Die aktuelle Markterhebung des BVF und des BDH zeigt für 2025 einen leichten Rückgang beim Absatz von Flächenheiz- und -kühlsystemen. Den Absatzrückgang von rund 3 % gegenüber dem Vorjahr werten die beiden Verbände als Stabilisierung in einem schwierigen Marktumfeld.

Der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. (BVF) und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) verzeichnen für das Jahr 2025 mit einem Absatz von rund 189 Mio. laufenden Meter Rohr einen leichten Rückgang beim Absatz von Flächenheiz- und Kühlsystemen.
Doch lässt die Entwicklung nach dem deutlichen Einbruch im Jahr 2023 infolge der politischen Unsicherheiten rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der geringen Neubautätigkeit auf eine Trendwende im laufenden Jahr hoffen. Die Hoffnungen beruhen auf einer positiven Entwicklung im Wohnungs- und Gewerbeneubau sowie einer zunehmenden Investitionsbereitschaft im Bestand und stetigen Förderbedingungen.
Weiterhin hohes Marktpotenzial vorhanden
Auf Grund der aktuellen Zahlen und der leicht besseren Rahmenbedingungen sehen die Verbände ein großes Marktpotenzial für Flächenheizungen und -kühlungen. Die Technologie bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung. Ob Fußboden, Wand oder Decke – die effizienten Systeme lassen sich individuell an die notwendigen Gegebenheiten in einem Gebäude bzw. in einem Projekt anpassen.
„Flächenheizung und Flächenkühlung ist ein wichtiger Baustein für das Heizsystem der Zukunft“, erklärt Sascha Allissat, Vorsitzender des Technischen Ausschusses Flächenheizung/-kühlung im BDH. „Erst diese Systeme ermöglichen niedrigste Systemtemperaturen und tragen somit entscheidend für die Effizienz moderner Wärmeerzeuger, wie z.B. einer Wärmepumpe bei.“
Auch Ulrich Stahl, Vorstandsvorsitzender des BVF e. V., betont die Vorteile der Systeme in nahezu allen Einsatzgebieten: „Die aktuelle Studie der RPTU Kaiserslautern zeigt deutlich, dass die thermische Behaglichkeit positiv bewertet wurde. Dies ist der Beleg, dass neben der architektonischen Gestaltungsfreiheit und der Möglichkeit Gebäude zu kühlen auch die thermische Behaglichkeit den nachhaltigen Einsatz dieser Systeme unterstützt.“
Ganzheitlicher Systemansatz notwendig
Die Verbände fordern daher, den Fokus in der Förderpolitik nicht allein auf Wärmeerzeuger zu legen, sondern verstärkt ganzheitliche Systemlösungen zu unterstützen. Flächenheiz- und Kühlsysteme arbeiten besonders effizient in Kombination mit modernen Wärmepumpen. Denn sie ermöglichen niedrige Systemtemperaturen und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur CO₂-Reduktion im Gebäudesektor.
„Mit der Belebung des Wohnungsbaus und der konsequenten Förderung energetischer Sanierungen wird auch der Markt für Flächenheizung und -kühlung wieder deutlich wachsen“, so die Einschätzung der beiden Verbände.
Die Industrie ist bereit. Nun braucht es politische Flankierung und stabile Rahmenbedingungen inklusive einer stetigen Förderung, welche die Systemlösungen in ausreichendem Maße berücksichtigen.