PowerUs: SHK-Gehälter steigen 2026 um 4,6 %

Auf zwei Gründe für einen Gehaltsanstieg im SHK-Handwerk verweist die Jobplattform PowerUs nach der Auswertung der ihr vorliegenden Daten: Zum einen wächst der generelle Wettbewerb um Fachkräfte, zum anderen ist es die steigende Nachfrage nach Wärmepumpenspezialisten in leitenden Positionen.

Anlagenmechaniker SHK verdienen in Deutschland durchschnittlich 3.999 Euro brutto im Monat. Das Gehalt liegt dabei zwischen 2.839 und 6.037 Euro, abhängig von Berufserfahrung, Region und Arbeitgeber.
Anlagenmechaniker SHK verdienen in Deutschland durchschnittlich 3.999 Euro brutto im Monat. Das Gehalt liegt dabei zwischen 2.839 und 6.037 Euro, abhängig von Berufserfahrung, Region und Arbeitgeber. – © PowerUs

Anlagenmechaniker SHK zählen weiterhin zu den gefragten Fachkräften im Handwerk, und das spiegelt sich in den Gehaltsdaten der Branche wider. Basierend auf Daten von über 200.000 Fachkräften und tausenden Stellenanzeigen gibt die Jobplattform PowerUs für den SHK-Bereich ein durchschnittliches Gehaltsplus für 2026 von rund 4,6 % aus. Das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt steigt damit von 3.938 Euro im Jahr 2025 auf 4.119 Euro im laufenden Jahr. Das entspricht einem Bruttostundenlohn von rund 25 Euro.

Auch inflationsbereinigt ist das ein ordentlicher Sprung. Die durchschnittliche Inflationsrate lag 2025 in Deutschland bei rund 2,2 %. Damit bleibt bei einem Gehaltsplus von 4,6 % ein reales Wachstum von ungefähr 2,4 % übrig. Besonders ausgeprägt ist die Entwicklung bei Meister- und Führungsrollen, deren Gehälter um rund 11 % und damit deutlich über der Inflationsrate steigen.

Zwei Faktoren treiben Veränderung

Der Gehaltsanstieg lässt sich vor allem auf zwei Faktoren zurückführen, die eng mit der wachsenden Bedeutung von Wärmepumpen zusammenhängen: zum einen steigen die Gehälter bei Meister-, Teamleiter- und anderen Führungsrollen deutlich.

Zum anderen steigen seit 2024 auch die Gesellengehälter, da viele Betriebe ihre Einstiegs- und Mindestgehälter anheben. Beide Entwicklungen tragen zur aktuellen Gehaltsentwicklung bei, allerdings auf unterschiedliche Weise.

Wärmepumpenexpertise gefragt

Im oberen Segment zeigt sich eine deutliche Entwicklung: In leitenden Positionen steigen die Jahresgehälter von 62.658 Euro auf 69.467 Euro, was einem Plus von rund 11 % entspricht.

Hauptursache ist die zunehmende Nachfrage nach Wärmepumpen. Auch die Auswertung der höher vergüteten SHK-Rollen auf PowerUs bestätigt diese Entwicklung: Unternehmen suchen derzeit verstärkt nach Wärmepumpenspezialisten sowie nach Rollen mit Verantwortung für Planung, Installation, Teamführung und operative Umsetzung. Es geht damit längst nicht mehr nur um jemanden, der eine Wärmepumpe installieren kann, sondern um Profile, die ein ganzes Geschäftsfeld stabil hochfahren und führen können. In der Folge sind diese Rollen deutlich höher vergütet als der Marktdurchschnitt.

Die größten Gehaltssprünge für Anlagenmechaniker SHK finden in den ersten zehn Jahren Berufserfahrung statt.
Die größten Gehaltssprünge für Anlagenmechaniker SHK finden in den ersten zehn Jahren Berufserfahrung statt. – © PowerUs

Höhere Einstiegs- und Mindestgehälter

Dass das durchschnittliche Gehaltsniveau steigt, ist nicht allein auf einzelne Spitzengehälter zurückzuführen. Gerade bei Gesellen sieht man einen sauberen Aufwärtstrend über mehrere Jahre: seit 2024 ist das durchschnittliche Monatsgehalt von 3.693 auf 4.109 Euro angestiegen.

Besonders wichtig ist dabei, woher dieses Wachstum kommt. Vor allem im Einstiegs- und unteren Gehaltssegment zeigen die Daten steigende Vergütungen. Das Minimum in den Anzeigen bewegt sich von 3.170 Euro auf 3.487 Euro nach oben.

Diese Entwicklung verschiebt die untere Gehaltsgrenze nach oben und wirkt sich entsprechend auf den Durchschnitt aus. Sie ist Ausdruck des zunehmenden Wettbewerbs um Fachkräfte, der viele Betriebe dazu veranlasst, Einstiegsgehälter bereits zu Beginn höher anzusetzen, um Besetzungszeiten zu verkürzen.

Wärmepumpenmarkt: Wie geht es 2026 weiter?

Die Wärmepumpe ist im SHK-Bereich deutlich wichtiger geworden, weil Politik und Markt gleichzeitig wirken: weg von Öl und Gas, hin zu erneuerbaren Heizsystemen. Für viele Gebäude ist die Wärmepumpe dabei die naheliegendste Lösung. Dadurch steigt der Bedarf nicht nur an Montage, sondern vor allem an Planung, Auslegung, Inbetriebnahme und sauberem Qualitätsmanagement. Ob das 2026 so weiterläuft, hängt aber stark davon ab, wie verlässlich die Rahmenbedingungen bleiben.

Es gilt aber auf jeden Fall als unwahrscheinlich, dass der Wärmepumpen-Trend plötzlich abbricht, weil die Richtung grundsätzlich gesetzt ist und der Modernisierungsdruck im Gebäudebestand bleibt. Was sich aber verändern wird: Sobald mehr Betriebe nachgezogen haben, Prozesse sitzen und mehr Fachkräfte verfügbar sind, wird sich das starke Gehaltswachstum vermutlich abschwächen und eher in ein stabileres, langsameres Plus übergehen.

Gehälter steigen 2026

Der Trend ist klar: Im SHK-Bereich steigen die Gehälter 2026 weiter, allerdings nicht in allen Rollen gleichermaßen. Besonders deutlich fällt der Anstieg bei Positionen aus, die eng mit dem Wärmepumpenbereich verbunden sind und Spezialisierung oder Führungsverantwortung vereinen. Gleichzeitig verschiebt sich die untere Gehaltsgrenze nach oben, da Betriebe ihre Gesellengehälter anpassen.

Für Arbeitnehmer heißt das: Wer Geselle ist, hat heute bessere Karten als noch vor zwei Jahren. Besonders Spezialisierungen im Wärmepumpenbereich sowie Schritte in Richtung Meister- oder Führungspositionen wirken sich positiv auf das Gehaltsniveau aus.

Für Arbeitgeber heißt das: Wer wachsen will, muss vor allem im Wärmepumpen Bereich konkurrenzfähig bezahlen. Auch bei der Suche nach Gesellen spielen angemessen angesetzte Mindestgehälter eine zentrale Rolle, da sie sich unmittelbar auf Bewerberzahl und Besetzungsgeschwindigkeit auswirken.

Eine Orientierung zu realistischen Gehaltsniveaus im SHK-Bereich nach Erfahrung, Region und Spezialisierung bietet der PowerUs-Gehaltscheck für Anlagenmechaniker SHK.

www.powerus.de