Heiztechnik wie Wärmepumpe oder Pelletheizung.“

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